LKA Sachsen trennt sich von Pegida-Mann – bei Demo in Dresden gegen Journalisten gepöbelt

"Hutbürger"-Streetart zum Polizeieinsatz bei einer Demo in Dresden.
"Hutbürger"-Streetart zum Polizeieinsatz bei einer Demo in Dresden.
© dpa, Robert Michael, kno

30. August 2018 - 12:57 Uhr

Die Tätigkeit des Mannes beim LKA ist Geschichte

Der Fall sorgte bundesweit für Aufsehen: Ein Teilnehmer einer Pegida-Demonstration in Dresden pöbelte Journalisten an und schleppte sie zur Polizei – später stellte sich dann heraus, dass der Mann beim LKA angestellt ist. Jetzt ist die LKA-Tätigkeit des Mannes Geschichte. Das Landeskriminalamt teilte mit, dass der Tarifangestellte die Behörde bis auf Weiteres verlässt.

Gespräch zwischen LKA, "Hutbürger" und seinem Anwalt

Im Nachgang des Geschehens rund um die Pegida-Demo in Dresden habe man beim LKA das Gespräch mit dem Tarifangestellten und seinem Anwalt gesucht. Mit seiner Zustimmung werde der Mann nun "eine andere, adäquate Tätigkeit außerhalb der Polizei Sachsen wahrnehmen". Die Vereinbarung gelte schon ab dem 3. September.

Vorfall bei Pegida-Demo in Dresden schlug hohe Wellen

Der auch als "Hutbürger" bekanntgewordene Mann fiel durch sein aggressives Verhalten am Rande einer rechtspopulistischen Demo auf. Er wies die ZDF-Journalisten mehrfach an, gemeinsam mit ihm zur Polizei zu gehen, da sie ihm gegenüber "eine Straftat" begangen hätten. Im Zuge dessen wurde das Fernsehteam nach eigenen Angaben 45 Minuten lang von der Polizei an der Arbeit gehindert. Die Beamten der sächsischen Polizei wurden daraufhin für ihren Umgang mit dem ZDF-Fernsehteam bei der Pediga-Demo stark kritisiert. Die später ans Licht gekommene Beschäftigung des Mannes beim LKA Sachsen sorgte erneut für Unmut und warf die Frage auf, ob Sachsens Behörden wirklich politisch neutral sind.