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LIVETICKER: Reisechaos 2022 - Zum Ferienstart: Erster Flughafen meldet lange Schlangen

Das Reisechaos geht weiter

LIVETICKER: Reisechaos 2022 - Zum Ferienstart: Erster Flughafen meldet lange Schlangen

Reisende steigen vermehrt auf ICE um Noch immer Chaos an Flughäfen
00:45 min
Noch immer Chaos an Flughäfen
Reisende steigen vermehrt auf ICE um

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Das Ferien-Fiasko! Verspätungen, gestrichene Flüge, Chaos bei der Bahn. In unserem Liveticker halten wir Sie immer auf dem Laufenden.

Wegen des Chaos an vielen deutschen Flughäfen suchen Urlauber nach Alternativen und steigen auf die Bahn um. Wie die Lage an den Bahnhöfen aktuell ist, sehen Sie im Video.

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  • 7/7/20224:41:59 AM

    Start in die Sommerferien: Hamburger Flughafen erwartet bis zu 280.000 Passagiere pro Woche

    Zu Beginn der Sommerferien in Hamburg erwartet der Flughafen der Hansestadt jeweils bis zu 280.000 Passagiere pro Woche. Das teilte der Airport am Dienstag mit. An den stärksten Reisetagen seien ab Hamburg rund 155 Starts und ebenso viele Landungen geplant. Man rechne an beliebten Reisetagen wie freitags mit bis zu 43.000 an- und abreisenden Fluggästen. Am Donnerstag, dem ersten Ferientag, könnten es etwa 37.000 sein.

    In diesem Sommer fliegen den Angaben zufolge 50 Fluggesellschaften insgesamt 115 Direktziele ab Hamburg an.

    Für den Ferienstart in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zog der Flughafen eine positive Bilanz. Die von der Geschäftsführung initiierten Koordinationsgespräche zeigten laut Airport Wirkung. "Bereits am vergangenen Wochenende haben sich die intensiven Vorbereitungen ausgezahlt", sagte Sprecherin Katja Bromm. "Alle Partner hier am Standort arbeiten sehr konzentriert, und auch die meisten Fluggäste sind gut vorbereitet und zeigen viel Verständnis." Deswegen gehe man derzeit davon aus, dass die Lage weiter so ruhig bleibe wie beim ersten Ferienwochenende im Norden.
  • 7/7/20228:12:18 AM

    Große Flughafenstandorte haben Bedarf an Aushilfen angemeldet

    Zur Lösung der Abfertigungsprobleme haben die größeren deutschen Flughafenstandorte ihren Bedarf an ausländischen Aushilfen angemeldet. Es seien Anfragen von Flughafenbetreibern sowie privaten Bodenverkehrsdienstleistern eingegangen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbands ADV, Ralph Beisel, am Donnerstag in Berlin. Zahlen für einzelne Standorte könne er nicht nennen.
    Insgesamt hatte der Verband einen Bedarf von rund 2000 Aushilfen angemeldet. Sie sollen im wesentlichen aus der Türkei kommen und nach deutschen Tarifbedingungen beschäftigt werden. Nach Verhandlungen mit der Bundesregierung wird auf eine Prüfung verzichtet, ob für die Jobs nicht doch deutsche Arbeitnehmer zur Verfügung stünden. Bestehen bleiben Sicherheitsüberprüfungen durch die Länderbehörden.
    Die Anwerbung soll die Personalprobleme lindern, die zu zahlreichen Verspätungen und Beschwerden verärgerter Passagiere geführt haben. Der Frankfurter Flughafen rechnet mit einem Einsatz der Leute im September.
  • 7/7/20226:44:27 AM

