Live-Ticker zum Schneesturm in Deutschland

Zwei Tote im Schnee entdeckt ++++ Dach von Holzfachhandel eingestürzt

09. Februar 2021 - 6:07 Uhr

Schneesturm legt Regionen Deutschlands lahm

Der "Flockdown" lähmt weite Teile Deutschlands. Schnee und Eis behindern den Verkehr auf Straßen und Schienen. Mancherorts fällt die Müllabfuhr aus und bleiben Kitas zu. Im Ruhrgebiet bilden sich beim Löschen sogar Eiszapfen an den Helmen von Feuerwehrleuten. Schnee und Eis haben den Straßen- und Schienenverkehr in vielen Regionen Deutschlands auch zum Start in die neue Woche lahmgelegt. Bei der Deutschen Bahn kam es nach eigenen Angaben auch am Montag in weiten Teilen des Landes zu Verspätungen und Zugausfällen. In NRW wurden zwei Menschen tot im Schnee entdeckt (siehe Meldung 14.30 Uhr).

Und nach dem Schnee kommt eine Kältewelle auf Deutschland zu. Tief TRISTAN über Mitteleuropa und dem zentralen Mittelmeer sorgt im Zusammenspiel mit Hoch GISELA über Skandinavien weiterhin für eisiges Winterwetter hierzulande mit bis zu -20 Grad in den Nächten.

In unserem Ticker halten wir Sie ganz aktuell auf dem Laufenden.

23:00 Uhr: Stau-Chaos auf A2 bei Dortmund - Fahrer harren stundenlang aus

Bei Minusgraden und Schnee ist der Verkehr auf der Autobahn 2 bei Dortmund für mehrere Stunden komplett zum Erliegen gekommen. Auf der Fahrbahn in Richtung Oberhausen hatten sich am Montagnachmittag Dutzende Lastwagen festgefahren, die vom Technischen Hilfswerk befreit werden mussten, wie die Polizei mitteilte. Zwischen der Abfahrt Kamen/Bergkamen und dem Autobahnkreuz Dortmund staue sich der gesamte Verkehr, niemand komme mehr durch.

"Wir versuchen gerade, das Knäuel zu entwirren", sagte ein Polizeisprecher am Abend. Unfälle habe es nicht gegeben. Auto- und Lastwagenfahrer harrten jedoch seit Stunden in der Kälte aus und würden von Feuerwehr und THW versorgt.

21:13 Uhr: Unangeschnallte Autofahrerin rutscht in Gegenverkehr

Eine Autofahrerin ist beim Abbiegen auf der Bundesstraße 47 in den Gegenverkehr gerutscht und mit einem anderen Wagen kollidiert. Da die 52-Jährige nicht angeschnallt gewesen sei, sei sie aus dem Fenster geschleudert worden und habe schwere, jedoch nicht lebensgefährliche Verletzungen erlitten, teilte die Polizei mit.

Der Unfall passierte am Montagnachmittag auf glatter Fahrbahn an der Abfahrt nach Dreisen (Rheinland-Pfalz). Beide Autos mussten mit Totalschaden abgeschleppt werden.

19.36 Uhr: Alltagshelfer packen mit an

Immer wieder kämpfen Menschen mit den Schneemassen, aber überall gibt es Alltagshelden, die einem aus der Patsche helfen.

19.26 Uhr: Schwierigkeiten bei Löscharbeiten - Autos standen wegen Schneemassen im Weg

Bei einem Kellerbrand in der Bad Salzufler Waldstraße ist am frühen Montagabend ein Mensch verletzt worden. Gegen 17 Uhr erreichte die Leitstelle Lippe in Lemgo der Notruf. Schwarzer Rauch drang aus dem Keller. Nach ersten Einschätzungen hat ein dort befindlicher Wäschetrockner Feuer gefangen. Die Feuerwehr, die mit rund 35 Einsatzkräften vor Ort war, hatte den Brand schnell unter Kontrolle. Schwierigkeiten bereiteten den Einsatzkräften schlecht abgestellte Fahrzeuge aufgrund der Schneemassen. Zum Teil mussten die PKW mit Muskelkraft dichter an den Straßenrand bewegt werden, um ein Durchkommen der Einsatzfahrzeuge zu ermöglichen.

18.12 Uhr: Schnee behindert Brief- und Paketzustellungen

Das eisige Wetter samt Schneefall hat auch bei der Deutschen Post DHL zu Beeinträchtigungen geführt. Am Montag sei es unter anderem wegen gesperrter Autobahnen in Teilen Deutschlands zu Verzögerungen bei der Zuführung von Paketsendungen zu Sortierzentren gekommen, sagte ein Konzernsprecher in Bonn. Dies habe zur Folge gehabt, dass in manchen Gebieten die Zustellung ausgefallen sei. Als Beispiele für teilweise betroffene Bundesländer nannte der Sprecher Nordrhein-Westfalen und Thüringen.

In Thüringen fiel die Zustellung von Briefen und Paketen fast komplett aus – nur im Thüringer Wald waren mancherorts einige Fahrzeuge unterwegs. Bei den teils chaotischen Straßenverhältnissen habe die Gesundheit der Mitarbeiter im Vordergrund gestanden, hieß es von der Post. Für diesen Dienstag rechnet der Konzern in Deutschland mit einer "Beruhigung und weitgehenden Normalisierung im Betrieb".

18.09 Uhr: NRW weitet das LKW-Fahrverbot aus

Das seit Sonntag geltende Fahrverbot für Lastwagen auf den Autobahnen von Westfalen wird bis Montagabend um 22 Uhr verlängert. Nach Abklingen des Berufsverkehrs werde das Fahrverbot aber aufgehoben, teilte die Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH des Bundes mit. Wegen des Wintereinbruchs mit heftigen Schneefällen hatten sich am Sonntag zahlreiche Lastwagen auf den Fahrbahnen quergestellt. "Häufig kamen die Streu- und Räumdienste nicht mehr durch", erklärte die Autobahn GmbH.

17.59 Uhr: Schulen bleiben am Dienstag in Münster geschlossen

Wegen des Winterwetters bleiben in Münster am Dienstag alle Schulen zu. Betroffen sei auch die Notbetreuung, teilte die Stadt am Montag mit. Die Entscheidung sei in Abstimmung mit den Schulen getroffen worden, erklärte die Kommune. Am Vormittag hatte es noch geheißen, nur die Notbetreuung an Grundschulen solle am Dienstag schließen.

17.43 Uhr: NRW-Polizei zieht Bilanz über Schneesturm-Einsätze

 Stemwede, Deutschland 07. Februar 2021: Tief Tristan sorgt für viel Schnee und Wind im Kreis Minden-Lübbecke. Stemwede-Drohne Nordrhein Westfalen *** Stemwede, Germany 07 February 2021 Low Tristan causes a lot of snow and wind in the district of Min
Tief Tristan sorgt für viel Schnee und Wind im Kreis Minden-Lübbecke.
© imago images/Fotostand, Fotostand / Andre Havergo via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat Bilanz zum Geschehen am Wochenende gezogen. So waren die Beamten bis zum Montag Morgen zu insgesamt 1.568 Einsätzen gerufen worden, darunter 729 Verkehrsunfälle. In Duisburg starb ein Fahrer, weil er mit seinem Wagen von der Straße abgekommen und in einen Bach gestürzt war. Bei weiteren Verkehrsunfällen verletzten sich drei Menschen schwer und 63 leicht. Darüber hinaus zählte die Polizei von Samstag (6. Februar) auf Sonntag (7. Februar) 122 weitere witterungsbedingte Einsätze.

Die Feuerwehren und Hilfsorganisationen in NRW rückten zu 717 Einsätzen aus. 3.733 Kräfte waren hierbei im Einsatz (Stand: 8. Februar, 10 Uhr). Sie halfen bei Verkehrsunfällen, liegen gebliebenen Fahrzeugen, Sturmschäden oder umgekippten Bäumen. In Minden-Lübbecke rückte die Feuerwehr zum örtlichen Impfzentrum aus. Dort hatten Teile des Zelts den Schneemassen nicht mehr standgehalten. Beim Einsturz war niemand verletzt worden. Auch der heutige Impfstart war nicht gefährdet. In Viersen war ein Baum auf eine Stromleitung gekippt. 300 Haushalte hatten für etwa zwei Stunden keinen Strom.

