Mädchen (3) aus Wolgast stirbt an schweren Verbrühungen – von der Mutter zu heiß gebadet?

Der Notarzt konnte nur noch den Tod der Dreijährigen aus Wolgast feststellen (Foto: Motivbild).
© dpa, Stephan Jansen, sja fka kne sab

11. Oktober 2018 - 13:10 Uhr

Dreijährige aus Wolgast lag leblos in ihrem Bettchen

In Wolgast (Mecklenburg-Vorpommern) ist ein kleines Mädchen ums Leben gekommen. Die Mutter der Dreijährigen rief am 5. Oktober morgens den Notruf, weil das Kind leblos in seinem Bettchen lag. Nach einer rechtsmedizinischen Untersuchung steht inzwischen fest: Das Kind starb an schweren Verbrühungen. Die Mutter hatte das Kind offenbar in sehr heißem Wasser gebadet und dann ins Bett gelegt.

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Mutter

Die Staatsanwaltschaft Stralsund hat inzwischen Ermittlungen wegen Körperverletzung mit Todesfolge aufgenommen. Die 27-Jährge erklärte bei der Vernehmung, sie habe das Kind in ein Erkältungsbad gesetzt und dann ins Bett gebracht, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit. Am nächsten Morgen rührte es sich nicht mehr.

Die Gerichtsmediziner fanden großflächige Verbrühungen an den Beinen und am Unterleib des Mädchens. Wahrscheinlich war das Wasser in der Wanne so heiß, dass das Kind das Bad nicht überlebte. Die Notrufzentrale leitete die 27-jährige Mutter noch an, das Kind wiederzubeleben. Der Notarzt konnte aber nur noch den Tod feststellen. Wie genau das Mädchen starb, muss noch geklärt werden.

Jugendamt kannte die Familie

Die Familie war dem Jugendamt schon länger bekannt. Die Frau habe vier Kinder, von denen zwei bereits vor Jahren in Pflegefamilien untergebracht worden seien. Nur die Dreijährige und ein Baby lebten noch bei der Mutter, so das Jugendamt. Das Baby wurde nach dem Vorfall von den Behörden in Obhut genommen.