    EasyJet droht eine Klage von sitzengelassenen Passagieren

    Nachdem Hunderte von Flügen gestrichen wurden und die Passagiere im Ausland gestrandet sind drohen der Fluggesellschaft EasyJet rechtliche Schritte. Die Fluggesellschaft wird beschuldigt, Urlauber nicht über ihr Recht auf Entschädigung informiert zu haben. EasyJet wurde gestern Abend wegen möglicher Verstöße gegen das Verbraucherrecht im Zusammenhang mit Hunderten von annullierten Flügen angeklagt. Urlauber berichteten, dass sie im Ausland 'gestrandet' sind, auf dem Boden des Flughafens geschlafen haben oder Hunderte von Pfund für neue Flüge ausgeben mussten, nachdem die Billigfluggesellschaft ihre Flüge gestrichen hatte, schreibt die Dailymail. EasyJet will sich gegen die Klage wehren.
  • 7/7/20224:14:11 AM

    Landesarbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sieht Verantwortung bei Arbeitgebern

    Angesichts der teils chaotischen Zustände an den Flughäfen in Nordrhein-Westfalen hat Landesarbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) die Arbeitgeber kritisiert. Diese seien aus seiner Sicht "ganz klar" für die Situation verantwortlich, sagte Laumann der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Donnerstag). "Zum einen konnte das Personal über die Pandemie trotz Kurzarbeitergeld und staatlicher Unterstützung nicht gehalten werden. Zum anderen haben sich die Betreiber nicht frühzeitig vorbereitet."

    Laumann bemängelte zudem, dass viele freie Stellen gar nicht erst gemeldet würden. "Es wundert mich schon sehr, dass die Arbeitgeber bisher nur vereinzelt Stellen in der Jobbörse aufgegeben haben, zum Beispiel in Düsseldorf nur 13 Stellen für Gepäckabfertiger und nur eine Stelle für einen Luftsicherheitsassistenten." Er erwarte, "dass die Arbeitgeber ihre Aktivitäten auf dem Arbeitsmarkt schnellstmöglich hochfahren und sich um zusätzliches Personal bemühen".

    Mit Blick auf den möglichen Einsatz ausländischer Arbeitskräfte auf den Flughäfen sagte Laumann: "Wenn Arbeitgeber Anträge auf eine Vorrangprüfung stellen, sollen diese deutlich unterhalb der gesetzlichen Frist von zwei Wochen durch die Agenturen für Arbeit entschieden werden."
  • 7/6/20224:23:15 PM

    British Airways streicht 10.300 weitere Kurzstreckenflüge


    Die Fluggesellschaft British Airways streicht 10.300 weitere Kurzstreckenflüge bis Ende Oktober. Damit wolle das Unternehmen seinen Kunden Sicherheit geben und "so viele unserer Ferienflieger wie möglich schützen", teilte die Fluglinie am Mittwoch mit. Die hohe Nachfrage im Sommer bei gleichzeitigem Personalmangel macht vielen Fluggesellschaften aktuell zu schaffen.

    Um das Chaos im britischen Luftverkehr zu bewältigen, hatte die britische Regierung kurz vor der Hauptreisesaison die Vorschriften für die Start- und Landerechte an den Flughäfen gelockert. Fluglinien können damit Verbindungen streichen und auf die sogenannten Slots verzichten, ohne fürchten zu müssen, die teuren Startrechte zu verlieren. Allerdings müssen die Airlines ihre Streichungen bis Freitag mitteilen.

    Mit den neuen Streichungen hat British Airways in diesem Sommer nach Angaben der Nachrichtenagentur PA insgesamt 13 Prozent aller Flüge storniert. "Während der Großteil unserer Flüge nicht betroffen ist und die Mehrheit der Kunden wie geplant verreisen kann, unterschätzen wir die Auswirkungen nicht, die das hier haben wird", teilte das Unternehmen mit. Betroffene Kunden könnten ihre Flüge umbuchen oder den Preis erstattet bekommen.


  • 7/6/20224:16:02 PM

    Bundesarbeitsminister Heil rügt Fluggesellschaften

     
    „Wenn man nicht nach Tarif bezahlt, muss man sich nicht wundern, dass für so schwere Arbeit man keine Leute mehr findet“, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil heute gegenüber RTL/ntv. Heil bemängelt, dass viele Fluggesellschaften in der Coronakrise zu viele Mitarbeiter entlassen hätten, auch mit Abfindungen. „Jetzt haben wir den Salat“, so der SPD-Minister. 
     
