Das sagen die Deutschen zum Teil-Lockdown

Blitz-Umfrage: Zwei Drittel halten die Maßnahmen für angemessen

29. Oktober 2020 - 19:03 Uhr

Im Video: Das halten Deutsche vom Teil-Lockdown

Der bevorstehende Lockdown versetzt einige Menschen in Panik, andere halten ihn für sehr wichtig und richtig. Die zweite Corona-Welle ist in vollem Gange. Am Donnerstag wurde mit 16.774 Neuinfektionen ein neuer Rekord geknackt. Ein Teil-Lockdown soll als "Wellenbrecher" dienen. Was die Deutschen dazu sagen – im Video.

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In einer Blitz-Umfrage von Forsa für RTL und ntv befürworten rund zwei Drittel der Bürger die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie – oder finden sogar, sie gehen nicht weit genug. 50 % halten sie für angemessen, 16 % meinen, sie könnten noch strenger sein.

Forsa-Umfrage für RTL und ntv: Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

  • Ein Drittel meint, die Maßnahmen gingen zu weit. Das meinen überdurchschnittlich häufig die Ostdeutschen, die Arbeiter und Selbständigen sowie die Anhänger der FDP und vor allem der AfD.
  • Die größte Akzeptanz findet bei den Bürgern mit 65 Prozent die Schließung von Sportstätten, die geringste mit 39 Prozent die Schließung von gastronomischen Betrieben.
  • Die Schließung von Kultureinrichtungen halten 55 Prozent für angemessen.
  • Am kommenden Wochenende wollen 32 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger – vor allem Arbeiter, Selbständige sowie Anhänger der Linke und FDP – die noch nicht geschlossenen Einrichtungen nutzen.
  • 40 Prozent der Befragten geben an, dass die von der Politik beschlossenen Einschränkungen großen Einfluss auf den eigenen Alltag hätten.
  • 53 Prozent der Befragten geben an, dass sie wegen der jetzt beschlossenen Maßnahmen ihre Pläne für Weihnachten ändern müssen. 44 Prozent sehen keinen Grund, ihre Weihnachtspläne zu ändern.
  • 50 Prozent der Befragten glauben, dass durch die jetzt von der Politik beschlossenen Maßnahmen die steigenden Corona-Fallzahlen wieder reduziert werden könnten. 45 Prozent glauben das nicht, 5 Prozent können das nicht einschätzen.

Im Video: Das machen die Deutschen noch am Wochenende

Kritik für massive Beschränkungen

Natürlich sind die Freizeit und das Vergnügen in den nächsten vier Wochen wieder ein wenig eingeschränkt. Doch die meisten Deutschen machen sich eher Sorgen um die Wirtschaft.

Auch Wirtschaftsverbände haben die von Bund und Ländern beschlossenen massiven Beschränkungen im Kampf gegen die Corona-Krise kritisiert. Die großen Anstrengungen und Investitionen vieler Betriebe in den vergangenen Monaten, mit ausgeklügelten Hygienekonzepten Kunden und Mitarbeiter zu schützen, hätten mehr Anerkennung verdient. "Manche Handwerksbereiche sind teils unmittelbar, teils mittelbar von den nun anstehenden Schließungen substanziell betroffen", so Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer.

Finanzhilfen von bis zu 10 Milliarden Euro

Der nun vereinbarte Teil-Lockdown treffe die Betriebe besonders, die durch den ersten Lockdown bereits massiv angeschlagen seien. Es sei daher entscheidend, dass das angekündigte zusätzliche Unterstützungspaket zeitnah festgelegt werde - der Bund plant Finanzhilfen von bis zu 10 Milliarden Euro.

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