Görlitzer Park ist jetzt Sperrzone für Kitas

Mädchen (4) findet Drogenlöffel auf Spielplatz und nimmt ihn in den Mund

Eine fertig vorbereitete Nierenschale mit Löffel, Watte und Spritze liegt in einem Konsumraum. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv
© deutsche presse agentur

18. Oktober 2020 - 17:03 Uhr

Drogensüchtiger ließ Löffel auf Spielplatz liegen

Bei einem Ausflug mit der Kita hat in Berlin ein vier Jahre altes Mädchen einen Löffel gefunden und in den Mund genommen. Wie die "Berliner Zeitung" berichtete, stammte der Löffel wohl von einem Drogenkonsumenten, der ihn auf einem Kinderspielplatz im Görlitzer Park zurückgelassen hatte. Erzieher und Eltern sind entsetzt.

Kitagruppen dürfen jetzt nicht mehr in den Görlitzer Park

Der Vorfall liegt laut dem Zeitungsbericht bereits mehrere Wochen zurück. Die städtischen Kindergärten in der Nachbarschaft erklärten den Görlitzer Park zur Sperrzone: Die Kitas gehen mit den Kindern jetzt nicht mehr dorthin, weil die Erzieherinnen nicht mehr für ihre Sicherheit garantieren können.

Die Mutter der Vierjährigen, die den Drogenlöffel auf dem Spielplatz fand, ist verunsichert, wie sie der "Berliner Zeitung" erzählt. Sie sei sofort mit ihrer Tochter ins Krankenhaus gefahren und habe sie durchchecken lassen. Die Ärzte hätten ihr versichert, dass es extrem unwahrscheinlich sei, dass sich das Mädchen irgendetwas eingefangen hätte.

Polizei-Einsatz im Görlitzer Park
Ein Polizeihund ist bei einem Großeinsatz der Polizei gegen Drogendealer im Görlitzer Park unterwegs. Foto: Paul Zinken
© deutsche presse agentur

Eltern sind entsetzt und verunsichert

Trotzdem hat die Mutter jetzt auch kein gutes Gefühl mehr, ihr Kind im Park spielen zu lassen. Laut dem Bericht ist sie dennoch der Meinung: "Dass die Kinder nicht mehr in den Park dürfen, kann keine Lösung sein." Die Spielplätze seien schließlich für die Kinder gedacht. Dass es rund um den Park Probleme mit Drogenkonsumenten gibt, ist bekannt. Der Görlitzer Park gilt als einer der Drogen-Hotspots in Berlin.