17.33 Uhr: Der Briefkastenschneemann

Dass der Schneesturm offenbar auch die Kreativität anschiebt, beweist Twitter-Nutzer Grantscherm in seinem Tweet. Recht amüsant, wie wir finden.

17.13 Uhr: Dach eines Holzhandels

08.02.2021, Nordrhein-Westfalen, Rheine: Das Hallendach eines Holzfachhandels ist nach heftigen Schneefällen eingestürzt. Nach Angaben einer Polizeisprecherin stürzten die Schneemassen kurz vor Geschäftseröffnung gegen 9.00 Uhr in den Verkaufsraum. (
Zu viel Schnee: Dach eines Holzfachhandels in Rheine stürzt ein.
© dpa, Nord-West-Media TV, gfh

Unter der tonnenschweren Last von Schnee ist am Montag in Rheine das Dach eines Holzfachhandels zusammengebrochen. Nach Angaben einer Polizeisprecherin stürzten die Schneemassen kurz vor Geschäftseröffnung gegen 9 Uhr in den Verkaufsraum. Vermutlich war zuvor ein Dachträger unter der Last gebrochen. Menschen wurden nach Angaben der Polizei nicht verletzt.

16.36 Uhr: Bundesverkehrsminister appelliert an Bürger

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat an die Bürger im Norden und in der Mitte des Landes appelliert, angesichts der Wetterlage mindestens bis Mittwoch auf Reisen zu verzichten. "Bei solchen extremen Bedingungen können selbst die beste Weichenheizung und das beste Räumfahrzeug an ihre Grenzen geraten", sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Deshalb gilt zumindest für die Mitte und den Norden vorerst weiter: Wer nicht unbedingt unterwegs sein muss, sollte zuhause bleiben."

16.20 Uhr: Skifahrer auf Leipzigs Straßen

So kann man es auch machen: Twitter-Nutzerin Kathleen Retzar zeigt, wie in Leipzig ein Skifahrer über die verschneiten Straßen fährt.

16.11 Uhr: THW und ADAC im Dauereinsatz

13.01.2021, Hamburg: Ein Fahrzeug der ADAC-Pannenhilfe fährt durch den Stadtteil Eimsbüttel. Foto: Marcus Brandt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Die gelben Engel des ADAC haben alle Hände voll zu tun.
© dpa, Marcus Brandt, bra alf

Das Technische Hilfswerk (THW) war mit Stand Montagvormittag innerhalb von 24 Stunden bundesweit mit 685 Helfern aus 64 Ortsverbänden im Einsatz, wie eine Sprecherin sagte. Die Helfer räumten demnach Straßen frei, enteisten Gleise, bargen Lastwagen, befreiten Gebäudedächer von Schneelasten und versorgten Klinken mit Lebensmitteln.

Auch die Pannenhelfer des ADAC waren im Dauereinsatz. So rückten sie allein in Niedersachsen und Bremen am Sonntag zu mehr als 800 Einsätzen aus – am Montagmorgen wurden 600 weitere Hilferufe registriert, wie der Automobilclub mitteilte. Gleichzeitig richteten sich nach Beobachtung der Polizei die Autofahrer auf die schwierigen Bedingungen ein. "Es schneit hier wie verrückt, aber die Leute fahren alle vorsichtig", sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei Garbsen bei Hannover.

15.51 Uhr: Fahrverbot für LKWs verlängert

Das andauernde Schneetreiben beeinflusst die Verkehrslage weiterhin erheblich. Die Polizeibehörde Bielefeld verzeichnet vermehrt Gefahrenstellen auf den ostwestfälischen Autobahnen durch liegengebliebene LKW, die trotz des Fahrverbots unterwegs sind.

Die Autobahn GmbH des Bundes hat das Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen auf den ostwestfälischen Autobahnabschnitten bis 18 Uhr, 8.Februar, verlängert.

15.40 Uhr: Corona-Impfstoff-Lieferung verzögert sich

 Symbolbild Coronaserum-Impfstoffdose mit Spritze Corona-Impfstoff *** Symbol image Coronaserum vaccine can with syringe Corona vaccine
Das anhaltende Winterwetter in Niedersachsen erschwert auch die Corona-Impfkampagne.
© imago images/Martin Wagner, Martin Wagner via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Das anhaltende Winterwetter in Niedersachsen erschwert auch die Corona-Impfkampagne. Das Gesundheitsministerium in Hannover sagte in Abstimmung mit der Polizei am Montag die Impfstofflieferungen für zwölf Impfzentren ab. Frühestens am Dienstag solle je nach Wetterlage damit begonnen werden, die Lieferungen nachzuholen, sagte ein Ministeriumssprecher.

Wer bereits einen Impftermin hat, derzeit aber wetterbedingt nicht zum Impfzentrum kommen kann, soll "so schnell und unkompliziert wie möglich" einen Nachholtermin bekommen. Eine erneute Anmeldung über die Hotline oder das Internetportal ist dafür nicht nötig, die Abstimmung läuft über die Kommunen als Betreiber der Impfzentren.

14.30: Bereits zwei Todesopfer am Montag

In der Bielefelder Innenstadt hat die Polizei am Montagmorgen im Schneetreiben einen Toten gefunden. Nach Angaben eines Sprechers in der nordrhein-westfälischen Stadt sind die Umstände derzeit noch offen. Unklar sei demnach noch, ob es sich um einen medizinischen Notfall handelt oder ob die Person in dem Unwetter erfroren ist. Die Ermittlungen der Kollegen vor Ort seien noch nicht abgeschlossen. Auch am Niederrhein gab es ein Todesopfer. Eine Zeugin hatte einen offenbar gestürzten Radfahrer im Reeser Stadtgarten entdeckt. Ein hinzugerufener Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes, ein 58-Jähriger aus Rees, feststellen. Ob der Radfahrer durch einen witterungsbedingten Sturz zu Tode kam oder ob ein internistischer Notfall vorlag, ist derzeit noch unklar.

13.49 Uhr: Dortmunder Polizei bittet darum, zu Hause, zu bleiben

08.02.2021, Sachsen-Anhalt, Möckern: Lastwagen stauen sich auf der A2 an einer Unfallstelle. Bei frostigen Temperaturen kann es den ganzen Tag immer wieder schneien. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Kein seltenes Bild auf deutschen Autobahnen: LKWs stecken bei dem Winterwetter fest und stauen sich.
© dpa, Klaus-Dietmar Gabbert, kdg lop

Glatteis, Schnee und Minusgrade führen immer wieder dazu, dass es in Dortmund, Lünen und auf den umliegenden Autobahnen zum Stillstand der Fahrzeuge kommt. Jede Steigung oder Auf- und Abfahrten sowie leichte Kurven stellen bei dieser Witterung eine echte Herausforderung dar.

Zu witterungsbedingten Verkehrsunfällen im Dortmunder Stadtgebiet fuhr die Polizei 19 Mal, auf der Autobahn rückten die Polizisten dazu 12 Mal aus. In Dortmund, Lünen und auf den Autobahnen fuhren sich immer wieder an verschiedenen Stellen Autos oder Lastwagen fest. Für Letztere ab 7,5 Tonnen gilt ein Fahrverbot auf einigen Autobahnen in NRW. Angesichts der aktuell anhaltenden winterlichen Straßenverhältnisse bittet die Dortmunder Polizei erneut darum, nicht dringend erforderliche Autofahrten abzusagen.

13.26 Uhr: Standup-Paddler auf dem Rhein

Mehrere Zeugen haben am Sonntagnachmittag in Köln ihren Augen nicht getraut: Während sie in dicker Winterjacke, Mütze und Handschuhen bei Schneefall unterwegs waren, fuhr ein Standup-Paddler im Neoprenanzug talwärts auf dem Rhein (Rheinkilometer 685). Die Wasserschutzpolizei konnte den 61-Jährigen sichten und überreden, auf das Streifenboot überzusteigen. Auch das SUP-Board brachten die Polizisten an Land. Warum sich der Mann trotz Verbot der Schifffahrt - worunter der Paddler fällt - auf dem Rhein den teilweise lebensgefährlichen Risiken ausgesetzt hat, wollte er nicht erzählen. Die Beamten setzten ihn im Hafen Köln-Deutz ab und schrieben eine Ordnungswidrigkeitenanzeige.

