Klamotten-Überfluss durch Lockdown

Einzelhandel: Landet diese Wintermode jetzt im Müll?

10. Februar 2021 - 13:32 Uhr

Einzelhändler bleiben auf Haufen von Winterkleidung sitzen

So wenig Winterklamotten wie in dieser Saison gingen noch nie über den Ladentisch. Seit Wochen sind Geschäfte des Einzelhandels wegen des Corona-Lockdowns geschlossen. Doch was passiert jetzt mit den nicht verkauften Kleidungsstücken? Wovor Umweltschützer von Greenpeace warnen und wie ein Darmstädter Modehaus die Situation löst – im Video.

Fast Fashion: Auch vor Corona schon in der Kritik

Der Begriff "Fast Fashion" beschreibt die Kurzlebigkeit von Kleidungsstücken. Neben der begrenzten Nutzung durch Saison (zum Beispiel Winter) und Modetrends kommen hier vor allem verkürzte Lieferzeiten, mangelnde Qualität und damit eine kurze Haltbarkeitsdauer der oft billig hergestellten Kleidungsstücke ins Spiel. Neben Fliegen und Fleischkonsum ist die Kleidungsindustrie also eine fatale Gefahr für unseren Planten, so Umweltschützer.

Ungefähr 60 neue Kleidungsstücke kauft der Durchschnittsdeutsche im Jahr, so Statistiken des Umwelministeriums. Und selbst, wenn diese Fast Fashion-Stücke wie im Lockdown weniger gekauft werden – die Produktion steht nicht still und die Textilindustrie verursacht laut Untersuchung der britischen Ellen-MacArthur-Stiftung weltweit 1,2 Billionen Tonnen CO2 jedes Jahr.