Lugansk: Waffenruhe zwischen Armee und Separatisten beschlossen

Nach schweren Gefechten in den vergangenen Monaten soll eine neue Waffenruhe die Lage um Lugansk beruhigen.
Nach schweren Gefechten in den vergangenen Monaten soll eine neue Waffenruhe die Lage um Lugansk beruhigen.
© dpa, Ivan Boberskyy

03. Dezember 2014 - 9:04 Uhr

Neue Waffenruhe im Osten der Ukraine nach verlustreichen Gefechten

Nach verlustreichen Gefechten haben sich die ukrainische Armee und prorussische Aufständische im Raum Lugansk auf eine Waffenruhe geeinigt. Sie soll von diesem Freitag an gelten.

Vom 6. Dezember an würden beide Seiten dann schweres Kriegsgerät "etwa 15 bis 20 Kilometer" von der Kampflinie zurückziehen, sagte Separatistenführer Igor Plotnizki. Er bestätigte damit Angaben der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Der Beschluss gilt als neuer Anlauf zur Umsetzung der Vereinbarungen, die die Konfliktparteien Anfang September getroffen hatten. Die Waffenruhe wurde mehrfach gebrochen.

Auch in der Separatistenhochburg Donezk soll es nach zuletzt heftigen Kämpfen um den geschlossenen Flughafen zu neuen Gesprächen kommen. Die ukrainisch-russische Militärkontaktgruppe suche nach Möglichkeiten einer umfassenden Waffenruhe, berichtete die Kiewer Zeitung 'Kapital'. Ziel sei eine "echte" Feuerpause bis zum Frühjahr. Dazu sollen russische und ukrainische Militärs mit Vertretern der Aufständischen verhandeln. Die Initiative sei von russischer Seite ausgegangen, hieß es.