Marie-Agnes Strack-Zimmermann bei "ntv-Frühstart"

FDP fordert mehr Geld für die Bundeswehr

12. September 2019 - 11:49 Uhr

Bundeswehr: FDP beklagt Ausrüstungsmängel bei der Truppe

Die verteidigungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, fordert mehr Geld für die Bundeswehr, gleichzeitig aber eine effizientere Beschaffung: "Es ist Geld da, wobei das nicht das Ende der Fahnenstange ist. Wir haben Verpflichtungen gegenüber den Partnern in Europa und der Nato", sagte sie der RTL/n-tv-Sendung "Frühstart", in der wochentags Politiker und Experten zu Wort kommen.

"Die Bürokratie wiehert von morgens bis abends"

Der Haushalt müsse zwar weiter wachsen. "Fakt ist aber, dass das nicht alles ist, wenn sie das Geld nicht ausgeben können." Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer müsse dafür sorgen, dass vor allem die Beschaffung sehr zügig umgesetzt werde, so Strack-Zimmermann. Das Beschaffungsamt der Bundeswehr in Koblenz "ist ein Flaschenhals und die Bürokratie wiehert von morgens bis abends".

Mängel bei der Bundeswehr: "Jeder weiß: Falsches Schuhwerk ist ein Albtraum"

Die Mangelprobleme bei der Bundeswehr werden deshalb nicht so schnell behoben sein: "Die Truppe wächst - mit 182.000 Soldatinnen und Soldaten immer noch nicht ausreichend. Und insofern bedarf es viel Material. Das ist genau das, was wir beklagen", sagte Strack-Zimmermann. Zu den jüngst von ihr öffentlich gemachten Verzögerungen bei der Auslieferung von Kampfschuhen, sagte sie: "Das ist etwas Elementares. Jeder weiß: Falsches Schuhwerk ist ein Albtraum." Dass die Zusagen zur Lieferung nicht eingehalten wurden, zeige, in welchem Zustand die Bundeswehr leider immer noch sei.

Stiefel eines Soldaten
Die FDP-Politikerin Strack-Zimmermann ist mit der aktuellen Schuh-Situation in der Bundeswehr unzufrieden.
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Hier sieht sie auch Fehler der ehemaligen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Diese "hat sich offensichtlich nicht genug mit den Interna beschäftigt, sondern hat ihre Staatssekretäre das machen lassen". Es sei aber immer gut, wenn die Chefin alles überblicke, so Strack Zimmermann zur RTL/ntv-Redaktion.

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