    Um die Personalnot zu lindern, darf die Luftverkehrsbranche befristet Hilfskräfte aus dem Ausland beschäftigen. Außerdem hat Heil die Jobcenter und die Arbeitsagenturen an den Standorten angewiesen mitzuhelfen, „damit auch aus dem Heer der Arbeitslosen Leute gefunden werden.“
  • 7/6/20221:58:58 PM

    Nur noch jeder vierte Frankfurt-Flug pünktlich - Zoff bei Lufthansa

    Bei der Lufthansa liegen die Nerven blank. Flankierend zu einer von den Gewerkschaften durchgesetzten Krisen-Sitzung des Aufsichtsrats haben einige Personalvertretungen das Krisen-Management des Vorstands scharf kritisiert. Hintergrund sind zahlreiche Flugausfälle und mangelnde Serviceleistungen in den vergangenen Wochen, die zum Beispiel am Drehkreuz Frankfurt zu extrem niedrigen Pünktlichkeitswerten geführt haben.

    In der vergangenen Woche waren laut einer internen Auswertung, die der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vorlag, gerade einmal 41,2 Prozent aller Lufthansa-Flüge pünktlich. Am Drehkreuz Frankfurt traf das sogar nur für gut jeden vierten Flug zu (26 Prozent). Konzernvorstand Detlev Kayser beklagte in dem Dokument eine massive Unterbesetzung bei den Dienstleistern der Bodenverkehrsdienste.

    Im Zentrum der Kritik bei der Lufthansa steht Vorstandschef Carsten Spohr, der zuletzt eingeräumt hatte, es während der Corona-Krise "an der ein oder anderen Stelle" mit dem Sparen übertrieben zu haben. Die Betriebsräte sehen das anders: "Anstatt die Krise der gesamten Luftfahrtbranche als Chance zu sehen, mit vereinten Kräften einen gemeinsamen Weg durch die Pandemie zu finden, sah der Konzernvorstand darin offensichtlich vielmehr die Gelegenheit, langfristig tarifliche und betriebliche (Kosten-) Strukturen abzusenken." In den kommenden Wochen und Monaten stehen zudem harte Tarifverhandlungen für das Bodenpersonal und die Piloten der Kerngesellschaft an.

    Die Lufthansa äußerte sich zunächst nicht zum Verlauf und Inhalt der Aufsichtsratsitzung. Die Vize-Vorsitzende und Verdi-Gewerkschafterin Christine Behle hatte vom Management konkrete Handlungsprogramme verlangt. Sie höre wegen der Dauerbelastung von Krankenständen in einzelnen Einheiten von bis zu 40 Prozent. Auch nähmen die tätlichen und psychischen Angriffe auf das Personal besorgniserregend zu.
  • 7/6/20221:13:16 PM

    Flug-Chaos: Scholz mahnt generell bessere Arbeitsbedingungen an

    Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat angesichts der erheblichen Probleme an deutschen Flughäfen wegen Personalengpässen grundsätzlich bessere Arbeitsbedingungen angemahnt. Es sei einer der Gründe für die Schwierigkeiten, dass "zu viele weggeschickt" worden seien, sagte Scholz am Mittwoch im Bundestag mit Blick auf Personalabbau in der Branche während der Corona-Krise. Zudem seien Arbeitsbedingungen nicht so attraktiv, dass diejenigen Beschäftigten, die sich etwas Neues gesucht hätten, jetzt zurückkehrten.

    Zu den Maßnahmen der Bundesregierung gehöre daher nicht nur die Erlaubnis für die Branche, dass Beschäftigte aus dem Ausland geholt und zu Tariflöhnen direkt eingestellt werden könnten. "Sondern es wird auch dazugehören, dass man generell bessere Arbeitsbedingungen in diesem Bereich schafft", sagte Scholz.

