RTL News>Rtl Nord>

Lübeck: Warum spielen gerade alle Schach?

Der Norden sucht einen 'Boris Becker' für das Brettspiel

Schach spielen: Wieder voll im Trend

ARCHIV - 23.05.2019, Hamburg: Teilnehmer des Schul-Schachturniers "Rechtes Alsterufer gegen Linkes Alsterufer" spielen in der Barclaycard-Arena Schach.   (zu dpa "Netflix-Serie und Geldspritzen aus Russland befeuern den Schachboom") Foto: Felix König
Schachturnier
fel tba tba, dpa, Felix König

Seit Corona boomt Online-Schach

Sport treiben in den eigenen vier Wänden ist ja gerade voll angesagt - warum also nicht Schach?
Spätestens seit der Netflix-Serie "Das Damengambit" gilt das Brettspiel als Trendsportart und hat sein leicht angestaubtes Image ganz schön aufpoliert. Und auch Corona ist nicht ganz unschuldig: Seit dem ersten Lockdown spielen immer mehr Leute online Schach.

2400 Schachspieler bisher in Schleswig-Holstein

In diesem Winter gab es sogar Lieferengpässe von Schachbrettern. Der Lübecker Ullrich Krause ist Präsident des Deutschen Schachbund. Auch er sieht den Trend. Es werde nicht nur mehr gespielt, laut Krause gebe es auch mehr Schach-Neulinge, die online spielen.

In den Vereinen ist der Spielbetrieb coronabedingt ebenfalls eingestellt. Allein der Schachverband Schleswig-Holstein hat 2400 Mitglieder. Krause hofft, dass es nach dem Lockdown noch mehr werden. Der Präsident träumt aber noch von etwas anderem: „Was wir bräuchten, wäre so ein ‘Schach-Boris-Becker’, also jemand, der im Schach bis in die Weltspitze kommt, das würde nochmal sehr helfen".

Vielleicht ist ja bei den ganzen neuen Online-Spielern der ein oder andere dabei, der demnächst Lust hat, einem Verein im Norden beizutreten. Die Suche nach dem neuen ‘Schach-Boris-Becker’ ist also eröffnet.