Malaysia-GP: Nico Rosberg abgebügelt - Lewis Hamilton fliegt zur Pole Position

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat die Konkurrenz beim Großen Preis von Malaysia fest im Griff. Mit überlegener Bestzeit (1:32,850 Minuten) im Qualifying sicherte sich der Mercedes-Pilot die Pole Position beim 16. WM-Lauf. Teamkollege Nico Rosberg vesuchte alles, kam aber nicht näher als vier Zehntelsekunden an seinen schärfsten WM-Rivalen heran. Nach seiner Traumrunde versetzte Hamilton seinem WM-Rivalen noch einen Verbalhieb. "Ich hätte noch schneller sein können", tönte der Weltmeister, der bereits am Freitag und im 3. Freien Training die mit Abstand schnellsten Runden in den neuen Asphalt auf dem Sepang International Circuit gebrannt hatte.

Rosberg, der sich gerade noch auf Rang 2 gerettet hatte, war zumindest neben der Strecke um einen Konter nicht verlegen. "So große Bedeutung hat der Startplatz nicht mehr in diesem Jahr. Von Platz 2 ist noch alles möglich", sagte Rosberg, der vor dem Schlagabtausch beim schwülheißen Malaysia-GP die WM-Gesamtwertung mit acht Punkten anführt. Zumal Hamilton in dieser Saison schon mehrfach beim Rennstart Schwächen gezeigt hat, die Rosberg ausnutzte. "Nico ist nicht chancenlos", sagte daher Team-Aufsichtsratschef Niki Lauda bei RTL.

Sebastian Vettel benötigt dagegen viel Glück, um seinen Vorjahessieg zu wiederholen. Der Ferrari-Star benötigte für die 5,543 Kilometer lange Runde rund sieben Zehntel länger als Hamilton - das reichte nur zu Platz 5 hinter dem Red-Bull-Duo Max Verstappen und Daniel Ricciardo. "Ich habe gedacht, es wird enger im Kampf um Platz 3", meinte Vettel, den am Ende rund zwei Zehntel vom drittplatzierten Verstappen trennte. "Ich glaube, im Rennen ist noch einiges drin. Im Qualifying hat das entscheidende Bisschen gefehlt."

Immerhin behauptete sich Vettel anders als im 3. Freien Training knapp vor seinem Stallgefährten Kimi Räikkönen. Der Finne machte als Sechster die dritte Startreihe perfekt. Nico Hülkenberg musste sich dagegen seinem Force-India-Teamkollegen Sergio Perez geschlagen geben. Der Deutsche sortierte sich hinter dem Mexikaner auf Position 8 ein.

Pascal Wehrlein verliert erstmals Teamduell gegen Esteban Ocon

Manor-Rookie Pascal Wehrlein musste sich erstmals seinem Teamkollegen Esteban Ocon geschlagen geben. Nachdem er bereits im Freien Training über Probleme mit seinem Auto geklagt hatte, landete Wehrlein mit rund einem Zehntel Rückstand auf den Franzosen auf dem 21. Platz. "Heute ist leider viel schiefgelaufen. Wir hatten Probleme mit dem Motor", offenbarte Wehrlein.

Noch langsamer war nur Fernando Alonso in seinem McLaren-Honda. Der Spanier versuchte jedoch erst gar nicht, sich für Q2 zu qualifizieren, sondern beschränkte sich darauf, innerhalb des 107-Prozent-Zeitlimits zu bleiben. Denn schon vor dem Qualifying stand fest, dass Alonso wegen des Austauschs mehrerer Teile an der Honda-Antriebseinheit seines McLaren um 45 Plätze strafversetzt wird und daher vom Ende des Feldes starten muss.