Maach et jot, Poldi: Lukas Podolski tritt aus Nationalmannschaft zurück

16. September 2016 - 13:26 Uhr

Poldi: "Es war einfach gigantisch"

Lukas Podolski tritt aus der deutschen Nationalmannschaft zurück. "Alles hat seine Zeit - und meine Zeit beim DFB ist vorbei", schrieb der 31-Jährige auf Facebook. Nach 129 Länderspielen und 48 Treffern ist Schluss für den Kölner: "Es war einfach gigantisch."

"Ich habe dem Bundestrainer gesagt, dass ich ab sofort nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen werde. Ich trete kürzer und widme mich mehr anderen Dingen. Am meisten natürlich meiner Familie", schrieb Podolski.

Trainer Jogi Löw dankte 'Prinz Poldi'. "Lukas war immer eine feste Größe für mich. Auf ihn war und ist Verlass, bei aller Lockerheit und Leichtigkeit, für die er steht, ist er ein Vorbild an Professionalität und Einstellung", so Löw. "Für seine Loyalität, seinen Einsatz, den Spaß und die Freude, die er immer wieder in unseren Kreis gebracht hat, kann ich mich nur bedanken."

"Vom zweijährigen polnischen Jungen, der quasi nur einen Ball hatte, zum Weltmeister"

Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger
Die Krönung: Der WM-Titel.
© dpa, Andreas Gebert

Der Offensivspieler hat seit 2004 insgesamt 129 Länderspiele für Deutschland bestritten und belegt damit Rang drei der ewigen Länderspielliste. Mit 48 Treffern ist er zudem viertbester Torschütze der DFB-Geschichte. Podolski bestritt sieben Turniere und wurde 2014 mit Deutschland Weltmeister.

Dass die Nationalmannschaft für Podolski was ganz Besonderes war, machte er auch jetzt nochmal deutlich: "Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen. Die Nationalmannschaft war für mich immer Herzenssache, und das wird sie auch immer bleiben."

"Für mich ist dieser Abschied sehr emotional. Ich bin stolz darauf, was ich mit dem DFB erleben durfte. Nichts kann mir ersetzen, was mir die Zeit mit dem DFB-Team an Freude, Leidenschaft und Zusammenhalt gegeben hat. Vom zweijährigen polnischen Jungen, der quasi nur mit einem Ball unter dem Arm nach Deutschland kam, zum Weltmeister - das ist mehr, als ich mir erträumen konnte."