RTL News>News>

Löwen werden wegen ihrer Knochen gezüchtet und getötet - Undercover-Recherchen enthüllen grausames Geschäft

Undercover-Recherchen enthüllen grausames Geschäft

Für chinesische Medizin: Löwen werden gezüchtet und getötet

Das grausame Geschäft mit den Löwenknochen Gezüchtet und gequält
01:17 min
Gezüchtet und gequält
Das grausame Geschäft mit den Löwenknochen

30 weitere Videos

Skrupelose Geschäftemacherei mit Raubkatzen

Tausende Löwenskelette verlassen jährlich Südafrika in Richtung China, um dort zu Medizin verarbeitet zu werden. Die Tiere sterben keinesfalls eines natürlichen Todes – sie werden gezielt gezüchtet, gefangen gehalten und systematisch getötet. Der britische Unternehmer Michael Ashcroft enthüllt in seinem Buch „Unfair Game“ jetzt weitere Details.

Warum Löwen- und Tigerknochen un Asien so begehrt sind und Einblicke in die skrupellose Zucht der Tiere– in unserem Video.

12.000 Löwen leben in Zuchtfarmen

Für seine Recherchen stellte der Unternehmer über acht Monate ein Undercover-Team zusammen, das in Südafrika mehr über das Geschäft mit den Löwenknochen herausfinden sollte. Insgesamt 333 Zuchtfarmen soll es laut seinem Buch „Unfair Game“ geben – mit insgesamt 12.000 lebenden Löwen, die dort gehalten werden. Im Vergleich: In der südafrikanischen Wildnis leben derzeit etwa 3.000 Löwen.

„Nachfrage in Asien eindämmen“

Die Löwen und Tiger sind hinter Gittern in Gefangenschaft , das Geschäft ist lukrativ. Für Roland Gramling vom WWF kann die grausame Praxis nur verhindert werden, wenn die Menschen aufgeklärt werden: „Der Aberglaube von jetzt zum Beispiel Löwenknochen, der sitzt sehr fest, der sitzt sehr tief, das ist ein traditioneller Glaube der sich dann stellenweise auch mit der traditionellen Medizin vor Ort verbindet“, erklärt er.

„Das heißt dagegen hilft nur wirklich Aufklärungsarbeit bei den Menschen vor Ort. Denn nur wenn wir die Nachfrage in Asien eindämmen, dann geht es den Tieren in Afrika besser“. Steige die Wilderei auf Löwen, so könne es langfristig auch eine Gefahr für die Tierart werden, so Gramling.