Magdeburg: Unbekannte drohen mit Sprengung der Deiche

Wie hier in Dömitz werden die Elbdeiche überwacht - das ist offenbar nötig.
Wie hier in Dömitz werden die Elbdeiche überwacht - das ist offenbar nötig.
© dpa, Bodo Marks

09. Juni 2013 - 19:26 Uhr

Minister: "Wir nehmen das ernst"

Die Magdeburger kämpfen mit tausenden helfenden Händen von Einsatzkräften, Soldaten und Bürgern um jeden Deich, dem das Hochwasser an der Elbe zusetzt - oft vergeblich, weil der Druck des Wassers zu stark ist. Jetzt schockt eine anonyme Anschlagsdrohung die Menschen im Flutgebiet. Unfassbar: Unbekannte drohen tatsächlich damit, Deiche zu sprengen.

Sachsen-Anhalt hat die Überwachung der Deiche aus der Luft und vom Boden aus verstärkt, wie Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) mitteilte. "Wir nehmen das sehr ernst, weil solche Drohungen natürlich zu einer katastrophalen Auswirkung führen könnten, wenn wir sie nicht ernst nehmen", so Haseloff. Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) sei dabei, den Hintergrund der Drohung zu ermitteln.

Das Drohschreiben sei mehreren Medien übermittelt worden, sagte Stahlknecht. Die Drohung stammt demnach von einer Gruppe, die sich 'Germanophobe Flutbrigade' nennt. Ohnehin seien an jedem Damm und Deich in Sachsen-Anhalt rund um die Uhr Deichwachen unterwegs, kein Deich sei unbewacht. Bürger sollen "jegliche Erkenntnisse" über Auffälligkeiten unverzüglich an die Krisenstäbe und die Polizei weiterleiten, so Stahlknecht.