Endlich wieder Malle? Deutscher startet Online-Petition zur Aufhebung der Reisewarnung

„Mallorca ist kein Risikogebiet“

Ein leerer Strand Ende August auf Mallorca.
Ein leerer Strand Ende August auf Mallorca.
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04. September 2020 - 10:20 Uhr

Petition fordert: "Reisewarnung aufheben!"

Risikogebiet, Reisewarnung, abgesagte Pauschalreisen – den Tourismus auf Mallorca und die Menschen, die von ihm abhängig sind, treffen die Auswirkungen des Corona-Virus hart. Auf der Ferieninsel regt sich deswegen jetzt Widerstand: Eine auf Mallorca gestartete Online-Petition zur Aufhebung der Reisewarnung kommt auf Touren – und bekommt prominente Unterstützung.

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Balearen liegen weiterhin über Corona-Grenzwert

​"Eine Reisewarnung für ganz Mallorca fühlt sich unangemessen an", schreibt der deutsche Auswanderer und Initiator Mario Krsek auf der Seite seiner Petition. "Mallorca ist eine ziemlich große Insel, und die Fälle sind nur in bestimmten Gebieten hoch." Rund 2.000 Menschen hatten das Vorhaben am Donnerstagmorgen bereits unterstützt.

Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Auf den Balearen liegt diese Zahl derzeit bei knapp 60. Dabei konzentrieren sich die Corona-Ausbrüche auf Mallorca auf sozialschwächere Viertel – so wie zum Beispiel Son Gotleu in Palma, in denen viele Menschen auf beengtem Raum leben.

Was bedeutet eine Reisewarnung eigentlich für meinen Urlaub? RTL-Reiseexperte Ralf Benkö erklärt im Video, worauf Reisende jetzt dringend achten sollten:

Angst vor der Armut: Menschen auf Mallorca brauchen den Tourismus

Initiator Krsek fordert deshalb, dass die Reisewarnung nur auf die "wirklich betroffenen Regionen" und nicht die gesamte Insel ausgesprochen wird. Ein Hauptteil der Mallorquiner ist auf den Tourismus angewiesen. Schon jetzt wissen viele Einheimische nicht, wie sie die nächsten Monate überstehen sollen. "Es sind die düsteren Aussichten für den Tourismus und vieler auf Mallorca lebender Menschen, die mich zu dieser Aktion bewegt haben", erzählt Auswanderer Krsek auf Anfrage von RTL. "Ich höre täglich so viele Geschichten über die Schicksale, sehe Menschen, die vor Existenzängsten in Tränen ausbrechen und normale Menschen, die mich auf offener Straße direkt anbetteln."

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Prominente Unterzeichner: Ballermann-Stars Tim Toupet und Peter Wackel haben unterschrieben

Unterstützung bekommt das Vorhaben von bekannten Ballermann-Größen wie Tim Toupet und Peter Wackel. "Die Reisewarnung muss dringend zurückgenommen werden, da diese Testreihe vorwiegend in Gebieten wie Son Gotleu, Arenal oder Pere Garau vorgenommen werden", sagt Schlagerstar Peter Wackel auf Anfrage von RTL. "Auf Mallorca kann man sich definitiv sicherer als in Deutschland fühlen, da eine Maskenpflicht umgesetzt wird und viel schärfere Regeln gelten als in Deutschland."

Bereits Mitte Juli hatte Peter Wackel die Situation auf Mallorca für RTL eingeordnet. Seine Gast-Kolumne lesen Sie hier.

Ähnlich sieht das Ballermann-Star Tim Toupet: "Nachdem ich sieben Wochen auf Mallorca war, bin ich der Meinung, dass mittlerweile in jedem Supermarkt in Deutschland ein höheres Risiko besteht, sich anzustecken, als auf Mallorca." Nach Ansicht des Kölners ist es "totaler Wahnsinn, dass auf der Reeperbahn oder in Großstädten die Hölle los ist, und auf Mallorca sitzt man mit drei Mann auf 500 Metern Sandstrand."

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