Maaßen steht zu CDU-Beschluss, nicht mit AfD zu kooperieren

Hans-Georg Maaßen. Foto: Heiko Rebsch/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
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22. Januar 2020 - 22:40 Uhr

Der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen steht nach eigenen Worten zu dem CDU-Beschluss, nicht mit der AfD zusammenzuarbeiten - schränkt dies aber mit Blick auf die Zukunft ein. Die AfD komme derzeit für die CDU nicht als Koalitionspartner in Frage, sagte Maaßen am Mittwoch am Rande einer Veranstaltung des CDU-Abgeordneten Christoph Bernstiel in Landsberg in Sachsen-Anhalt. "Und wenn ich derzeit sage, kann ich nicht sagen, wie das in zehn Jahren aussieht oder vielleicht in fünf."

Maaßen, der selbst CDU-Mitglied ist, äußerte zudem den Wunsch, die AfD solle "nicht mehr da" sein. "Meine persönliche Zielrichtung als Politiker wäre es zu sagen: Ich möchte, dass die AfD nicht mehr da ist." Er wünsche sich, dass AfD-Frustwähler die Partei nicht mehr wählten, sondern ihr Kreuz bei der CDU machten. Ein radikaler Rest könne die AfD wählen, aber in der Bundesrepublik habe sich gezeigt, dass Rechtsextremisten nicht mehr als drei bis vier Prozent der Stimmen bekämen.

Zwar sehe er in der AfD auch eine Reihe vernünftiger Menschen, "aber es gibt in der Partei eben auch andere Leute", sagte Maaßen. "Es gibt auch Radikale, es gibt auch – ich würde fast sagen – Leute, die in den extremen Bereich kommen." Auf der Veranstaltung betonte er zudem, dass Demokraten mit allen Menschen zumindest sprechen müssten - auch mit Extremisten.

Quelle: DPA