13.15 Uhr: Zeitungen können nicht zugestellt werden

Zeitungszusteller
Schnee und Eis haben am Montag vielerorts die Zustellung von Tageszeitungen erschwert.
© deutsche presse agentur

Schnee und Eis haben am Montag vielerorts die Zustellung von Tageszeitungen erschwert. Zahlreiche Blätter boten daher Lesern vorsorglich die aktuelle Ausgabe kostenlos als E-Paper im Internet an. Zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen: Die "Münstersche Zeitung" teilte auf ihrer Webseite am frühen Morgen mit, dass es aufgrund der Witterung in einigen Bereichen des Verbreitungsgebietes zu Verzögerungen bei der Zustellung kommen könne. Auch "Die Glocke" schrieb auf ihrer Webseite von Verspätungen sowie Ausfällen - und schaltete das E-Paper frei. Eine ähnliche Lage in Sachsen: Die "Leipziger Volkszeitung" (LVZ) richtete sich ebenfalls an die Leser. «Leider sind am Montag auch unsere Zustellerinnen und Zusteller bei der Wetterlage nur schwer vorangekommen – in einigen Gebieten in den Landkreisen konnten wir die gedruckte LVZ gar nicht zu Ihnen bringen." Dieses Bild zeigte sich bei weiteren Tageszeitungen, darunter in Bayern bei der "Main-Post". Auch die "Allgäuer Zeitung" wich auf das E-Paper-Angebot aus.

12:10 Uhr: Zu viel Eis - Seenotretter aus Hafen befreit

12:00 Uhr: LKW-Fahrverbot auf Autobahnen verlängert

Das unwetterbedingte Fahrverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen auf den Autobahnen bleibt rund um Osnabrück bis zum späten Montagabend (0.00 Uhr) bestehen. Das Verbot betreffe weiterhin die A1, die A30 und die A33, wie die Polizei Osnabrück mitteilte. «Vermeidet bitte weiterhin alle nicht notwendigen Fahrten», hieß es in einem Tweet der Beamten auf Twitter. Für die Autobahnabschnitte im Emsland und in der Grafschaft Bentheim, wo das Verbot zunächst auch galt, lief die Regelung am Mittag aus.

11:30 Uhr: Fährverkehr auf der Nordsee gestört

Anhaltender starker Ostwind und damit einhergehendes Niedrigwasser sorgen auch am Montag für Probleme beim Fährverkehr von und zu vielen Ostfriesischen Inseln. Die Verbindungen zwischen Baltrum und Nessmersiel sowie die Fähre zwischen Wangerooge und Harlesiel fielen am Montag aus. Auch zwischen Langeoog und Bensersiel wurden die für Montagmittag geplanten Fahren abgesagt.

Zwischen Norderney und Norddeich lief der Fährverkehr weitgehend planmäßig. Juist ist weiterhin nicht mit dem Schiff zu erreichen. Sowohl die Fähre als auch die Schnellfähren fielen am Montag aus, wie die Reederei Norden-Frisia mitteilte.

10:40 Uhr: Abellio stellt Zugverkehr in Mitteldeutschland erneut ein

Witterungsbedingt hat das Bahnunternehmen Abellio Rail Mitteldeutschland am Montag den Zugverkehr in Thüringen wieder eingestellt. Betroffen sind nach Unternehmensangaben die Strecke von Halle in Richtung Sangerhausen - Nordhausen - Leinefelde - Kassel, die Verbindung Sangerhausen - Erfurt sowie die Strecken von Halle/Leipzig nach Jena und Saalfeld beziehungsweise nach Erfurt und Eisenach. Bedingt durch die Witterungs- und Straßenverhältnisse könne kein Ersatzverkehr mit Bussen angeboten werden,

10:30 Uhr: Flugbetrieb in Dortmund eingestellt

Weil die Start- und Landebahn vereist ist, hat der Flughafen Dortmund den Flugbetrieb vorübergehend eingestellt. Voraussichtlich bis 13.00 Uhr könnten keine Maschinen starten und landen, teilte der Flughafen am Montag mit. Maschinen mit Ziel Dortmund würden nach Köln/Bonn umgeleitet, sagte eine Sprecherin.

10:10 Uhr: 30 cm Schnee auch in Jena - hier geht es nur noch zu Fuß

 Heftiger Wintereinbruch in Jena - Schneechaos legt Jena lahm, über 30cm Neuschnee über Nacht - Jena Thüringen Deutschland *** Heavy winter in Jena Snow chaos paralyzes Jena, over 30cm of fresh snow overnight Jena Thuringia Germany xRMx
Heftiger Wintereinbruch auch in Jena - hier fielen über 30 cm Neuschnee in der Nacht .
© imago images/Roman Möbius, Roman Moebius via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Hier ein paar Schneehöhen auf 150 bis 300 Meter:

  • Saaleplatte-Eckolstaedt: 54 cm
  • Altenroda-Wippach: 48 cm
  • Dachwig: 47 cm
  • Braunsroda/An der Poststrasse: 46 cm
  • Langelsheim (Innerstetalsperre): 45 cm
  • Hettstedt: 44 cm
  • Weissensee-Ottenhausen: 44 cm
  • Querfurt-Muehle Lodersleben: 41 cm

10:05 Uhr: Fernverkehr ausgesetzt - hier fährt nichts mehr

Im Fernverkehr der Deutschen Bahn kommt es heute wieder zu Zugausfällen und Verspätungen, teilt die Bahn in einer Warnmeldung mit. Demnach werden viele Zugverbindungen "bis auf Weiteres" eingestellt bleiben. Einschränkungen gibt es unter anderem:

  • In Berlin und Hamburg, wo kaum Fernverkehrszüge starten. In Richtung Hannover, Köln, Frankfurt sowie München bleiben die Verbindungen ausgesetzt
  • In Dresden, wo "bis auf Weiteres keine Fernverkehrszüge mehr in Richtung Leipzig, Frankfurt, Hannover und Köln" verkehren
  • Nördlich von Frankfurt. Dort ist der Fernverkehr komplett eingestellt

10:00 Uhr: Berliner Bahnverkehr eingeschränkt - Tempolimit auf Autobahn

09:35 Uhr: Auch Weimar tief verschneit

09:20 Uhr: Autofahrer stecken in Schneeverwehungen fest

Schneeverwehungen haben Autofahren vor allem im nördlichen Schleswig-Holstein am Montagmorgen zu schaffen gemacht. Der starke Ostwind wehte in vielen Orten rund um Flensburg Schnee auf die Straßen, wie die Polizei erklärte. So steckten etwa in Großsolt mehrere Fahrzeuge in einer Schneewehe fest,

08:50 Uhr: Mehrere Städte in NRW stellen Busverkehr am Montag ein

Wegen des heftigen Wintereinbruchs haben mehrere Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen den Busverkehr am Montag eingestellt - darunter Essen, Recklinghausen und Dortmund. Die Busse werden zurück in die Depots fahren, wie die Ruhrbahn am Montagmorgen über Twitter mitteilte. Die Wetterlage lasse keinen sicheren Linienverkehr zu. Auch im Kreis Recklinghausen fuhren am Montagmorgen keine Busse.

08:25 Uhr: Auch Dortmund ist dick verschneit

08:15 Uhr: Familie bleibt stundenlang im Schnee stecken

Stundenlang ist eine dreiköpfige Familie in Thüringen mit ihrem Auto im Schnee steckengeblieben. Wie die Polizei mitteilte, blieb das Fahrzeug am Sonntagabend im Landkreis Sömmerda stehen und kam nicht mehr weiter. Eigenen Angaben zufolge versuchte die Familie fünf Stunden lang, das Auto vom Schnee zu befreien. Erst gegen Mitternacht wählten sie den den Notruf. Die Eltern und ihre 7-jährige Tochter wurden den Angaben zufolge von der Feuerwehr gerettet und in eine Notunterkunft gebracht. Aufgrund des schweren Schneefalls konnte das Auto der Familie bisher noch nicht geborgen werden.

08:00 Uhr: Hier kommt heute neuer Schnee

Von Sachsen und dem südlichen Brandenburg bis nach Ostwestfalen und Nordhessen schneit es vormittags kräftig, später verlagern sich die Schneefälle etwas nordwärts und weiten sich auch in den Westen aus. Die Temperaturen erreichen -1 bis -6, von den zentralen Mittelgebirgen bis in den Osten nur -6 bis -10 Grad. Durch kräftigen, an der Küste stürmischen Wind fühlt sich die Luft aber wie -10 bis -20 Grad an!

