Am Ende des Tages zählen nur Ergebnisse

Löws Lieferfrist: EM wird zum Gradmesser

Joachim Löw steckt mitten in der Umbauphase der deutschen Bationalmannschaft
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15. November 2020 - 20:25 Uhr

Bis zur EM 2021 hat Löw noch Ruhe

Joachim Löws Vertrag als Bundestrainer läuft noch bis zur WM 2022. Sein Verbleib auf der Trainerbank des DFB ist aber nicht in Stein gemeißelt. Sollte die deutsche Nationalmannschaft bei der EM im kommenden Jahr nicht liefern, könnte die Zusammenarbeit auch vorzeitig enden. Das legt ein Interview von Oliver Bierhoff mit der "Frankfurter Algemeinen Zeitung" nahe.

Bierhoff: Nach der EM wird entschieden

"Am Ende des Tages müssen wir alle uns an Ergebnissen messen lassen. Das weiß Jogi auch. Jetzt ist aber noch nicht der Zeitpunkt für eine Entscheidung - das Turnier kommt noch", sagte der DFB-Direktor, der in seiner Funktion Löws Vorgesetzter ist. 

"Wir haben Vertrauen verspielt"

Nach dem historischen WM-Debakel 2018 könnte ein frühes Scheitern auch bei der EM 2021 (11. Juni bis 11. Juli) Löw den Job kosten. "Den Weg, den der Bundestrainer eingeschlagen hat, gehe ich bis einschließlich der EM mit", so Bierhoff vielsagend.

"Wir haben Vertrauen verspielt. Und das zurückzugewinnen geht nicht von heute auf morgen. Die großen Chancen liegen in einer erfolgreichen EM. Dort müssen wir überzeugen", forderte Bierhoff.

Aber Bierhoff sieht vielversprechenden Neuaufbau

Immerhin sieht Bierhoff erste Erfolge beim Imagewandel zu mehr Fannähe und den jüngsten sportlichen Aufschwung. "In 15 Spielen gab es eine Niederlage, fünf Unentschieden und neun Siege. Und das in einer Phase des Neuaufbaus. Das spricht absolut für den Trainer", sagte Bierhoff.

Löw ist seit 2006 Bundestrainer. Weltweit ist kein anderer Nationaltrainer länger im Amt als der 60-Jährige.

RTL.de/dpa

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