Gefährliches Virus breitet sich aus

LIVE-TICKER Coronavirus: Alle aktuellen Infos und Entwicklungen

20. Februar 2020 - 7:53 Uhr

Kampf gegen das Coronavirus

Seit Dezember 2019 hält das Coronavirus die Welt in Atem. Noch immer steigen die Zahlen der Infizierten und Toten täglich. Im Video erfahren Sie, wie alles begann und mit dem RTL.de-Liveticker bleiben Sie immer auf dem aktuellen Stand.

Experte Dr. Specht beantwortet hier die wichtigsten Fragen zum Coronavirus.

08:00 Uhr - Mehr als 75.700 Infizierte und mindestens 2.128 Tote

Die Zahl der Infizierten und Toten steigt immer weiter. Offiziell sollen sich weltweit mittlerweile 75.725 Menschen mit dem Virus infiziert haben. Mindestens 2.128 sind bisher daran gestorben.

07:40 Uhr - Bisher offenbar keine Auswirkungen auf Karneval

Das Coronavirus hat nach Angaben des Festkomitees Kölner Karneval bisher keine Auswirkungen auf das närrische Treiben. Zwar würden die Bützjes (Küsschen) nicht gezählt und insofern könne man es schlecht nachprüfen, sagte Tanja Holthaus, Sprecherin des Festkomitees. Doch insgesamt gelte: «Bisher spüren wir keine Auswirkungen.»

Natürlich kämen sich die Menschen im Karneval näher als sonst - zum Beispiel beim Schunkeln. Ein paar einfache Hygieneregeln sorgten aber schon für unbeschwertes Feiern: «Händewaschen, in die Armbeuge husten und all die anderen Kleinigkeiten, die man in der Erkältungszeit sowieso beachten sollte. Da ist der Umgang mit dem Coronavirus nicht anders als mit anderen Krankheiten, die übertragen werden können.» In den Karnevalshochburgen beginnt am Donnerstag mit der Weiberfastnacht oder dem Altweiberdonnerstag der Höhepunkt des närrischen Treibens.

05:29 Uhr: Zwei Passagiere der "Diamond Princess" gestorben

Zwei mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierte Passagiere von Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan sind gestorben. Es handelt sich bei den Opfern um einen 87 Jahre alten Japaner und eine 84 Jahre alte Japanerin. Sie waren positiv getestet und vom Schiff ins Krankenhaus gebracht worden, wo sie nun starben. Damit beklagt Japan inzwischen drei Todesopfer infolge von Virus-Infektionen im Land. 

Meldungen vom 19. Februar

22:00 Uhr - Die ersten zwei Infizierten im Iran gestorben

Die iranische Nachrichtenagentur Mehr meldete am Mittwochabend zwei Todesfälle in dem Land. Wenige Stunden zuvor hatte ein Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums überhaupt erst die ersten zwei Covid-19-Fälle im Iran bekannt gegeben.

21:20 Uhr - Deutscher Passagier verlässt das Quarantäne-Schiff "Diamond Princess"

Bei den ersten 443 der noch knapp 3000 auf dem Kreuzfahrtschiff in Japan verbliebenen Menschen, die die Quarantäne am Mittwoch verlassen haben, befand sich mindestens ein Deutscher. Martin Lutterjohann, pensionierter Psychotherapeut aus München, wollte mit seiner japanischen Frau Sakae nun eine Woche Tokio erkunden. In einem Skype-Interview mit RTL hat der ehemalige Passagier nach zwei Wochen Quarantäne erläuert, wie es ihm in der letzten Zeit an Bord des Schiffes ergangen ist - und wie er diese emotionale Zeit überstanden hat.

14:25 Uhr - Experte fordert Aufarbeitung der Kreuzfahrtschiff-Quarantäne in Japan

Nach dem Ende der Quarantäne auf dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" in Japan hat ein deutscher Experte angemahnt, Lehren aus dem Fall zu ziehen. Offenbar könne sich ein Kreuzfahrtschiff unter solchen Umständen als Inkubator für Infektionen erweisen, sagte Peter Walger von der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene. "Das verlangt eine gute Aufarbeitung."

Die Passagiere seien offenbar einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt gewesen. Wie die Fachgesellschaft mitteilte, hält sie es für "unmöglich", in der Quarantäne auf einem Kreuzfahrtschiff Hygienebedingungen zu gewährleisten, die eine Übertragung des Erregers auf weitere Passagiere und Crewmitglieder sicher ausschließen.

