Loveparade: Erste Schadenersatzklagen werden verhandelt

Trauer um die 21 Menschen, die bei dem Unglück auf der Loveparade am 24. Juli 2010 ums Leben kamen.
Trauer um die 21 Menschen, die bei dem Unglück auf der Loveparade am 24. Juli 2010 ums Leben kamen.
© dpa, Martin Gerten

12. Juni 2015 - 9:53 Uhr

Opfer fordern Schadenersatz und Schmerzensgeld

Das Landgericht Duisburg hat heute in mehren laufenden Zivilverfahren wegen der tragischen Ereignisse bei der Loveparade 2010 Termine zur mündlichen Verhandlung bekannt gegeben. Die Verhandlungen sollen ab September diesen Jahres beginnen. Angeklagt sind unter anderem die Veranstalterin des Musikfestivals, deren Geschäftsführer und das Land NRW, sowie die Stadt Duisburg.

Bei der Loveparade-Veranstaltung am 24. Juli 2010 kam es zu einem

Gedränge, durch das 21 Menschen getötet und zahlreiche verletzt wurden. Die verschiedenen Kläger geben an, dies in unterschiedlichem Maße direkt oder indirekt miterlebt zu haben. Manche Kläger waren Festivalbesucher, manche Feuerwehrmänner oder Rettungskräfte.

Sie behaupten, sie seien aufgrund ihrer Erlebnisse an einer posttraumatischen Belastungsstörung erkrankt. Die L. GmbH habe die Veranstaltung fehlerhaft geplant und durchgeführt, die Stadt Duisburg habe eine fehlerhafte und rechtswidrige Baugenehmigung erteilt und die als Sicherheitskräfte eingesetzten Polizeibeamten des Landes Nordrhein-Westfalen hätten Fehler begangen. Dies habe zu dem Gedränge und damit zu den von ihnen erlittenen Schäden geführt.

Die Beklagten treten dem entgegen und bestreiten darüber hinaus das Vorliegen und den Umfang der Schäden. Außerdem berufen sich die Gegenkläger in einigen Fällen auf Verjährung.

Das Gericht soll nun entscheiden, ob den Betroffenen Schadensersatz und Schmerzensgeld zusteht.