Madagaskar: 40 Menschen durch Pest gestorben

22. November 2014 - 20:57 Uhr

Laut WHO-Bericht Pest-Ausbruch in mehreren Regionen

Auf Madagaskar grassiert nach einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO die Pest. Von August bis Mitte November seien auf der Insel vor der Ostküste Afrikas bereits 40 Menschen gestorben, insgesamt seien gegenwärtig 119 Menschen erkrankt, heißt es in einer Mitteilung der WHO.

"Aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte und des schwachen Gesundheitssystems besteht ein hohes Risiko einer schneller Verbreitung", teilte die WHO. Die Situation auf der Insel vor der Ostküste Afrikas werde verschärft durch die Resistenz der Flöhe gegen ein verbreitetes Insektenvernichtungsmittel. Die Pest war in mehreren Regionen ausgebrochen. Inzwischen seien eine Reihe von Maßnahmen ergriffen worden, um weitere Ansteckungen zu vermeiden und den Kranken zu helfen, berichtete die WHO.

In dem bitterarmen Inselstaat kommt es immer wieder zu Pestausbrüchen. 2011 und 2013 wurden jeweils mehrere Dutzend Tote gezählt. Gerade in der Regenzeit zwischen November und April flüchten unzählige Ratten in die Dörfer und Städte Madagaskars. Deren Flöhe übertragen die Pest auf Menschen.