Bei den insgesamt rund 3700 Passagieren und Crewmitgliedern der "Diamond Princess" wurden bis Mittwoch 621 Infektionen mit dem neuen Coronavirus nachgewiesen.

13:50 Uhr - Neues Coronavirus erstmals auch im Iran registriert

Im Iran sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums zum ersten Mal die neuen Coronaviren nachgewiesen worden. In der Stadt Ghom im Zentraliran seien die Tests bei zwei Menschen positiv ausgefallen, so ein Sprecher des Ministeriums am Mittwoch laut Nachrichtenagentur Isna. Beide seien umgehend in Quarantäne geschickt worden. Bis jetzt hatte der Iran Berichte und Gerüchte über Covid-19-Fälle vehement zurückgewiesen.

10:45 Uhr - Virus-Neuinfektionen in China gehen zurück

Fast zwei Monate nach Bekanntwerden der ersten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist  die Zahl der Neuansteckungen in China den zweiten Tag in Folge zurückgegangen. Die Gesundheitskommission teilte mit, es seien insgesamt 1749 Neuinfektionen in der Volksrepublik gemeldet worden. Das sei die geringste Zahl an einem Tag seit dem 29. Januar. In der am stärksten betroffenen Provinz Hubei wurden die wenigsten Neuinfektionen seit dem 11. Februar gemeldet. Insgesamt haben sich mehr als 74.000 Menschen mit dem Virus angesteckt, das eine
Lungenkrankheit auslösen kann.

Allerdings stieg die Zahl der Coronavirus-Toten nach Angaben der nationalen Gesundheitskommission auf über 2000. 2004 Menschen starben bislang, drei Viertel von ihnen in Wuhan, der Hauptstadt der Provinz Hubei.

09:59 - Ärger für Adidas wegen Coronavirus

Die Epidemie sorgt selbst beim Sportartikelhersteller Adidas für Angstschweiß: Das Coronavirus hat den Verkauf von Adidas in China in den vergangenen Wochen fast lahmgelegt. Seit Ende
Januar liege das Geschäft etwa um 85 Prozent unter Vorjahresniveau, heißt es von dem Sportartikelhersteller. So sei eine erhebliche Anzahl eigener sowie auch Partnerläden derzeit geschlossen. Das Ausmaß der Gesamtauswirkungen des Coronavirus lasse sich derzeit bei Adidas nicht zuverlässig beziffern.

09:35 Uhr - Russland verhängt Einreisesperre gegen Chinesen wegen Coronavirus

Russland hat aus Sorge vor einer Einschleppung des neuen Coronavirus eine zeitweise Einreisesperre für Chinesen verhängt. Betroffen seien von Donnerstag an alle geplanten Einreisen zum Arbeiten oder für touristische und Studienzwecke, heißt es in einer Verfügung von Regierungschef Michail Mischustin. Erlaubt sind für Chinesen nur noch Transitreisen über den Moskauer Flughafen Scheremetjewo. Zur Dauer des Einreisestopps gab es keine Angaben. Russische Medien bezeichneten den ungewöhnlichen Schritt eines solchen "Totalverbots" als beispiellos.

Das Verbot gilt nur für chinesische Staatsbürger, nicht für andere aus China kommende Reisende, wie die Zeitung "Kommersant" berichtete. Allein 2019 reisten 2,3 Millionen Chinesen nach Russland ein, wie das Blatt nach Angaben des Inlandsgeheimdiensts FSB schrieb, der für den Grenzschutz zuständig ist. Arbeitgeber im Osten Russlands befürchten dem Bericht zufolge nun, dass die Arbeitskräfte knapp werden könnten. In der Region arbeiten viele Chinesen im Bau und in der Landwirtschaft.

