LKA-Ermittler erklärt:

Hier haben die kriminellen Clans überall ihre Finger im Spiel

23. Mai 2019 - 19:01 Uhr

Im Hinterzimmer laufen die krummen Geschäfte

Von außen sehen viele Läden in der Flughafenstraße in Berlin-Neukölln aus wie gewöhnliche Shishabars, Internetcafés oder Computergeschäfte – im Hinterzimmer wickeln die Berliner Clans ihre Geschäfte ab. Im Video erklärt ein LKA-Ermittler, der sich in der Szene gut auskennt, wo die Kriminellen überall ihre Finger im Spiel haben.

Läden dienen zur Tarnung und zur Geldwäsche

Die Clans benutzen die unauffälligen Shops und Cafés, um ihre Prostitutions- und Drogengeschäfte zu tarnen und Schwarzgeld zu waschen. Einer der Läden, die von einer arabischen Großfamilie betrieben wird ist beispielsweise ein Burger-Restaurant. "Am Tag und auch sonst sind da nicht so viele Gäste. Wenn man jetzt aber beim Finanzamt nachfragen würde, was die an Umsätzen abrechen, würde einem wahrscheinlich schwindelig werden", erklärt der Ermittler, der zu seinem eigenen Schutz anonym bleiben möchte.

Ermittler brauchen Monate, um solche Strukturen aufzudecken

Die Clans lassen die Gelder, die sie durch illegale Prostitution und Drogenverkauf einstreichen, in die Kassen solcher Geschäfte fließen und rechnen dann alles scheinbar legal ab. Um solchen Strukturen auf die Schliche zu kommen, sind monatelange, aufwändige Ermittlungsarbeiten nötig. Darum ist es so schwierig den kriminellen Clans das Handwerk zu legen.

In der Dokumentation "Insider packen aus: Die Wahrheit über Clans in Deutschland" bei TVNOW wird genau erklärt, wie die verschiedenen Clans in Deutschland organisiert sind und welche Straßen sie fest im Griff haben.