Londoner Prozess gegen Lübecker Schüler geplatzt

13. Februar 2016 - 15:14 Uhr

Der Prozess gegen zwei Lübecker Schüler, die im Mai in London eine 15-Jährige vergewaltigt haben sollen, ist nach Angaben der 'Bild'-Zeitung geplatzt.

Ein Sprecher der britischen Staatsanwaltschaft habe erklärt, es sei trotz intensiver Bemühungen nicht gelungen, eine offizielle Aussage des Mädchens zu bekommen. Daher sei das Verfahren aus Mangel an Beweisen eingestellt worden. Das der Lübecker Staatsanwaltschaft gegen die 19-Jährigen laufe aber noch, zitierte 'Bild' den Anwalt Christian Schumacher, der einen der Jungen vertritt. Der Prozess hätte am kommenden Montag beginnen sollen.

Die Londoner Behörden hatten es abgelehnt, den Fall an die Staatsanwaltschaft in Lübeck abzugeben. Die beiden 19-Jährigen werden beschuldigt, nach einer Feier auf einer Klassenfahrt die junge Bremerin vergewaltigt und die Tat mit einer Handykamera gefilmt zu haben. Die zwei Schüler eines Fachgymnasiums waren nach sechs Tagen in Untersuchungshaft gegen Kaution freigelassen worden und durften nach Deutschland zurückkehren.