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Malawi holt Staatsbürger wegen Ausschreitungen aus Südafrika

Malawi holt Staatsbürger wegen Ausschreitungen aus Südafrika

Bereits fünf Menschen getötet

Wegen der anhaltenden fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Südafrika will Malawi seine dort lebenden Staatsbürger in Sicherheit bringen. Mindestens 400 von ihnen, die bei den gewaltsamen Ausschreitungen in der Hafenstadt Durban ihre Häuser oder Geschäfte verloren haben, sollen auf dem Landweg nach Malawi gebracht werden, wie Informationsminister Kondwani Nankhumwa ankündigte.

Bei den seit zwei Wochen andauernden Ausschreitungen, die sich gegen Ausländer aus anderen Teilen Afrikas richten, wurden in der Hafenstadt Durban bereits fünf Menschen getötet. Hunderte flohen vor der Gewalt. Dutzende von Ausländern betriebene Geschäfte wurden geplündert. Die Zusammenstöße begannen kurz nachdem der König des örtlich dominanten Zulu-Volksstamms, Goodwill Zwelithini, gesagt hatte, Ausländer nähmen Südafrikanern Jobs weg und sollten das Land verlassen. Bei ähnlichen Ausschreitungen kamen in Südafrika 2008 mehr als 60 Menschen ums Leben.