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WM-Quali ohne Ilkay Gündogan?

ManCity-Coach Guardiola folgt Klopp: Keine Abstellung von Nationalspielern

Pressekonferenz Manchester City
Pressekonferenz Manchester City
© dpa, Ina Fassbender, ina jai

05. März 2021 - 18:12 Uhr

Manchester-City-Trainer Guardiola stellt sich quer

Ilkay Gündogan wird der deutschen Nationalmannschaft bei den kommenden drei WM-Qualifikationsspielen Ende März möglicherweise nicht helfen können. Grund: Sein Trainer bei Premier-League-Spitzenreiter Manchester City, Pep Guardiola, stellt sich quer. Er will keine Spieler für die kommenden WM-Quali-Spiele abstellen – ebenso wie übrigens sein Kollege vom FC Liverpool Jürgen Klopp.

Zehn Tage Quarantäne - Guardiola: "Macht keinen Sinn"

Klopp hatte bereits vor Guardiola erklärt, dass er wegen der geltenden Corona-Regeln in Großbritannien keinen seiner Spieler zu ihren Nationalmannschaften reisen lassen wolle. Denn Rückkehrer aus jenen 33 Ländern, die wegen der Corona-Pandemie auf der roten Liste der Regierung stehen, müssen anschließend zehn Tage in Quarantäne.

"Es macht keinen Sinn zur Nationalmannschaft zu reisen und dann zehn Tage in Quarantäne zu gehen", wetterte jetzt auch Guardiola. "Wir investieren viel Zeit, Mühe und Geld. Wenn dann sechs, sieben Spieler so lange ausfallen - das macht keinen Sinn." Betroffen wären aktuell fünf City-Profis: Die Brasilianer Ederson und Gabriel Jesus sowie Joao Cancelo, Ruben Dias und Bernardo Silva aus Portugal.

Wettbewerbsverzerrung droht

Deutschland und auch Rumänien, wo die DFB-Elf am 28. März spielen muss (alle WM-Quali-Spiele der deutschen Nationalmannschaft zeigt RTL exklusiv live im Free-TV), stehen zwar nicht auf Londons roter Liste. Aber wenn sich Man-City die Abstellung seiner Profis grundsätzlich verweigern würde, wäre auf Gündogan betroffen. Guardiola betonte, er würde alle Spieler gerne gehen lassen und habe dies noch nie einem seiner Schützlinge verweigert. Aber: "Es macht keinen Sinn, sie werden nicht fliegen, sicher nicht", sagte Guardiola.

Klopp hatte einen Boykott der gesamten Premier League ins Gespräch gebracht: "Ich glaube, alle Klubs sind sich einig, dass wir die Spieler nicht für ihr Land spielen lassen können und das Problem dann anschließend lösen, indem wir sie zehn Tage in einem Hotel unter Quarantäne stellen", betonte der Coach des FC Liverpool.

Insgesamt haben 16 von 20 Premier-League-Klubs Nationalspieler aus Ländern der roten Liste im Aufgebot. Wenn am Ende alle Vereine deren Freigabe für die WM-Quali verweigern, würde dies eine brisante Wettbewerbsverzerrung bedeuten.

FIFA-Präsident Infantino um Schandensbegrenzung bemüht

Der Internationale Fußballverband FIFA hat sich daher auch schon zu Wort gemeldet. "Alle Spieler sollten in der Lage sein, unter sicheren Umständen zu reisen, wenn sie alle Protokolle und die Maßnahmen der Regierungen respektieren", sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino.

Wie so oft, geht es dem Schweizer dabei ums Geld: Er verwies darauf, dass die Spiele "für manche Länder eine wichtige Einkommensquelle" darstellten – für die FIFA wohl auch. Aber das sagte Infantino nicht.

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