    Fehlendes Personal unter anderem bei der Gepäckabfertigung hatte an Flughäfen zur Sommerreisezeit teils chaotische Zustände mit langen Wartezeiten ausgelöst. In der Corona-Krise hatten Flughäfen, Airlines und Dienstleister Personal abgebaut und Fachkräfte verloren, die sich andere Jobs suchten. Die Bundesregierung hatte als Abhilfe rasche Regelungen zugesagt, damit Betreiber vorübergehend leichter Personal vor allem aus der Türkei anheuern können - mit konkreten Vorgaben, um Sozialdumping zu unterbinden.
  • 7/6/202211:05:46 AM

    Stressfrei trotz Reisechaos: So können Sie sich gut auf die Zeit am Flughafen vorbereiten

    Der erste Tag des Urlaubs ist da: Die Koffer sind gepackt und man fährt voller Vorfreude Richtung Flughafen. Doch die Ferienstimmung kann aktuell ziemlich schnell kippen, wenn man plötzlich mit Zeitdruck vor einer überfüllten Sicherheitskontrolle steht. Wir erklären, wie Sie sich gut vorbereiten. 
  • 7/6/20229:36:43 AM

    Lufthansa-Mitarbeiter aufgewühlt: Passagiere werfen mit Monitoren nach uns!

    Während der Coronapandemie wurde viel Personal abgebaut, was für das aktuelle Reisechaos mit verantwortlich ist. "Man hat sich auf ganz schnelle Lösungen versteift, die am Ende dazu geführt haben, dass wir jetzt zu wenig Personal haben", so Baier.

    Vor allem die Airline-Mitarbeiter sind am Limit. "In einem Brief an den Aufsichtsrat machen die Lufthansa-Mitarbeitervertretungen unmittelbare 'Fehlentscheidungen' der Konzernspitze für eine aktuell viel zu dünne Personaldecke bei der größten deutschen Fluggesellschaft verantwortlich", schreibt aero.de

    "Es wurde vom Konzernvorstand (...) noch bis Februar 2022 suggeriert, man müsse Lufthansa massiv redimenisionieren und Personal freistellen", heißt es in dem Schreiben vom Mittwoch, das aero.de vorliegt. "Bereits zu diesem Zeitpunkt war eine spürbare Buchungsnachfrage für die Sommermonate 2022 erkennbar."

    Der Brief schildert die angespannte Lage des Arbeitsalltags der Mitarbeiter am Flughafen wider. "Am Flughafen werden Kolleg*innen mit Polizeischutz vom Gate geführt, ein Kollege wurde niedergeschlagen, Monitore werden herausgerissen und den Kolleg*innen nachgeworfen", halten die Verfasser fest. Einsatzplanung, Creweinsatz, Flugsteuerung und Verkehrszentrale arbeiteten ebenfalls "an der physischen und psychischen Grenze des Leistbaren".

    Deswegen, so aero, fordern die Mitarbeitenden "deutliche Kurskorrekturen": "Sparen um jeden Preis wird seit Jahren als Alheilmittel der Zukunftssicherung angesehen und das Personal und der Kunde unseres Dienstleistungsunternehmens geraten völlig aus dem Blick". 
    Das Verhältnis der Mitarbeitenden zum aktuellen Konzernvorstand sei inzwischen "nachhaltig beschädigt".

  • 7/6/20228:12:57 AM

    Flughafen-Chef: Abfertigungsprobleme noch über Monate

    Die Abfertigungsprobleme am größten deutschen Flughafen in Frankfurt werden nach Einschätzung des Betreibers noch mehrere Monate anhalten. Man werde sich noch zwei bis drei Monate auf dem gegenwärtigen Niveau bewegen und auch noch weitere Flüge streichen müssen, sagte Fraport-Vorstandschef Stefan Schulte am Dienstagabend. Mit Blick auf den Schulferienbeginn in Hessen und Rheinland-Pfalz am 23. Juli sagte er: "Die Sommer-Peaks kommen noch."

    In Kooperation mit dem Hauptkunden Lufthansa sind in Frankfurt für die Monate Juli und August bereits mehrere hundert Flüge gestrichen worden. Die maximale Stundenkapazität des Flughafens wurde um 10 auf 94 Flugbewegungen pro Stunde abgesenkt, um die Abfertigung der verbleibenden Flüge zu verbessern. Das sei notwendig, um das System stabil zu halten, sagte Schulte. "Das totale Chaos haben wir bislang vermieden."

