Gute Boards und SUP-Tipps vom Experten

Lust auf Stand-up-Paddling? Was Anfänger wissen sollten!

Stand-up-Paddling ist ein absoluter Sommer-Trend
Stand-up-Paddling ist ein absoluter Sommer-Trend
© iStockphoto

13. Mai 2022 - 17:24 Uhr

Stand-up-Paddling (SUP) ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern hat sich zu einem Trendsport entwickelt. SUP-Boards gibt es bei Amazon & Co. ab 200 Euro*, auch deshalb sind die Paddler mittlerweile auf fast jedem See zu sehen. Wer sich noch nie in dem angesagten Wassersport versucht hat, sollte allerdings ein paar Punkte beachten, erklärt Horst Frankenfeld vom Deutschen Kanu-Verband im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

Experte erklärt, was beim Stand-up-Paddling wichtig ist

Für welche Personen ist Stand-up-Paddling geeignet?
Frankenfeld: "SUP-Sport können alle Menschen ohne Altersbeschränkung betreiben, die sicher in offenen Gewässern schwimmen können. Personen mit Herzkreislauferkrankungen, Asthmatiker und Menschen mit Gleichgewichtsstörungen sollten ihren Arzt vorher fragen. Schließlich kann man sich beim Wassersport nicht schnell auf den Boden setzen."

Was müssen vor allem Anfänger beachten?
"Der erste Schritt auf das SUP-Board erfolgt auf dem Wasser. Wichtig: Es muss tief genug sein, um bei Herunterfallen nicht auf Steine oder sonstige Dinge am Gewässergrund zu treffen. Daher sollte man auch Schuhe tragen, um sich nicht an Scherben oder spitzen Steinen zu verletzen. Immer auf den Knien beginnen. Dadurch kann man sich leichter an das Wasser und das wacklige Board gewöhnen."

Wie lange dauert es, bis man sicher auf dem SUP-Board steht?
"Schon nach etwa zehn Minuten kann man als Neuling einen Aufstehversuch wagen und sich dann mit Hilfe des Paddels vorwärts bewegen. Wird es wacklig, einfach wieder in die kniende Position wechseln."

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Welche Muskelgruppen werden beim Stand-up-Paddling trainiert?
"SUP beansprucht fast alle Muskelpartien des Körpers, wenn man die Paddelbewegung richtig ausführt. Die Beinmuskulatur hat einiges an Balancebefehlen vom Kopf umzusetzen. Der Oberkörper muss seinen Teil für die Fortbewegung mit dem Stechpaddel tun. Hierbei kommt bei korrekter Ausführung besonders die Rückenmuskulatur zum Einsatz. Da nach einigen Paddelschlägen von einer Seite auf die andere Seite gewechselt werden sollte, werden beide Körperhälften und auch beide Arme abwechselnd beansprucht."

Was muss man beim Kauf des SUP-Boards beachten?
"Man sollte ein Board kaufen, das ein bestimmtes Qualitätsniveau hat, um nachhaltig zu investieren. Unbedingt ein Paddel wählen, das schwimmfähig ist – Glasfaserkunststoff- oder auch Kohlefaserpaddel sind besonders gut. Mittlerweile ist das sogenannte Hardboard vom Inflatable Board stark verdrängt worden. Hardboards werden oft nur noch bei Rennen und technisch versierten SUPlern genutzt."

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Welches Zubehör müssen sich Neueinsteiger noch zulegen?
"Eine Leash (Verbindungsleine)* - wenn möglich als Hüftleash. Außerdem eine Schwimmweste, auch wenn man schwimmen kann."

Warum kommt der Wassersport gerade so gut an?
"Die heißen und trockenen Sommer sowie die Reisebeschränkungen und der Preisverfall bei SUP-Boards haben zu diesem Boom geführt. Das recht schnelle Beherrschen und die gewisse Freiheit auf dem Wasser macht Stand-up-Paddling zum Renner."

spot on news / RTL.de

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