Mehr Infos in unserem aktuellen Wetterbericht

07:50 Uhr: Dortmunder Polizei apelliert: Bleiben Sie, wenn möglich, zu Hause!

Schnee, Eis, Glätte und immer mehr Stillstand auf den Straßen in und rund um Dortmund - so lässt sich die aktuelle Verkehrssituation am besten zusammenfassen. Daher rät die Polizei: Wann immer es möglich ist: Bleiben Sie zu Hause und nutzen Sie Home-Office und sonstige Möglichkeiten, nicht am Verkehr teilzunehmen!

07:45 Uhr: Zugverkehr in Niedersachsen weiter eingeschränkt

Auch am Montagmorgen war die Situation auf den Strecken der Bahnunternehmen Metronom, Enno und Erixx immer noch angespannt. Wegen des teilweise anhaltenden starken Schneefalls komme es auf allen Strecken zu Einschränkungen. Fahrgäste sollten sich vor Fahrtbeginn informieren, ob die Züge tatsächlich fahrplanmäßig fahren.

Mit starken Einschränkungen sei auf der Strecke RE 2 Hannover-Göttingen zu rechnen, hier fuhren die Züge nur vereinzelt. Auf den Strecken RE 30 Wolfsburg-Gifhorn-Hannover und auf der RE 50 Wolfsburg-Braunschweig-Hildesheim seien voraussichtlich bis Mittag keine Zugfahrten möglich, hieß es.

Dasselbe gilt auch für die Strecken der Bahngesellschaft Erixx RB 47, RE 10, RB 42/43, RB 37, RB 38 und RB 37. Hier seien bis zum Vormittag keine Zugfahrten möglich, hieß es.

07:35 Uhr: Einige aktuelle Schneehöhen (Gesamtschneehöhe) in cm:

  • Erfurt 30
  • Gera 29
  • Leipzig 29
  • Dresden 23
  • Fritzlar 22
  • Münster 22
  • Bückeburg 21
  • Ahaus 20
  • Bad Salzuflen 18
  • Bad Lippspringe 17
  • Magdeburg 16
  • Hof 17
  • Hannover 15
  • Meppen 12
  • Nürnberg 12

07:20 Uhr: 1 Toter und mehr als 700 witterungsbedingte Einsätze für die NRW-Polizei

Das extreme Winterwetter hat der Polizei in Nordrhein-Westfalen innerhalb von 24 Stunden (bis Montagmorgen) insgesamt 720 Einsätze beschert. Bei den Unfällen habe es einen Toten und 37 leicht verletzte Personen gegeben. In Duisburg war am Sonntag ein Wagen von der Straße abgekommen und in einem Bach gelandet. Dabei starb der Fahrer. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden bei den Unfällen auf 1,7 Millionen Euro.

07:10 Uhr: Lkw fahren sich reihenweise im Schnee fest - Lage ist katastrophal

08.02.2021, Sachsen, Dresden: Autos und Lastwagen stehen am frühen Morgen bei Schneefall auf der verschneiten Autobahn 4 bei Dresden im Stau, während ein Mann neben seinem Auto steht. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Das heftige Winterwetter sorgt unter anderem für Stau auf der A4 bei Dresden.
© dpa, Robert Michael, ert lop

Schnee und Eis haben den Straßenverkehr in vielen Regionen Deutschlands schwer getroffen. Es kam zu zahlreichen Unfällen und teils kilometerlangen Staus. Steckengebliebene Lastwagen blockierten nach heftigen Schneefällen die Autobahnen, etwa im Norden und Osten Hessens auf der A4 und der A7: «Die Lage ist katastrophal», sagte ein Sprecher der Polizei in Fulda am frühen Montagmorgen. In vielen Bereichen stünden Lastwagen und Autos seit sechs Stunden im Stau, und es gehe nicht vorwärts oder rückwärts. Räumfahrzeuge kämen kaum durch. Lkw-Fahrer sollten die Autobahnen nicht mehr befahren.

07:00 Uhr: Glätte und Schnee in Fulda - Schüler können Zuhause bleiben

Wegen Schnee und Glatteis müssen Schüler in Fulda am Montagmorgen nicht die Schule. Es sei unterrichtsfrei, teilte ein Sprecher des Schulamtes am frühen Montagmorgen mit.

06:20 Uhr: Hier schneit es aktuell

06:15 Uhr: Ihre Rechte und Pflichten bei Schnee und Eis

Wenn draußen Eis und Schnee toben, machen sich drinnen viele Menschen Gedanken: Muss ich meinen Bürgersteig sauber halten? Was passiert, wenn sich jemand vor meiner Wohnung verletzt? Was ist, wenn ich wegen des schlechten Wetters zu spät ins Büro komme? Hier gibt es alle Infos!

06:10 Uhr: Erfurt zeigt sich Montagmorgen tief verschneit

06:05 Uhr: Mehrere Städte in Hessen stellen Busverkehr wegen Schneefalls ein

Wegen des heftigen Wintereinbruchs haben mehrere Städte in Hessen den Busverkehr komplett eingestellt - etwa Kassel und Marburg an der Lahn. Grund sei der starke Schneefall sowie vereiste Straßen. Auch die Busse und Straßenbahnen in Kassel bleiben laut Stadtwerken in den Depots. Bis wann die Einschränkungen andauern, war zunächst unklar.

05:50 Uhr: Weitere Einschränkungen für Bahnreisende in NRW

Bahnreisende müssen sich nach dem heftigen Wintereinbruch in Nordrhein-Westfalen weiterhin auf Ausfälle und Verspätungen einstellen. Im Fernverkehr sei besonders der Knotenpunkt Dortmund betroffen, wie die Deutsche Bahn am Montagmorgen mitteilte. Es werde mit Verzögerungen bis zum Vormittag gerechnet. Auch der Nahverkehr bleibt in weiten Teilen Westfalens vorerst bis 9.00 Uhr eingestellt. Folgende Linien fallen demnach aus: RE2, RE17, RE18, RE42 sowie zahlreiche Regionalbahn- und S-Bahn-Linien. Die Deutsche Bahn rät allen Reisenden und Pendlern, die ihre Fahrt nicht verschieben können, ihre Verbindung rechtzeitig vor dem geplanten Fahrtantritt zu überprüfen.

05:40 Uhr: Vollsperrung auf der A7

Starker Schneefall hat den Verkehr auf der Autobahn 7 bei Göttingen zum Erliegen gebracht. Die Polizei sperrte am frühen Montagmorgen die Fahrbahn Richtung Süden. Der Verkehr wurde am Dreieck Drammetal auf die A38 umgeleitet. Großfahrzeuge sollten bei der nächsten Gelegenheit anhalten. Auch in Fahrtrichtigung Nord blieben demnach vermehrt Lastwagen zwischen Hedemünden und Drammetal liegen.

08.02.2021, Sachsen, Dresden: Autos und Lastwagen stehen am frühen Morgen bei Schneefall auf der verschneiten Autobahn 4 bei Dresden im Stau, während ein Mann neben seinem Auto steht. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Hier der Stau auf der A4 bei Dresden in der Nacht zu Montag
© dpa, Robert Michael, ert lop

05:00 Uhr: Lastwagen bleiben in Schneeverwehungen stecken

Auf der Autobahn 4 bei Gera in Thüringen sind in der Nacht zum Montag reihenweise Lastwagen in Schneeverwehungen stecken geblieben. Auf der rechten Spur in Richtung Frankfurt am Main bildete sich ein kilometerlanger Stau. Abschleppdienste und Räumfahrzeuge mussten die Lkw befreien. Auf den restlichen Spuren konnte der Verkehr weiterfließen.

22:10 Uhr: Regionale Bahnverbindungen wohl bis Montagmorgen gestört

Wegen des starken Schneefalls bleibt der regionale Bahnverkehr in Niedersachsen weiter gestört. Die Bahn kündigte am Sonntagabend an, dass der Regionalverkehr voraussichtlich noch bis Montagmorgen (10.00 Uhr) eingestellt sei. Allein die Regionalzüge der Linie RE5 zwischen Cuxhaven und Hamburg sollen weiter verkehren, wie es in einer Bahn-Mitteilung hieß. Am Montag soll der Nahverkehr dann nach und nach wieder aufgenommen werden. Am Sonntag hatten starker Schneefall und eingefrorene Weichen den regionalen Bahnverkehr in Niedersachsen deutlich behindert.