06:40 Uhr - Passagiere der "Westerdam" in Kambodscha negativ auf Corona getestet

Bei den noch verbliebenen Passagieren des Kreuzfahrtschiffs "Westerdam" sind nach Angaben der Reederei keine weiteren Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Die 781 Reisenden seien negativ getestet worden, teilte die "Holland America Line" am Mittwoch unter Berufung auf das kambodschanische Gesundheitsministerium über Twitter mit. Mehrere asiatische Länder hatten dem Kreuzfahrtschiff aus Sorge vor einer möglichen Einschleppung des Virus das Anlegen untersagt, obwohl keine Fälle an Bord bekannt waren. Erst Kambodscha stimmte dem schließlich zu.
Bei einer US-Passagierin der "Westerdam" wurde dann am Wochenende bei der Weiterreise in Malaysia überraschend eine Infektion festgestellt. Da waren viele der rund 2300 Menschen an Bord bereits an Land gegangen. Das Ausschiffen wurde gestoppt. Sowohl Reisende an Bord als auch in einem Hotel in der Hauptstadt Phnom Penh wurden getestet. Auch 57 deutsche Urlauber waren laut Reederei unter den "Westerdam"-Passagieren. Einige warteten noch in Kambodscha auf die Heimreise, andere sind bereits zu Hause.

5:28 Uhr - Erste Passagiere haben die "Diamond Princess" verlassen

Nach zweiwöchiger Quarantäne sind am Mittwoch die ersten Passagiere von Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan gegangen. Die Zahl der positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Passagiere und Crewmitglieder war bis zum Vortag auf 542 gestiegen. Alle Betroffenen wurden in örtliche Krankenhäuser gebracht. Die Ausschiffung der rund 3.000 verbliebenen Menschen auf dem Schiff werde mindestens drei Tage dauern, teilte die Regierung in Tokio mit.

Als erste Gruppe sollen rund 500 vor allem ältere Passagiere, die negativ auf den Erreger getestet und abschließend von Ärzten an Bord befragt wurden, das Schiff verlassen. Wer zwar negativ auf das Virus getestet wurde, aber engen Kontakt mit später positiv getesteten Personen hatte, muss bis auf weiteres an Bord des Schiffes zur Beobachtung bleiben. Die Reederei werde entscheiden, wann ihre nicht vom Erreger betroffenen Crewmitglieder das Schiff verlassen, hieß es.

01:32 Uhr - Zahl der Coronavirus-Todesopfer auf über 2.000 gestiegen

Die Zahl der am Coronavirus gestorbenen Menschen in China ist auf über 2.000 gestiegen. Die Gesundheitskommission in Peking teilte am Mittwoch mit, die Zahl der Todesopfer sei im Vergleich zum Vortag um 136 auf nun 2.004 gestiegen. Die nachgewiesenen Infektionen kletterten demnach um 1.749 auf 74.185 Fälle.

Allein in der besonders stark betroffenen Provinz Hubei kamen 132 Tote und 1.693 neue Infektionen mit der "Covid-19" genannten Lungenkrankheit hinzu, die von dem Virus ausgelöst wird. Außerhalb des chinesischen Festlands wurden bislang fünf Todesfälle und fast 1.000 Infektionen nachgewiesen, 16 davon in Deutschland.

19:15 Uhr - Russland verhängt Einreiseverbot geben Chinesen

Russland will von Donnerstag an keine chinesischen Bürger mehr einreisen lassen. Diese Maßnahmen werde als Prävention gegen die Ausbreitung des Coronavirus getroffen, teilen russische Behörden mit. Das Einreiseverbot solle befristet sein.

19:05 Uhr - Negative Folgen für den Aktienmarkt

Erst hat Apple gestern wegen des Virus eine Umsatzwarnung herausgegeben, jetzt warnen auch deutsche Experten mit Umsatzeinbrüchen. Technologie-Zulieferer wie Infineon sind besonders betroffen. Apple hat bekannt gegeben, dass er die Umsatzprognose für das laufende Quartal verfehlen wird. Bei dem iPhone gibt es Lieferengpässe weil die Produktion in China durch das Virus beeinflusst ist.

14:20 Uhr - Weitere Patienten in Bayern gesund aus Klinik entlassen

Die meisten der insgesamt 14 Menschen in Bayern, die sich seit Ende Januar mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert hatten, sind inzwischen gesund in ihren Alltag zurückgekehrt. Wie das bayerische Gesundheitsministerium mitteilte, sind derzeit noch vier der Betroffenen im Krankenhaus. Sie werden in der München Klinik Schwabing betreut und sind weitestgehend symptomfrei. Voraussichtlich könnten sie bald ebenfalls das Krankenhaus verlassen, hieß es.

