Mädchenentführer von US-Jury schuldig gesprochen

13. Februar 2016 - 15:46 Uhr

Acht Jahre nach der Entführung eines 14-jährigen Mädchens hat eine Jury im US-Staat Utah den Kidnapper schuldig gesprochen. Dem 57 Jahre alten Mann, Brian David Mitchell, droht eine lebenslängliche Haftstrafe. Das Strafmaß soll Ende Mai verkündet werden, berichtete 'People.com'. Das Opfer Elizabeth Smart sagte während des Verfahrens aus, sie sei von ihrem Kidnapper täglich vergewaltigt worden. Smart war mit ihren Eltern und ihrer Schwester im Gerichtssaal, als das Urteil verlesen wurde. Mitchell, ehemals ein vagabundierender Prediger, sang pausenlos eine Mormonenhymne, als er dem Richter vorgeführt wurde.

Das Mädchen war im Juni 2002 nachts aus seinem Elternhaus in Salt Lake City entführt worden. Neun Monate später wurde Smart in Begleitung Mitchells und seiner Frau Wanda Barzee (64) entdeckt. Smart gab sich gegenüber der Polizei erst nicht zu erkennen. Experten äußerten die Befürchtung, dass Mitchell sie einer Gehirnwäsche unterzogen hatte. Der Entführer war bereits 2003 angeklagt worden. Er wurde später für geisteskrank erklärt, ein Richter entschied aber, dass er verhandlungsfähig war. Barzee bekannte sich im vorigen Jahr als Komplizin schuldig. Sie sitzt eine 15-jährige Haftstrafe ab.