Makabre Jagdtrophäen: "Sexy Jägerin" erntet Shitstorm

17. März 2015 - 20:51 Uhr

Fressen und gefressen werden

Jagen und gejagt werden - Fressen und gefressen werden: "Der normale Kreislauf der Natur", wird der selbstbewusste Jägerfreund entgegnen; "Stoppt den Jagdterror", werden besorgte Tierschützer darauf antworten. Egal wie man zu der brisanten Thematik stehen mag - die Art und Weise, wie eine tschechische Jägerin jetzt mit ihrer Beute im Netz triumphiert, erntet wohl weder bei Jagd- noch bei Tierschutzfreunden Zuspruch.

"Sexy Hunter" posiert mit Ex-Freund und totem Tier
Fragwürdige Pose: Mit diesem Bild sendet die Jägerin ihren Facebook-Fans Valentinstags-Grüße. "So sieht Romantik für mich aus", betitelt sie das Bild.

Die 27-Jährige Jägerin Michaela Fialova posiert für Facebook-Fotos mit toten Löwen, Giraffen, Hyänen und Zebras. Ältere Fotos zeigen die junge Tschechin, wie sie ihren Ex-Freund küsst und gleichzeitig ein totes Tier in der Hand hält. Die Tiere sind nicht nur ihre Opfer - sie sind ihre Trophäe.

Damit hat die in Medien als "sexy Jägerin" beschriebene Michaela Fialova weltweite Empörung ausgelöst. Auf die hagelnde Kritik reagierte sie nun mit zur Schau gestellter Gleichgültigkeit und Provokation: In einem neuen Video-Tutorial zeigt Fialova Schritt für Schritt, wie man nach dem Erlegen eines Zebras dessen Fleisch am besten als Steak zubereitet.

"Diese Frau ist ein herzloses Monster"

Mit dieser Aktion nährte die Berufsjägerin nicht nur den gegen sie laufenden Shitstorm: In einer Online-Petition fordern jetzt mehr als 7.000 Menschen, der Jägerin die Einreise nach Afrika zu verbieten und darüber hinaus ihr Facebook-Profil zu sperren. Unschuldige Tiere aus Spaß zu töten, sei völlig falsch und müsse gestoppt werden. "Diese Frau ist ein herzloses Monster", schrieb ein Internetnutzer. Es sei "verabscheuungswürdig und widerwärtig", mit toten Tieren als Jagdtrophäen zu posieren.

Doch die markanten Vorwürfe stören die Tschechin nicht. Fialova jagt, seit sie 13 Jahre alt ist. "Ich werde niemals aufhören zu jagen", entgegnete sie. Dagegen wird einer der Nutzer "[…] den Tag feiern, wenn sie von einem Löwen oder einer Hyäne gefressen wird", und gibt somit dem natürlichen Gesetz "Fressen und gefressen werden" eine ganz andere Bedeutung.

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