12. Juli 2017 - 18:32 Uhr

Madison wollte bloß ihr Handy aufladen

Das Handy ist unser ständiger Begleiter. Wir nehmen es überall mit hin, um jederzeit erreichbar zu sein. Sogar während eines gemütlichen Schaumbads liegt das Handy oftmals neben der Badewanne. Der 14-jährigen Madison Coe aus dem US-Bundestaat New Mexico wurde genau das zum Verhängnis. Ihre Eltern geben sich die Mitschuld daran und wollen nun andere vor den Gefahren warnen.

"An ihrer Hand war ein Brandfleck"

Es war ein tragischer Unfall. Die 14-jährige Madison ließ sich ein Bad ein. Mit dabei: ihr Handy, das sie zum Aufladen mit einem Verlängerungskabel an die Steckdose neben sich steckte. Madison dachte sich nichts dabei und stieg in die Wanne. Kurz darauf war die Schülerin tot. Denn das Gerät fiel versehentlich ins Badewasser und versetzte Madison einen tödlichen Stromschlag. Madisons Vater kann den Tod seiner geliebten Tochter nicht verarbeiten: "Sie war mein Ein und Alles."

Ihre Mutter macht sich schwere Vorwürfe: "Sie hatte das Telefon an ein Verlängerungskabel angesteckt und neben die Wanne gelegt. Ich habe das auch gemacht. Sie eben auch." Ihre Eltern haben nie daran gedacht, dass die Gefahr eines Stromschlags besteht.

"Sie hatte eine starke Verbrennung an der Hand, mit der sie das Telefon nahm. Es ist offensichtlich, dass das der Grund war", erzählte Madisons Großmutter Dinna O'Guinn im Interview mit dem TV-Sender 'KCBD'. Jetzt möchte die Familie des Mädchens andere vor den tückischen Gefahren eines Handys warnen. "Das ist eine Tragödie, die niemandem passieren muss. Wir wollen, dass etwas Gutes dabei herauskommt und die Wahrnehmung dafür schärfen, dass das Handy nicht im Badezimmer geladen wird", schrieben Madisons Eltern auf Facebook.

Auch Madisons Oma will nicht, dass jemand das Gleiche durchmachen muss, wie ihre Familie: "Das darf nie wieder jemanden passieren. Wir wollen, dass am Ende der Tragödie wenigstens diese Botschaft übrig bleibt."

Elektrogeräte haben nichts in der Nähe von Wasser zu suchen!

Dass ein Handy mal in die Badewanne fällt, ist gar nicht so unüblich. Normalerweise ist dies nicht lebensgefährlich. Nur bei Madison hing das Handy an einem Verlängerungskabel. Ein Experte hat im Video nachgestellt, wann ein Handy in der Badewanne zum Tod führt. Wenn das Telefon am Ladegerät hängt, bekommt man laut des Experten keinen Stromschlag. Das liegt daran, weil das Ladegerät den Strom aus der Steckdose in Niedrigspannung umwandelt und im Wasser davon nichts Messbares ankommt. Madison aber hatte ihr Ladegerät zudem an ein Verlängerungskabel angeschlossen. Und genau das wurde zum tödlichen Verhängnis. Wenn der Stecker vom Verlängerungskabel ins Wasser kommt, endet dies tödlich.

Generell haben aber Elektrogerät nichts in der Nähe von Wasser zu suchen!

Eltern sammeln Spenden

Der verhängnisvolle Vorfall im Bad hätte leicht verhindert werden können. Umso tragischer erscheint der Tod der 14-jährigen Madison, die von ihrer Familie als klug und lebensfroh beschrieben wurde.

Jetzt müssen sich Madisons Eltern um die Beerdigung kümmern, die sie sich alleine nicht leisten können. Ein Spendenkonto wurde eröffnet, auf das bereits mehr als 7.000 Euro eingegangen sind.

Wir wünschen der ganzen Familie viel Kraft für diese schwere Zeit.