Malaysia-GP: Max Verstappen durchbricht die Mercedes-Phalanx

Mercedes bleibt das Maß der Dinge beim Formel-1-Rennen in Malaysia. Im 3. Freien Training, der Generaprobe für das Qualifying auf dem Sepang International Circuit, raste Lewis Hamilton erneut zur Bestzeit und düpierte dabei seinen Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg. Sechs Zehntel nahm Hamilton seinem WM-Rivalen auf der 5,543 Kilometer langen Strecke vor den Toren Kuala Lumpurs ab. Schon am Freitag hatte sich Rosberg in der Tageswertung Hamiton geschlagen geben müssen - diesmal reichte es sogar nur zu Platz 3.

Denn Red-Bull-Youngster Max Verstappen war bei schwülheißen Bedingungen knapp zwei Zehntel Sekunden schneller als der Deutsche und sprengte damit überraschend die Phalanx von Branchen-Primus Mercedes an der Spitze des Feldes. Auch Ferrari fehlte nicht viel - zumindest auf Rosberg: Nur rund ein Zehntel trennte Sebastian Vettel auf Rang 5 vom zweiten Sternenkrieger, Teamkollege Kimi Räikkönen war als Vierter 0,020 Sekunden näher dran an Rosberg.

Weniger gut lief es beim zweiten Red-Bull-Mann. Daniel Ricciardo handelte sich einen Rückstand von rund einer Sekunde auf die Bestzeit ein und musste sich mit Rang 6 begnügen. Hinter dem Australier sortierte sich Nico Hülkenberg ein. Der Force-India-Pilot entschied das Teamduell mit Sergio Perez klar für sich: Rund eine halbe Sekunde war Hülkenberg schneller als der Mexikaner, der damit als 11. die Top Ten verpasste.

Pascal Wehrlein verliert Team-Duell gegen Esteban Ocon

epaselect epa05563225 Dutch Formula One driver Max Verstappen of Red Bull Racing during the first practice session for the Formula One Grand Prix at the Sepang International Circuit near Kuala Lumpur, Malaysia, 30 September 2016. The 2016 Formula One
Max Verstappen fuhr in der Quali-Generalprobe die zweitbeste Runde auf dem Sepang International Circuit
ase, dpa, Ahmad Yusni

Pascal Wehrlein verlor dagegen sein Duell mit Manor-Teamkollege Esteban Ocon. Mit knapp einer Zehntelsekunde Vorsprung verwies der Franzose Wehrlein auf Platz 21. Langsamer war nur noch McLaren-Pilot Fernando Alonso, der keine einzige schnelle Rundde drehte, sondern ausschließlich im Hinblick auf das Rennen am Sonntag testete. Denn da muss der Spanier wegen des Wechsels mehrerer Teile seiner Honda-Antriebseinheit so wie so vom letzten Platz starten.