Auch der regionale Bahnbetreiber Metronom stellt sich zum Betriebsstart am Montagmorgen auf Verzögerungen ein. "Wir rechnen damit, dass es nicht regulär los geht", sagte ein Metronom-Sprecher am Sonntagabend. Auf den Enno-Verbindungen Wolfsburg-Braunschweig-Hildesheim und Wolfsburg-Gifhorn-Hannover könne voraussichtlich erst ab dem Vormittag der Betrieb wieder aufgenommen werden.

21:02 Uhr: Wetterdienst: Schneefall lässt nachts nach - Neue Flocken am Montag

Der anhaltende Schneefall soll in Niedersachsen in der Nacht zum Montag zunächst nachlassen - Meteorologen erwarten aber, dass in den Morgenstunden von Süden her neue Flocken aufziehen. In einem Gebiet ab Göttingen und weiter gen Norden werde es dann erneut 5 bis 15 Zentimeter Neuschnee verteilt über etwa 8 Stunden geben, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Sonntagabend in Hamburg. «Es wird dort zu Verkehrsbehinderungen kommen». Zwar sei der neue Schneefall dann in Südniedersachsen nicht so stark wie noch am Sonntag, der bisher gefallene Schnee könne bis dahin aber kaum so schnell geräumt sein, sagte er. Der stürmische Wind bleibe insbesondere an der Küste erhalten. Es bestehe weiter die Gefahr von Schneeverwehungen.

20:32 Uhr: Lkw-Fahrverbot auf Autobahnen in Westfalen und Südniedersachsen

Das unwetterbedingte Lastwagen-Fahrverbot auf den Autobahnen in Westfalen und im südlichen Niedersachsen wird bis Montagmittag um 12.00 Uhr ausgeweitet. Grund sei der anhaltende Schneefall, teilte die Autobahn Westfalen am Sonntagabend mit. Zudem seien einige Autobahnen so stark vereist, dass es derzeit unmöglich sei, die Fahrbahnen komplett eis- und schneefrei zu bekommen.

Das Fahrverbot war in der Nacht von Samstag auf Sonntag zunächst in den Regierungsbezirken Detmold und Münster, später auch im Regierungsbezirk Arnsberg angeordnet worden. Die Winterdienstzentrale der Autobahn Westfalen in Hamm rechnet nach eigenen Angaben nicht vor Montagmittag mit einer wesentlichen Wetterberuhigung.

20:05 Uhr: Feuerwehr hebt entgleisten Straßenbahn-Waggon mit Autokran

Die Feuerwehr hat mit schwerem Gerät in Braunschweig einen Straßenbahn-Waggon geborgen, der aufgrund des Schnees aus den Schienen gesprungen war. Der Waggon gehörte zu einem Sonderfahrzeug mit Schneepflug, mit dem die Verkehrsgesellschaft eigentlich unterwegs war, um Schienen von den Schneemassen zu befreien. Der Waggon war wohl durch eine Schneewehe aus dem Gleis gesprungen, wie ein Sprecher der Feuerwehr am Sonntag sagte. Rettungskräfte hoben den tonnenschweren Wagen mit einem Autokran zurück in die Spur. Laut Feuerwehr türmten sich im Braunschweiger Stadtgebiet Schneeverwehungen mit bis zu 70 Zentimetern Höhe.

19:46 Uhr: Was muss ich beim Winterchaos beachten?

19:22 Uhr: Männer bieten Autofahrerin Hilfe an - und stehlen Wagen

Unbekannte sollen am Sonntagmorgen in Gütersloh die Hilflosigkeit einer Autofahrerin ausgenutzt und ihren Wagen gestohlen haben. Wie die Polizei Gütersloh mitteilte, war die Frau mit ihrem Wagen in einer Schneeverwehung steckengeblieben. Drei Männer boten der Frau ihre Hilfe an. Dann stiegen sie jedoch in den Wagen und fuhren davon. Das Auto konnte später nach einer Fahndung verschlossen wiedergefunden werden. Die Polizei hofft jetzt auf Zeugenhinweise.

18:39 Uhr: NRW - Kein Impftermin geht wegen des Wintereinbruchs verloren

Das NRW-Gesundheitsministerium hat klargestellt, dass wegen des Wintereinbruchs kein Impftermin verloren geht. Die Impfzentren in Nordrhein-Westfalen würden trotz der aktuell teils extremen Witterungslage wie geplant am Montag öffnen, betonte das Ministerium am Sonntagabend. "Alle Impfberechtigten, die einen Termin vereinbart haben, können sich dort also wie vorgesehen gegen das Coronavirus impfen lassen." Die Impftermine sollten nach Möglichkeit eingehalten werden.

Jedoch können Bürger mit Montagstermin, die sich wegen des Wetters nicht in der Lage sehen, den Termin wahrzunehmen, auch am Dienstag kommen. Sie sollen dann zur gleichen Uhrzeit wie zum ursprünglichen Termin das Impfzentrum aufsuchen, teilte das Ministerium mit. Eine vorherige Absage des Montagstermins ist dafür ausdrücklich nicht nötig.

Das Ministerium korrigierte damit früheren Angaben mehrerer Städte und Kreise im Münsterland, die in solchen Fällen die Bürger gebeten hatten, am Dienstag um 14.00 Uhr zu kommen.

17:52 Uhr: Niedersachsen: Präsenzunterricht fällt in mehreren Kreisen und Städten aus

Wegen des Wintereinbruchs fällt in zahlreichen Kreisen und Städten insbesondere im Süden und Südosten Niedersachsens der Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen am Montag aus. Das Homeschooling bleibe von der Absage des Präsenzunterrichts aber unberührt, teilten die Kommunen mit. Schulausfälle meldeten bis zum frühen Sonntagabend unter anderem die Region Hannover sowie die Kreise Göttingen, Hameln-Pyrmont, Helmstedt, Holzminden, Diepholz, Cloppenburg, Vechta, Osnabrück sowie die Grafschaft Bentheim.

Als Grund für den Schulausfall führte etwa die Region Hannover zum einen an, dass der Schülertransport angesichts der Witterung nicht sichergestellt sei. Zum anderen solle vermieden werden, dass Lerngruppen in Schulen größer werden, falls einzelne Lehrkräfte die Einrichtungen nicht erreichen könnten.

Auch die Städte Hannover, Braunschweig und Wolfsburg teilten mit, dass der Unterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen am Montag ausfalle. In Wolfsburg soll eine Notbetreuung in Schulen und Kindertagesstätten in eingeschränkter Form angeboten werden. In Braunschweig werde die Corona-Notbetreuung in Schulen dagegen nicht angeboten.

17:00 Uhr: Spiel der HSV-Handballer gegen Hamm fällt aus

Das für diesen Montag (20.00 Uhr) geplante Punktspiel der 2. Handball-Bundesliga zwischen dem HSV Hamburg und dem ASV Hamm-Westfalen findet nicht statt. Wie der hanseatische Club am Sonntag mitteilte, entschied sich der ASV für den Antrag auf Verlegung, weil wegen des Wintereinbruchs in Nordrhein-Westfalen keine sichere Anreise nach Hamburg gewährleistet ist. "Wir haben natürlich sofort zugestimmt, als Hamm mit der Bitte um Verlegung auf uns zu kam", sagte HSVH-Geschäftsführer Sebastian Frecke.

16:46 Uhr: Flughafen BER kämpft gegen Schnee und Eis

Der Hauptstadt-Flughafen BER hat sich am Wochenende seiner ersten harten Winter-Bewährungsprobe stellen müssen. "Wir räumen, räumen, räumen", sagte eine Flughafensprecherin am Sonntag in Berlin. Insgesamt seien 40 Spezialfahrzeuge und -geräte gegen Schnee und Eis im Einsatz. Geräumt werde auf einer Fläche von 350 Hektar auf der nördlichen Start- und Landebahn, den Rollwegen und dem Vorfeld.

Je Schicht seien 40 Mitarbeiter unterwegs. Bis Sonntagnachmittag sei alles problemfrei gelaufen, sagte die Sprecherin. Lediglich einige Flüge hätten wegen der Räumungsarbeiten Verspätungen zwischen zehn und 45 Minuten. Flugzeuge mussten enteist werden.