Alle 14 Coronavirus-Infektionen im Freistaat standen im Zusammenhang mit dem Stockdorfer Autozulieferer Webasto. Eine chinesische Kollegin hatte den Erreger bei einer Dienstreise im Januar unwissentlich eingeschleppt. Dabei hatten sich einige Mitarbeiter angesteckt, teils infizierten sich auch Angehörige. Zu den Voraussetzungen für eine Entlassung zählen mehrere negative Tests auf das Virus. Die Kriterien hat das Robert Koch-Institut in Berlin festgelegt.

14:04 Uhr - Kein Coronavirus bei China-Rückkehrern in Berlin

Bei den 20 China-Rückkehrern in Berlin lässt sich weiter kein Coronavirus nachweisen. Die jüngsten Tests auf das Covid-19-Virus seien erneut negativ ausgefallen, sagte Lena Högemann, Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit. Die Deutschen und ihre Familienangehörigen hatten sich in der schwer vom Virus betroffenen chinesischen Stadt Wuhan aufgehalten und waren vor mehr als einer Woche nach Berlin geflogen worden. Zwei Wochen sollen die 16 Erwachsenen und 4 Kinder im Stadtteil Köpenick in Quarantäne bleiben. Gebe es weiter keinen Virus-Nachweis, könnten die Rückkehrer die Isolierstation an diesem Sonntag verlassen, ergänzte Högemann.

11:35 Uhr - Chinesische Behörde veröffentlichen Analyse zu Coronavirus-Erkrankungen

Die Epidemie der neuen Lungenkrankheit wird sich nach Einschätzung eines Experten in China möglicherweise erst Ende April stabilisieren. "Das ist eine sehr grobe Schätzung", sagte Zhong Nanshan, Chef der Expertengruppe der chinesischen Regierung. Mit einem Höhepunkt des Ausbruchs sei nach derzeitigem Stand voraussichtlich bis Ende Februar zu rechnen.

Nach einer von Chinas Gesundheitsbehörde vorgestellten Analyse sterben im Land 2,3 Prozent der mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten. Betroffen seien weiterhin vor allem alte Menschen und solche mit schweren Vorerkrankungen wie Herzkreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Bei Menschen über 80 Jahren liege die aus den bisher vorliegenden Daten errechnete Todesrate bei knapp 15 Prozent, berichtete die Behörde am Dienstag, es sterben also in dieser Altersgruppe in China im Mittel etwa 15 von 100 Infizierten. In der Gruppe der 10 bis 39 Jahre alten Menschen sterben 0,2 Prozent der Infizierten, also etwa 2 von 1000 Betroffenen. In der weit überwiegenden Zahl der Fälle - der Gesundheitsbehörde zufolge mehr als 80 Prozent - zeigen Menschen, die sich mit dem Covid-19-Erreger angesteckt haben, nur milde Symptome. Knapp 14 Prozent der Betroffenen entwickeln demnach schwere Symptome wie Atemnot, knapp 5 Prozent lebensbedrohliche Auswirkungen wie Atemstillstand, septischen Schock oder Multiorganversagen.

11:00 Uhr - Zahl der Infizierten von Kreuzfahrtschiff in Japan steigt weiter

Die Zahl der positiv auf das neue Coronavirus getesteten Passagiere und Crewmitglieder des Kreuzfahrtschiffes in Japan ist erneut deutlich gestiegen. Wie das japanische Gesundheitsministerium bekanntgab, erhöhte sich die Zahl um 88 auf inzwischen 542 Fälle. Von den 88, die nun positiv getestet wurden, zeigten 65 keine Symptome wie Fieber oder Husten, meldete der japanische Fernsehsender NHK unter Berufung auf das Gesundheitsministerium in Tokio weiter. Alle Betroffenen wurden in örtliche Krankenhäuser gebracht. Nach zweiwöchiger Quarantäne sollen morgen die ersten Menschen von Bord der "Diamond Princess" in Yokohama gehen dürfen. Die Ausschiffung werde voraussichtlich bis Freitag dauern, so das Gesundheitsministerium.

07:52 Uhr - Engpass bei Antibiotika befürchtet

Der Präsident der EU-Handelskammer in China, Jörg Wuttke, warnt vor einem weltweiten Engpass bei Antibiotika und anderen Medikamenten, falls Probleme bei den Liefererketten im Zuge der Coronavirus-Epidemie nicht bald gelöst werden. Er kritisiert insbesondere die von den Pekinger Behörden angeordnete 14-tägige Quarantäne für alle Neuanreisende aus dem Ausland als unvernünftig. Die Maßnahme mache es schwierig, Experten zur Unterstützung einzufliegen und habe die Probleme verschärft. Wuttke hebt auch die Schwierigkeiten hervor, mit denen die Autoindustrie wegen der Unterbrechung der Lieferungen in China und steigender Lagerbestände konfrontiert sei. Es sei klargeworden, dass man sich von China unabhängiger machen müsse
und einen "Backup-Plan" benötige.