    Es gebe eine relativ hohe Unpünktlichkeit und insbesondere beim Gepäck lange Wartezeiten, für die sich Schulte bei den Passagieren entschuldigte. Derzeit werde die Verladung abgehender Flugzeuge sowie das Gepäck von Transit-Passagieren priorisiert. Wer in Frankfurt seine Reise beende, müsse daher auch schon mal zwei Stunden auf die Koffer warten. Zusätzlicher Aufwand entstehe, wenn die Fluggäste ohne Gepäck den Flughafen verließen, weil das Gepäck dann nachträglich zugestellt werden müsse. Vergleichsweise problemlos verliefen die Passagierkontrollen.

    Schulte räumte ein, die Entwicklung im Laufe der Corona-Krise falsch eingeschätzt zu haben. Die Abwanderung von Beschäftigten mit niedrigen Einkommen habe man aber selbst mit aufgestocktem Kurzarbeitergeld nicht verhindern können, weil diese Menschen auch auf die Schichtzulagen angewiesen seien. Sie hätten sich in anderen Branchen Jobs gesucht.

    Fraport hat nach Schultes Angaben seit Spätsommer 2021 fast 1000 Leute wieder neu eingestellt, hat aber Bedarf für mehrere hundert weitere. Er sei Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) dankbar, dass nun die schnelle Anwerbung von Aushilfen aus der Türkei ermöglicht werde, meinte Schulte. Er rechne zwar damit, dass ihr Einsatz noch rund zwei Monate auf sich warten lasse, aber auch das sei eine wichtige Entlastung. Ohnehin werde der Bedarf an Industrie-Arbeitskräften in den kommenden Jahren stark steigen.
  • 7/6/20227:29:59 AM

    Aktuelle Daten: Luftfahrt mit Rekordumsatz und trotzdem kaum Mitarbeiter

    Im April 2022 stiegen die Umsätze in der Personenbeförderung in der Luftfahrt deutlich an. Im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2021 um 359,8 %. Während der Coronapandemie wurden viele Flüge gestrichen, wodurch weniger Menschen reisen konnten und dadurch die Umsätze stark einbrachen. Auch die Zahl der Beschäftigten an deutschen Flughäfen hatte während der Pandemie deutlich abgenommen. 

    Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes waren im April 2022 in der Personenbeförderung in der Luftfahrt 6,6 % weniger Menschen angestellt als im Vorjahresmonat. Vergleicht man die Zahlen mit dem April 2019 waren es sogar 11,3 % weniger. Die Anzahl der Beschäftigten in dieser Branche sank im April 2022 somit auf der niedrigsten Wert seit 2015.
  • 7/6/20226:48:55 AM

    Flüge deutlich teurer als vor Corona 

    Es ist Ferienzeit und Flüge ins Ausland sind wieder fast genau so machbar, wie vor der  Corona-Pandemie. Die Preise sind im Vergleich zum Sommer 2019 jedoch stark gestiegen. 
    Vor allem die Flüge nach Spanien verteuerten sich. Während Reisende vor der Pandemie im Schnitt 165 Euro für einen Hin- und Rückflug zahlten, sind es aktuell durchschnittlich 272 Euro. Das ist ein Plus von 65 Prozent. Außerdem sind die Preissteigerungen für Flüge nach Italien (+58 Prozent) und Portugal (+52 Prozent) ebenfalls stark gestiegen.
    "Hauptgründe für deutlich teurere Flugreisen sind die Inflation und der Kostenanstieg beim Kerosin" , sagt Christian Meier, Geschäftsführer Flüge bei CHECK24. "Gleichzeit trifft eine gestiegene Nachfrage nach Flugreisen auf Airlines, die ihre Flotten deutlich verkleinert haben und damit auf ein vermindertes Angebot."
    Im Schnitt stiegen die Flugpreise der zehn am häufigsten gebuchten Reiseziele um 44 Prozent. Die Preissteigerung für Flüge nach Amerika war mit einem Plus von 11 Prozent dagegen geringer. Flüge nach Großbritannien hatten einen Preisanstieg von 9 Prozent.