16:26 Uhr: "Blutschnee" aus der Sahara

 Blutschnee mit Sandstaub aus der Sahara Eine Frau schreibt Grüße aus der Sahara in den Schnee. Der gelb-orange Sandstaub aus der Sahara ist für den Blutschnee - Effekt verantwortlich. Ilmenau Thüringen DEUTSCHLAND *** Blood snow with sand dust from
Blutschnee mit Sandstaub aus der Sahara Eine Frau schreibt Grüße aus der Sahara in den Schnee. Der gelb-orange Sandstau
© imago images/ari, IMAGO. via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Wann gibt es das mal? Staub aus der Sahara, der den Schnee in Thüringen rot färbt: unter anderem in Suhl, Jena und Saalburg-Ebersdorf, konnte man das Phänomen beobachten. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes dürfte es aber flächendeckend in ganz Thüringen aufgetreten sein. Der feine Sahara-Sand vermischt sich dabei mit dem fallenden Schnee oder überzieht die Schneedecke mit einem dünnen Film, wodurch die meist gelblich-rote Verfärbung entsteht. An manchen Orten könnte das magische Phänomen aber schon nicht mehr zu sehen sein – da nämlich, wo frischer Schnee den "Blutschnee" wieder verdeckt hat.

15:56 Uhr: Im Video - Schneewehe in Sömmerda hält Autoverkehr am Morgen auf

Mehr dazu erfahren Sie hier.

15:50 Uhr: Windböe weht Kinderwagen in Hamburg in einen Teich - Zwillinge bleiben unverletzt

Ein Zwillingskinderwagen ist wegen des starken Windes in einem Garten in Hamburg ins Rollen gekommen und in einen Teich gefahren. Dabei sei einer der 22 Monate alten Jungen mit dem Kopf kurz unter Wasser geraten, sagte ein Polizeisprecher heute in Hamburg. Die Mutter habe ihr Kind sofort aus dem Teich gezogen. Ein Nachbar habe sich den zweiten Jungen geschnappt, der nur mit dem Unterkörper in dem eiskalten Wasser gelandet war. Die Kinder seien direkt in die Wohnung gebracht und versorgt worden. Ein mit dem Rettungshubschrauber eingeflogener Notarzt habe anschließend die Zwillinge in Augenschein genommen und keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen festgestellt.

15:43 Uhr: Verkehsminister - "Montag besser zu Hause bleiben"

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat den vom Schneechaos betroffenen Menschen in Deutschland geraten, am Wochenbeginn besser zu Hause zu bleiben. Man könne nicht garantieren, im Laufe des Montags den Bahnverkehr wieder zum Laufen zu bekommen, sagte Scheuer nach einer Lagebesprechung am Sonntag bei "Bild live."

Das Thema Glatteis werde weniger, aber der Schnee höre nicht auf. Der Wind mache "megamäßig" Probleme, vor allem mit Schneeverwehungen. Betroffen seien auch die Autobahnen und die Bahn. Das heiße, in Absprache mit dem Arbeitgeber "lieber zu Hause bleiben", so der Minister.

15:30 Uhr: Krasse Snowboard-Einlage vor dem Leipziger Rathaus

15:16 Uhr: Präsenzunterricht fällt am Montag in Göttinger Schulen aus

Der Präsenzunterricht an allgemein- und berufsbildenden Schulen im Landkreis und in der Stadt Göttingen fällt am Montag wegen des massiven Wintereinbruchs aus. Das gelte auch für die Notbetreuung - nicht aber für Distanzunterricht und Homeschooling, teilte der Landkreis Göttingen heute mit. Der Grund: die derzeitige Wetterlage. Es sei nicht sicher, dass die Straßen für die Schülerbeförderung geräumt werden können.

15:09 Uhr: Fernverkehr in den Niederlanden nun für den ganzen Tag eingestellt - unklar, ob es morgen weiter geht

Ein heftiger Schneesturm hat den öffentlichen Verkehr in den Niederlanden stark beeinträchtigt. Der landesweite Zugverkehr wurde für den gesamten Tag eingestellt, wie die Niederländische Bahn in Utrecht mitteilte. Aus dem ganzen Land wurden Störungen vor allem an Weichen gemeldet. Es sei unklar, ob der Zugverkehr am Montag wieder aufgenommen werden könne.

15:00 Uhr: A7 bei Bockenem gesperrt

Gesperrte A7 bei Bockenem
Gesperrte A7 bei Bockenem
© Thees Jagels

In Niedersachsen musste die Autobahn 7 zwischen Bockenem und Salzgitter gesperrt werden. Das Technische Hilfswerk (THW) unterstützte die Polizei. "So einen Schnee-Einsatz hatten wir seit mindestens zehn Jahren nicht mehr", sagte THW-Sprecher Rainer Engelke.

14:57 Uhr: Hannover - Verkehrsbetriebe "Üstra" stellen Busverkehr ein

Heftiger Schneefall und Verwehungen: In Hannover fährt vorerst kein Bus mehr, auch der Schienenersatzverkehr fällt aus. Der Busverkehr sei komplett eingestellt, sagte der Sprecher der Hannoverschen Verkehrsbetriebe Üstra, Udo Iwannek, am Sonntag. Die Straßenverhältnisse seien "so schwierig, dass wir das Risiko nicht eingehen konnten." Wann die Busse wieder fahren können, war zunächst noch offen. Die Stadtbahnen dagegen seien weiter unterwegs, wenn auch mit Einschränkungen und "diversen Störungen."

14:50 Uhr: Manche Hundehalter müssen heute fürs Gassi gehen auch noch den Weg frei machen

14:43 Uhr: Potsdam - Kälte treibt flüchtige Corona-Party-Gäste wieder in die Wohnung

Eisige Kälte hat nach kurzer Zeit die Flucht von Teilnehmern einer Party vor der Polizei in Potsdam beendet. Die Beamten waren in der Nacht zu heute wegen lauter Musik aus einer Wohnung alarmiert worden, wie die Polizei mitteilte. Mehrere Menschen im Alter von 16 bis 20 Jahren wurden laut Polizei angetroffen, die nachweislich nicht einem Haushalt angehören und damit gegen die Corona-Regeln verstoßen haben.

Einige der Party-Gäste seien dann aus dem Fenster über die Feuerleiter aufs Dach geflüchtet. Zunächst hätten die Jugendlichen nicht auf die Polizei reagiert. Die Temperaturen und der eisige Wind hätten sie dann aber zur Rückkehr in die Wohnung bewegt. Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Corona-Eindämmungsverordnung wurden erstattet.

13:48 Uhr: Wasserstände an der Ostsee steigen durch kontinuierlichen Wind

Menschen in Norddeutschland müssen sich auf Hochwasser an der Ostsee einstellen. Ein kontinuierlicher Ostwind bringt Wassermassen an die Ostseeküste, wie Meteorologe Frank Böttcher heute in einer Online-Pressekonferenz sagte. Es gebe heute vor allem im Raum Flensburg erhöhte Wasserstände von bis zu 90 Zentimetern. Für morgen sei in der Kieler Bucht mit bis zu 80 Zentimeter höheren Wasserständen zu rechnen und auch in der Lübecker Bucht steige das Wasser deutlich an.

12:55: Bundesliga-Spiel zwischen Arminia Bielefeld und Werder Bremen fällt aus

HANDOUT - 07.02.2021, Nordrhein-Westfalen, Bielefeld: Fußball: Bundesliga, Arminia Bielefeld - Werder Bremen, 20. Spieltag, Schüco Arena. Blick in das völlig verschneite Stadion. (zu dpa "Bundesliga-Partie von Arminia Bielefeld gegen Bremen gefährdet
Winterwetter - Bielefeld
© dpa, sab

Das Bundesliga-Heimspiel von Arminia Bielefeld gegen Werder Bremen heute Abend ist wegen des massiven Wintereinbruchs in der Region abgesagt worden. Die ordnungsgemäße Durchführung des Spiels sei nicht gewährleistet, teilte die Deutsche Fußball Liga mit. Die Entscheidung sei wegen der "starken und anhaltenden Schneefälle in Verbindung mit Frost" im Einvernehmen mit dem Schiedsrichter getroffen worden.

