Löwen im Leipziger Zoo ausgebrochen – ein Tier wurde erschossen

30. September 2016 - 11:11 Uhr

Besucher waren nicht in Gefahr

Im Leipziger Zoo sind zwei Löwen ausgebrochen und liefen zeitweise frei auf dem Zoogelände herum. Inzwischen gibt es Entwarnung: Einer der Löwen konnte wieder eingefangen werden. Er konnte in sein Gehege zurückgedrängt werden. Der andere Löwe wurde erschossen. Versuche, das Tier zu betäuben, seien gescheitert, sagte der Zoodirektor Jörg Junhold. Der andere Löwe ließ sich zuvor mithilfe eines Zauns in sein Gehege zurückdrängen.

Wie die beiden anderthalb Jahre alten Männchen Majo und Motshegetsi entkommen konnten, ist noch unklar, wie Junhold erklärte. Die Tiere hatten sich in ihrem Freigehege aufgehalten. Gegen Morgen fiel auf, dass sie daraus entkommen waren. Dann wurde sofort ein Notfallplan in Gang gesetzt worden, in dem genau festgelegt ist, was bei einem Tierausbruch zu tun ist. Eine Gefahr für Besucher habe zu keinem Zeitpunkt bestanden. Der Zoo war so früh morgens noch nicht geöffnet. Auch im Laufe des Tages blieb der Zoo geschlossen.

Die Löwen waren nach dem Ausbruch völlig verängstigt und versteckten sich in einem Gebüsch auf dem Zoogelände. Alle verfügbaren Kräfte kesselten die Raubkatzen ein. Auch die Polizei war zur Unterstützung vor Ort. Eines der Tiere ließ sich relativ unkompliziert wieder einfangen. Das andere sollte betäubt werden. Dabei sei aber Unruhe entstanden, sodass die Wärter den Löwen erschießen mussten. "In dem Fall geht menschliche Sicherheit vor", sagte der Zoodirektor. "Das ist ein sehr, sehr trauriger Ausgang, den ich so nicht erhofft habe", erklärte Junhold sichtlich betroffen.

Die beiden Tiere lebten erst seit August im Leipziger Zoo. Erst vor wenigen Tagen waren sie im Freigehege untergebracht worden, damit sie auch für die Besucher zu sehen waren. Die Löwen-Savanne gilt als sicher und ist seit 15 Jahren in Betrieb. Der Direktor kündigte an die Sicherheitsstandards der Anlage erneut zu überprüfen.