Ihre Rechte bei Problemen mit Ihrer Urlaubsreise

Mallorca-Pilotprojekt wird zu Odysee: Wer haftet, wenn die Reise schief geht?

Deutsche Touristen durften im Zuge eines Pilotprojekts von TUI schon vor dem 21. Juni auf die Insel - eigentlich.
© dpa, Hauke-Christian Dittrich, hcd lop

19. Juni 2020 - 11:36 Uhr

Pilotprojekt von TUI geht schief

Sie sollten im Zuge eines Pilotprojekts die ersten deutschen Touristen sein, die einen Urlaub trotz Corona auf Mallorca testen dürfen: Kai-Jörg Krall und seine Frau Katja Lensch hatten über den Reiseveranstalter TUI eine Pauschalreise gebucht. Doch die Reise endete, bevor sie überhaupt richtig anfing, denn: Das Paar darf nicht einreisen. RTL-Reiseexperte Ralf Benkö erklärt, wer haftet, wenn die Reise schiefgeht.

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Bei Pauschalreisen haftet der Reiseveranstalter für die Reise

TUI will dem Paar die Reisekosten und die Auslagen erstatten – zudem soll es eine Entschädigung geben. Und das ist auch richtig so, erklärt Ralf Benkö: "Wenn ich eine Pauschalreise gebucht habe, haftet der Reiseveranstalter natürlich dafür, dass die Reise wie angeboten durchführbar ist. Die derzeitigen Einschränkungen für Deutsche in Spanien bis zum 21. Juni sollten Veranstaltern eigentlich bestens bekannt sein. Wenn sie das nicht berücksichtigen und der Urlaub deshalb nicht zustande kommen sollte, müssten Veranstalter den Reisepreis zurückerstatten. Zusätzlich könnten Urlauber dann auch einen Aufschlag für nutzlos aufgewendete Urlaubszeit verlangen."

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Vorsicht bei selbst gebuchten Flügen

Etwas problematischer gestaltet sich die Situation allerdings für Urlauber, die einen Flug auf eigene Faust gebucht haben. "Wenn ich selbst einen Flug buche, dann bin ich auch selbst dafür verantwortlich, dass ich vorher prüfe, ob ich in das Land auch reisen darf und was ich dabei beachten muss. Deshalb ist es sinnvoll, dass man sich gerade jetzt in Corona-Zeiten als Urlauber vor einer Buchung im Reisebüro beraten lässt, damit man nichts Falsches bucht. Denn sonst müsste man den Schaden vermutlich selbst tragen", so Benkö. Informieren Sie sich also vor einer Buchung genau, wie die Einreisebestimmungen sind. Ab dem 21. Juni, wenn die Einschränkungen aufgehoben werden, hat sich das Kontingent-Problem für Mallorca allerdings sowieso erledigt.

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