Für die Begegnung in der Fußball-Bundesliga muss nun ein neuer Termin gefunden werden. Dieser solle zeitnah bekanntgegeben werden, teilte die DFL mit. Nach Angaben von Arminias Medienchef Daniel Mucha hatte der Club zuvor noch alles versucht, um den Platz bespielbar zu machen. Mitarbeiter sollten den Rasen vom Schnee befreien. Zuvor war bereits das Heimspiel des SC Paderborn gegen den 1. FC Heidenheim in der 2. Bundesliga wegen der starken Schneefälle abgesagt worden.

12:38 Uhr: Feuerwehr befreit Fahrgäste aus Wuppertaler Schwebebahn

Bergungsarbeiten bei einer Schwebebahn in Wuppertal
Bergungsarbeiten bei einer Schwebebahn in Wuppertal
© deutsche presse agentur

Einsatzkräfte der Feuerwehr befreien mit einer Drehleiter sechs Fahrgäste aus einem Wagen der Wuppertaler Schwebebahn, die wegen des eisigen Wetters stehen geblieben ist. Alle Fahrgäste sind dabei unverletzt geblieben.

12:33 Uhr: Zweitligaspiel Paderborn gegen Heidenheim abgesagt

Das Heimspiel des Fußball-Zweitligisten SC Paderborn gegen den 1. FC Heidenheim am heute Nachmittag ist wegen des massiven Wintereinbruchs in der Region abgesagt worden. "Aufgrund starker und anhaltender Schneefälle ist eine ordnungsgemäße Durchführung des Spiels nicht gewährleistet", teilte die Deutsche Fußball Liga mit. Ein Nachholtermin solle zeitnah bekanntgegeben werden.

12:11 Uhr: Fährverkehr zu ostfriesischen Inseln eingestellt - zu niedriger Wasserpegel

Durch den starken Nordostwind können die Fähren heute nicht die ostfriesischen Inseln an fahren. Selbst bei Hochwasser fährt im Moment zum Beispiel keine Fähre von Norddeich nach Juist und Norderney. Durch den starken Wind hebt aktuell außerdem kein Flugzeug vom Inselflugplatz in Wangerooge ab.

11:55 Uhr: Zugverkehr in der Region Hannover eingestellt

Die Bahn hat vorsichtshalber den gesamten Zugverkehr in Hannover eingestellt. Bereits über Nacht fielen hier fast zehn Zentimeter Schnee. Und es schneit den ganzen Morgen heftig weiter. Die Winterdienste in der Landeshauptstadt kommen kaum nach.

11:26 Uhr: Nichts fährt mehr in Werningerode Hbf

Schneechaos: Nichts geht mehr am Bahnhof in Werningerode
Schneechaos: Nichts fährt mehr am Bahnhof in Werningerode
© Thomas Praekelt

11:22 Uhr: Twitter-Video - Ansterdamer leisten sich Schneeballschlacht mit Polizei

Durch den für sie relativ ungewohnten Schnee sind einige Amsterdamer offenbar total aus dem Häuschen: Am frühen Morgen gegen 5 Uhr lieferten sich Spaziergänger mit der Polizei mitten in Amsterdam vor dem Palast eine Schneeballschlacht. Umstehende filmten die ungewöhnliche und eigentlich verbotene Szene.

Denn sowohl die Bürger als auch die Polizisten verstießen damit gegen die Corona-Regeln fürs Winterwetter. Die niederländische Regierung hatte erst gestern neue Schnee-Regeln erlassen. Danach sind Schneeballschlachten nur mit dem eigenen Haushalt erlaubt. Und da auch die 1,5 Meter-Regel weiterhin gilt, ist Einseifen grundsätzlich nicht möglich.

11:15 Uhr: Fahrverbot in Ostwestfalen und im Münsterland bis 20:00 Uhr verlängert

Weil Eis und Schnee viele Autobahnen zu einer Rutschpiste machen, haben die Behörden das Fahrverbot für Lastwagen im Münsterland und in Ostwestfalen verlängert. Bis Sonntagabend um 20.00 Uhr dürften Lkw über 7,5 Tonnen nicht auf den Autobahnen in den Regierungsbezirken Münster und Detmold unterwegs sein, teilte die Polizei mit. Heftige Schneeverwehungen hatten zuvor in der Region große Probleme auf den Fernstraßen verursacht. Einige Autobahnen waren zeitweise gesperrt, anderswo ging es nur im Schneckentempo voran.

11:03 Uhr: Zugverkehr in den Niederlanden größtenteils eingestellt

Wegen des heftigen Schneesturms ist der öffentliche Verkehr in den Niederlanden heute stark beeinträchtigt. Der Zugverkehr wurde bis mindestens 12 Uhr eingestellt, wie die Niederländische Bahn in Utrecht mitteilte. Aus dem ganzen Land wurden Störungen vor allem an Weichen gemeldet. Es sei unklar, wann der Zugverkehr wieder aufgenommen werden könne.

Auch der öffentliche Nahverkehr ist in mehreren Gebieten stark eingeschränkt. Busse, Straßenbahnen und Metros fahren nicht. Am regionalen Flughafen Eindhoven wurde der Flugverkehr vorläufig eingestellt. Der Amsterdamer Flughafen Schiphol warnt Reisende vor Verspätungen.

10:56 Uhr: Wuppertaler Schwebebahn muss wegen akuter Vereisung Betrieb einstellen

Die Wuppertaler Schwebebahn wird heute wegen vereister Schienen nicht mehr fahren. Die Bahn war heute morgen steckengeblieben. Die Feuerwehr musste sechs Passagiere befreien. Das berichtete der WDR.

10:37 Uhr: Zirkuszelt bricht unter Schneemassen zusammen - Tiere unverletzt

Ein Zirkuszelt in Wuppertal ist unter den Schneemassen eingestürzt
Ein Zirkuszelt in Wuppertal ist unter den Schneemassen eingestürzt
© Zirkus Verona/Tatjana Tränkler

Nach dem Zusammensturz eines Zirkuszeltes in Nordrhein-Westfalen wegen großer Schneemassen sind 13 Tiere gerettet worden. Die sieben Pferde, zwei Kamele, zwei Ziegen sowie zwei Lamas, die sich in dem Zelt befanden, blieben unverletzt, wie ein Sprecher der Polizei in der Stadt Hagen sagte. Sie konnten befreit werden. Es waren nach Angaben der Polizei keine Menschen unter dem Zelt. Das Zelt hatte den Schneemassen nicht standgehalten und war zusammengestürzt. Die Feuerwehr hat es den Angaben zufolge inzwischen von dem Schnee befreit.

10:11 Uhr: Abellio stoppt Zugverkehr in Mitteldeutschland

Abellio Rail Mitteldeutschland hat heute morgen wegen starken Schneefalls und Schneeverwehungen seinen Zugverkehr vorübergehend gestoppt. Schienenersatzverkehr könne wegen der Verwehungen nicht angeboten werden, teilte das Bahnunternehmen in Halle mit. Laut den Angaben von Abellio sind die Strecken von Halle, Dessau und Magdeburg in Richtung Bernburg, Aschersleben und Halberstadt sowie die gesamte Harzregion betroffen.

Außerdem fahren aktuell keine Züge auf den Verbindungen von Stendal und Magdeburg in Richtung Wolfsburg. Die Strecken von Halle in Richtung Kassel und von Halle/Leipzig in Richtung Weimar-Erfurt-Eisenach sowie in Richtung Jena-Saalfeld werden ebenfalls nicht mehr befahren. Gleiches gilt für die Strecke Sangerhausen-Erfurt.

10:02 Uhr: Wintereinbruch auch im Netz:

Der Wintereinbruch spiegelt sich auch im Netz wider: Bei Twitter liegen heute "Eisregen", "Schnee" und "Flockdown" im Trend. Nutzer teilen Impressionen von vereisten Autos, von verschneiten Fahrrädern, aus dem Garten oder von ihrem Balkon.

9:46 Uhr: Münster: Polizei warnt vor Dachlawinen

Menschen in Münster sollten sich wegen des heftigen Wintereinbruchs vor Dachlawinen in Acht nehmen. Polizei und Feuerwehr haben heute davor gewarnt. Wenn es frostig sei und sich alles auf dem Dach sammele, könne das gefährlich werden, sagte eine Sprecherin der Polizei am Morgen. Bislang gebe es jedoch noch keine aktuellen Einsätze dazu.