    "Zwar ist das Preisniveau bei Flügen derzeit höher als vor der Pandemie, trotzdem lassen sich durch Preisvergleiche und frühzeitige Buchung noch immer günstige Tickets ergattern" , sagt Christian Meier. "Für alle, die erst im Spätjahr verreisen wollen, sind noch Frühbucherschnäppchen möglich."
  • 7/5/202212:48:44 PM

    "Das System ist ziemlich marode" - Sind die Airlines selbst Schuld am Flugchaos?

    Das aktuelle Chaos im europäischen Luftverkehr ist nach Auffassung der Gewerkschaft Verdi eine Folge des überzogen harten Wettbewerbs zu Lasten der Beschäftigten. Die Corona-Pandemie habe die Situation zwar noch verschärft, aber grundsätzlich seien die Probleme schon zuvor offen sichtbar gewesen, sagte die Verdi-Vizevorsitzende Christine Behle der Deutschen Presse-Agentur. "Die Arbeitgeber haben den Bogen überspannt, so dass kaum noch jemand in der Luftfahrt arbeiten will." Behle sagte: "Das System ist ziemlich marode. Die Tickets decken nicht die Kosten und wir haben unterirdische Arbeitsbedingungen. Irgendjemand muss für das Fliegen zahlen. Bislang war es das Personal. Das kann nicht so bleiben."

    Seit Mitte der 1990er-Jahre haben die Arbeitsbedingungen in der Luft und am Boden massiv verschlechtert und die Gehälter gedrückt, kritisierte die Gewerkschafterin. Die Schaffung von Konkurrenzsituationen etwa bei der Flugzeugabfertigung habe zu Billigst-Ausschreibungen und einem kontinuierlichen Lohnverfall geführt. Zudem habe die Zersplitterung der verschiedenen Dienstleistungen ein massives Steuerungsproblem an den Flughäfen hervorgebracht. Airlines wie Flughäfen hätten den schnellen Hochlauf des Verkehrs in diesem Sommer falsch eingeschätzt und zudem das vorhandene Personal nicht vollständig gehalten. 
  • 7/5/202211:17:02 AM

    Wieder längere Wartezeiten am Flughafen Düsseldorf

    Am Flughafen Düsseldorf sind Fluggäste am Dienstagmorgen erneut auf eine Geduldsprobe gestellt worden. Im Bereich der Luftsicherheitskontrolle sei es während der Spitze zu einer Wartezeit von bis zu 50 Minuten gekommen, teilte die Bundespolizei auf Anfrage mit. Betroffene Passagiere berichteten am frühen Morgen zwischen 6.00 und 7.00 Uhr, dass sie bis zu eineinhalb Stunden vor der Sicherheitskontrolle gewartet hätten.

    Die Ursachen für die Schlangen seien "vielschichtig", sagte eine Sprecherin der Bundespolizei. Als Gründe nannte sie neben dem Personalansatz etwa die Fluggastinformation, die Vorbereitung der Passagiere auf den Flug, aber auch die Vergabe von zu vielen Flugslots in Spitzenzeiten. "Zudem ist das Mitführverhalten von Handgepäck und Flüssigkeiten bedauerlicherweise nach wie vor ein Umstand, der die Prozessabläufe in den Sicherheitskontrollstellen massiv hemmt." Die Bundespolizei empfahl Fluggästen, nur die Dinge mit an Bord zu nehmen, welche während des Fluges zwingend gebraucht würden.

    Nach Angaben des Düsseldorfer Flughafens wurden am Dienstag insgesamt 48 000 Passagiere am Airport erwartet - 9000 weniger als am Montag. Am Samstag, dem dritten Sommerferien-Wochenende, rechnet der Airport mit 57 000 Reisenden und am Sonntag mit 61 000.
    Am vergangenen Wochenende hatte sich die Lage an den Flughäfen in Nordrhein-Westfalen zunächst entspannt. Reisende mussten in Düsseldorf am Samstag und Sonntag wesentlich geringere Wartezeiten bei den Sicherheitskontrollen in Kauf nehmen als eine Woche zuvor.
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