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Mahnwache für Chico: Staffordshire-Terrier wurde eingeschläfert

Der Staffordshire-Mischling hatte Anfang April seine Besitzer totgebissen
Blumen, Kerzen, ein Stofftier und ein Engel stehen während der Mahnwache für den eingeschläferten Hund Chico vor dem Ordnungsamt © dpa, Peter Steffen, pst soe

Chico hatte seine Besitzer totgebissen

Zu einer Mahnwache für den getöteten Hund Chico haben sich rund 80 Menschen in Hannover getroffen. Sie legten Blumen, Kerzen und Stoffhunde nieder. "Chico ist ermordet worden" und "Für Chico kämpfen wir" war auf Plakaten zu lesen.

"Der Hund ist das Opfer"

Mahnwache für den eingeschläferten Hund Chico in Hannover
Ein Plakat mit der Aufschrift "RiF" wird vor während der Mahnwache für den eingeschläferten Hund Chico gehalten © dpa, Peter Steffen, pst soe

Der Staffordshire-Mischling hatte seine Besitzer totgebissen, eine 52 Jahre alte Frau und ihren Sohn. Am 16. April war Chico eingeschläfert worden. Der Hund litt an einer Kieferverletzung, die vermutlich in der Zeit um die Beißattacke entstand.

"Das Behördenversagen macht mich rasend", erklärte eine Mitarbeiterin eines Tierschutzvereins. Sie könne nicht begreifen, dass Pflegedienste und soziales Umfeld nicht reagiert hätten. "Wir sind hier, um zu zeigen, dass die Art und Weise, wie das abgelaufen ist, ungerecht ist", betonte ein anderer Mann. "Eine Verwaltung hat es versäumt, frühzeitig die richtigen Schritte einzuleiten. Der Hund ist das Opfer." Jetzt allerdings Verwaltungsmitarbeiter zu bedrohen, sei der falsche Weg.

Nach Morddrohungen gegen Tierärzte und Behördenmitarbeiter wegen der Einschläferung des Hundes hat die Staatsanwaltschaft Hannover inzwischen Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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