9:35 Uhr: Fahrverbote für LKW in den Bezirken Münster und Dettmold

Heftige Schneeverwehungen sorgen in Teilen Nordrhein-Westfalens zunehmend für Probleme auf den Autobahnen. Einige Strecken waren gesperrt, anderswo ging es nur im Schneckentempo voran. Auf den Autobahnen in den Regierungsbezirken Münster und Detmold ordneten die Behörden ein Fahrverbot für Lastwagen ab 7,5 Tonnen an. Es gelte vorerst bis 12.00 Uhr, sagte ein Sprecher der Landesleitstelle der Polizei am Sonntagmorgen.

In Bielefeld sperrte die Polizei die Autobahn 2 am Bielefelder Berg. Weil starker Wind immer neuen Schnee auf die Fahrbahn wehte, kamen die Räumfahrzeuge nicht hinterher. Der Deutsche Wetterdienst hatte im Vorfeld bereits gewarnt, dass vor allem Schneeverwehungen zu Problemen führen könnten. Ein starker Ostwind wehte den vielen Neuschnee aus der Nacht immer wieder auf die gerade geräumten Fahrbahnen.

9:16 Uhr: So hoch soll der Schnee heute werden:

9:01 Uhr: Auch Dortmund stellt Busverkehr ein

Wegen des heftigen Wintereinbruchs haben mehrere Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen den Busverkehr komplett eingestellt - etwa Münster und Dortmund. "Spiegelglatte Straßen, vereiste Oberleitungen, eingefrorene Weichen: Sorry, Leute, in Sachen ÖPNV geht in Dortmund wenig", schrieben die Stadtwerke bei Twitter. Am Samstagabend hatten bereits die Verkehrsbetriebe im Kreis Siegen-Wittgenstein den Busverkehr gestoppt. Das Siegerland war besonders stark von einem heftigen Eisregen betroffen.

8:31 Uhr: Bahn bietet kostenlose Storno-Möglichkeiten fürs Wochenende an

Die Bahn zeigt sich kulant: Alle Fahrgäste, die eine fürs Wochenende gebuchte Reise angesichts der Wetterlage im Norden lieber nicht antreten möchten, können ihr Ticket kostenfrei stornieren. Alternativ kann die Fahrkarte auch bis zu sieben Tage nach Störungsende flexibel genutzt werden. Auch Sitzplatzreservierungen können kostenlos umgetauscht werden, teilt die Bahn mit.

7.57 Uhr: Kilometerlanger Stau auf der A4

Trotz des Wintereinbruchs mit heftigem Schneefall ist ein großes Verkehrschaos in Sachsen bisher ausgeblieben. Menschen wurden bislang nicht verletzt, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Auf der Autobahn A4 stellten sich zwischen den Anschlüssen Burkau und Ottendorf-Okrilla (beide Kreis Bautzen) auf dem rechten Fahrstreifen zwei Lastwagen quer. Das sorgte für kilometerlangen Stau. Auf der Autobahn A14 von Halle in Richtung Leipzig hatte sich bei Schkeuditz (Nordsachsen) ebenfalls ein Lastwagen quer gestellt.

7.47 Uhr: 222 Unfälle in NRW bislang

Seit Samstagnachmittag sei es zu bislang 222 Unfällen in Nordrhein-Westfalen aufgrund des Wetters gekommen, sagte ein Sprecher der Landesleitstelle der Polizei am frühen Sonntagmorgen. Dabei seien zwei Menschen schwer und 26 leicht verletzt worden. In Münster wurde wegen der starken Schneefälle ein Fahrverbot für Lastwagen ausgesprochen. Das bestätigte eine Sprecherin der Polizei am Sonntagmorgen.

Die Winterdienste waren in Nordrhein-Westfalen auf einen der größten Einsätze seit Jahren eingestellt. Behörden hatten appelliert, dass Autofahrer, wenn überhaupt nötig, nur mit vollem Tank, Winterreifen und Decken zum Wärmen loszufahren sollten.

7.19 Uhr: Zugausfälle auch in NRW

06.02.2021, Hamburg: Auf einer Anzeigentafel im Hamburger Hauptbahnhof wird auf Zugausfälle hingewiesen. Die Deutsche Bahn hat angesichts des prognostizierten Wintereinbruchs am Wochenende in Deutschland Anpassungen im Fahrplan vorgenommen. Auch mehr
Wintereinbruch: Bahn streicht Verbindungen im Norden Deutschlands.
© dpa, Bodo Marks, bom exa

Bei der Bahn in Nordrhein-Westfalen gibt es vor allem im Ruhrgebiet erste größere Einschränkungen durch den heftigen Wintereinbruch. Probleme gebe es etwa auf den beiden wichtigen Strecken von Düsseldorf über Duisburg nach Essen sowie von Wuppertal über Hagen nach Dortmund, teilte DB Regio am Sonntagmorgen mit. "Es wird zunehmend schwierig, die Infrastruktur von Schnee und Eis freizuhalten", sagte eine Bahnsprecherin. Auch mehrere Strecken im Regionalverkehr sind betroffen – vor allem im Münsterland.

Die private Eurobahn meldete wegen des Wintereinbruchs ebenfalls mehrere Zugausfälle vor allem rund um Münster, Bielefeld und Paderborn.

7.10 Uhr: Bis zu 30cm Neuschnee in Münster ++++ Busverkehr eingestellt

 Warnung der Deutschen Bahn vor einem Unwetter Systeme zur Fahrgastinformation zeigen einen Hinweis auf bevorstehende starke Schneefälle und möglichen Behinderungen beim Bahnverkehr Nordrhein-Westfalen Deutschland *** Deutsche Bahn warning of a storm
Wegen des heftigen Wintereinbruchs hat die Stadt Münster ihren Busverkehr am Sonntagmorgen komplett eingestellt.
© imago images/Gottfried Czepluch, Gottfried Czepluch via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Wegen des heftigen Wintereinbruchs hat die Stadt Münster ihren Busverkehr am Sonntagmorgen komplett eingestellt. "Schnee und glatte Straßen machen eine sichere Fahrt unmöglich", teilten die Stadtwerke am Sonntagmorgen mit. Die Entscheidung gelte "bis auf Weiteres" – man werde die Wetterlage genau beobachten. In Münster waren in der Nacht zum Sonntag innerhalb kurzer Zeit 20 bis 30 Zentimeter Schnee gefallen.

7.03 Uhr: Ruhige erste Nachthälfte für Autobahnpolizei

Eisige Kälte, Schneestürme und Glatteis: Die Prognosen für große Teile des Landes waren seit Tagen alarmierend. Doch das große Chaos ist vorerst ausgeblieben. Die erste Hälfte der Nacht zum Sonntag ist für die Autobahnpolizeien in Niedersachsen trotz Schneefalls relativ ruhig verlaufen. Auf der A 30 stürzte am Morgen bei Schüttorf ein Lastwagen auf glatter Straße um, der Abschnitt wurde in Fahrtrichtung Osten gesperrt.

6.53 Uhr: Bahnverkehr in Niedersachsen bis 10 Uhr teilweise eingestellt.

Aufgrund von Schnee und Kälte fallen am Sonntagvormittag viele Züge im niedersächsischen Regionalverkehr aus. So soll unter anderem der gesamte S-Bahn-Verkehr in Hannover bis etwa 10 Uhr stillstehen, teilte die Deutsche Bahn mit. Auch der Verkehr im Harz-Weser-Netz falle voraussichtlich am Vormittag aus. Betroffen seien unter anderem Züge mit Halt in Braunschweig, Göttingen, Nordhausen, Bad Harzburg oder Salzgitter-Lebenstedt.

Bereits in der Nacht hatte es mehrere Zugausfälle bei der Deutschen Bahn gegeben. Betroffen waren Verbindungen von und nach Hameln, Hildesheim, Nienburg und Celle. Schon im Vorfeld hatte die Deutsche Bahn witterungsbedingt mehrere Fernverbindungen im Norden Deutschlands abgesagt, unter anderem auch die Intercitys von Bremen nach Norddeich Mole.

Auch bei der NordWestBahn fielen am Sonntagmorgen wetterbedingt die Verbindungen zwischen Osnabrück und Wilhelmshaven aus. Aufgrund von eingefrorenen Weichen kann die Metronom-Strecke zwischen Hannover und Göttingen am Sonntagmorgen nicht befahren werden. Beim Bahnunternehmen Erixx fällt zunächst die Verbindung zwischen Bad Harzburg und Hannover über Goslar aus.

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