London-Clubs siegen dank Özil und Holtby

Lewis Holtby erzielte beim Sieg von Tottenham in Fulham den 2:1-Siegtreffer.
Lewis Holtby erzielte beim Sieg von Tottenham in Fulham den 2:1-Siegtreffer.
© Getty Images, Bongarts

05. Dezember 2013 - 10:51 Uhr

Özil macht's schon wieder, Holtby endlich auch: Die deutschen Spieler rocken die Premier League - zumindest teilweise. Während Per Mertesacker und Mesut Özil mit dem FC Arsenal in England weiterhin das Maß der Dinge sind, ist auch Lewis Holtby endlich der gefeierte Held. Ganz andere Sorgen haben Andre Schürrle und die Mutter eines Arsenal-Fans, die über Nacht ordentlich Zahnpasta ins Gesicht geschmiert bekam - wegen Nicklas Bendtner.

Wer sich auf die Facebook-Seite von Holtby verirrt, kann erahnen, was für ein Zentner schwerer Stein dem Deutschen am Mittwochabend von der Brust gefallen sein muss. "Jaaaaaaaaaaa - mehr gibt's nicht zu sagen", schrieb der 23-Jährige und postete dazu ein Video von seinem ersten ganz wichtigen Treffer im Trikot von Tottenham Hotspur. Kurz vor Ende der Partie packte der Ex-Schalker den linken Hammer aus und traf zum entscheidenden 2:1 beim FC Fulham.

Es war das erste Premier-League-Tor des früheren Schalkers, der bei den 'Spurs' noch nicht den Durchbruch geschafft hat. Bisher kam er in keiner Partie über 90 Minuten zum Einsatz, so auch am Mittwoch, als er zur Halbzeit eingewechselt wurde. Bis dahin war Holtby in der Liga an keinem einzigen Treffer beteiligt. Seine Leistungen waren zu schwankend, als dass er sich Hoffnungen auf einen Stammplatz machen kann. War das Spiel in Fulham die Wende?

Für Özil läuft seit seinem Wechsel von Real Madrid auf die Insel alles nahezu perfekt. Abgesehen von ein, zwei durchwachsenen Spielen und der obligatorischen Medienschelte zeigt der Spielmacher vom FC Arsenal, warum er den 'Gunners' die 50 Millionen Euro Ablöse wert war. Beim 2:0 gegen Hully City erzielte der Deutsch-Türke nach herrlichem Doppelpass mit Aaron Ramsey schon seinen dritten Saisontreffer. Dass Özil in der Premier League obendrein schon sieben Tore vorbereitet hat, macht ihn für Arsenal noch wertvoller.

Ein böses Erwachen wegen Bendtner

Zahnpasta, Nicklas Bendtner
Im Schlaf mit Zahnpasta bemalt - nur weil Nicklas Bendtner traf.

Durch den Dreier gegen Hull thront die Mannschaft von Trainer Arsene Wenger weiter an der Spitze. "Ja! Wieder kein Gegentor. Gut gemacht, Jungs", ließ Lukas Podolski via Facebook wissen. Der dritte deutsche Nationalspieler im Bunde von Arsenal verfolgte das Spiel noch von der Tribüne, soll nach seiner dreimonatigen Verletzungspause (Muskelbündelriss) diese Woche aber wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Voll im Saft, aber dennoch überwiegend nur auf der Ersatzbank findet sich Andre Schürrle wieder. Beim 4:3 des FC Chelsea in Sunderland durfte der Angreifer nur die letzten Sekunden ran. Bei elf Spielen absolvierte der Neuzugang erst eine Partie über die volle Distanz. Seine 'Blues' bleiben auch ohne Schürrle der ärgste Verfolger von Arsenal, das weiterhin vier Zähler vor dem Stadtrivalen liegt - auch dank Bendtner, der gegen Hull die Führung erzielte und einer Engländern damit wohl ein ganz böses Erwachen bescherte.

Weil der Däne in letzter Zeit mehr große Töne gespuckt hatte, als mit Leistungen auf dem Platz zu überzeugen, kündigte ein Arsenal-Fan an: Sollte Bendtner mal wieder das Tor treffen, würde er seine Mutter mit Zahnpasta beschmieren. Gesagt, getan: Nach dem Sieg am Mittwoch verunstaltete der junge Mann seine schlafende Erzeugerin und postete das Foto auf Twitter. Was die Mutter von dem Spaß hält, ist bislang nicht überliefert.