03:25 Uhr - Internationale Automesse in Peking verschoben

Die internationale Automesse im April in Peking wurde verschoben. Wie die Veranstalter am Dienstag auf ihrer Webseite mitteilten, sei die Entscheidung getroffen worden, "um die Gesundheit und Sicherheit der Aussteller und Teilnehmer zu gewährleisten". Die wichtigste Messe auf dem weltgrößten Automarkt sollte eigentlich vom 21. bis 30. April in der chinesischen Hauptstadt abgehalten werden. Wann die Ausstellung nachgeholt werden soll, blieb offen.

Zuletzt wurde auch schon der traditionelle Tokio-Marathon und die weltweit wichtigste Mobilfunk-Messe MWC in Barcelona abgesagt.

01:07 Uhr - Chinesischer Krankenhausdirektor an Coronavirus gestorben

Zum ersten Mal ist in China ein Krankenhauschef der neuen Lungenkrankheit zum Opfer gefallen. Liu Zhiming, der Direktor des Wuchang Hospitals in der schwer vom Coronavirus betroffenen Metropole Wuhan, sei am Montag gestorben, berichtete am Dienstag die Nachrichtenagentur China News.

Ein Medizinerkollege berichtete demnach, der Chefarzt sei in gutem Gesundheitszustand gewesen und hätte selbst nicht erwartet, dass er an der Covid-19-Lungenkrankheit sterben würde. Am Freitag war schon eine 59-jährige Krankenschwester desselben Hospitals an der Lungenkrankheit gestorben.

Insgesamt 1.868 Menschen sind bereits am Coronavirus verstorben. 98 weitere Tote wurden gestern aus dem Epizentrum der Coronavirus-Epidemie vermeldet. Weltweit sind 72.436 Fälle von infizierten Personen bekannt. Wie die Weltgesundheitsorganisation berichtet, sei der Virus in 80 Prozent der Fälle eher "mild", die meisten Infizierten würden sich wieder erholen.

Das waren die Meldungen vom 17. Februar

New coronavirus The cruise ship Diamond Princess is docked at Daikoku Pier in Yokohama near Tokyo on Feb. 17, 2020. The vessel has been kept in quarantine amid the spread of a new coronavirus among passengers and crew. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNx
Diamond Princess im Hafen von Yokohama
© imago images/Kyodo News, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

17:35 Uhr - Deutschland will Kreuzfahrtschiff-Passagiere ausfliegen

Der SPIEGEL berichtet, dass auch die deutschen Passagiere des Kreuzfahrtschiffs "Diamond Princess" ausgeflogen werden sollen. Die Deutschen könnten von einer italienischen Evakuierungsmaschine mitgenommen werden, berichtet der SPIEGEL. Von den acht Deutschen auf dem Schiff hatten sich 2 mit dem Virus infiziert.

17:06 Uhr - Tödliche Viren: Das ist Deutschlands gefährlichste Insel

Friedrich-Löffler-Institut auf Riems in der Ostsee
Friedrich-Löffler-Institut auf Riems in der Ostsee
© RTL

Am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Ostseeinsel Riems wird an hochgefährlichen Tierseuchen geforscht. Es sind Seuchen, die wie das Coronavirus, auf uns Menschen überspringen können. Unsere Reporterin durfte die Experten im Sperrbezirk besuchen. 

13:35 Uhr: Familie in Bayern geheilt aus Trostberger Klinik entlassen

Eine Familie aus dem Landkreis Traunstein in Bayern ist nach der Infektion mit dem Coronavirus  inzwischen gesund aus den Krankenhaus in Trostberg entlassen worden. Alle Familienmitglieder seien geheilt und nicht mehr ansteckend, teilte die Leitung der Kliniken Südostbayern mit. Die Eltern mit ihren Kindern hätten das Krankenhaus schon am Freitag verlassen. Vor allem für die Kinder sei die Quarantäne psychisch stark belastend gewesen. Drei weitere Patienten wurden mittlerweile aus der München Klinik Schwabing entlassen. Damit sind nun sieben der insgesamt 14 Infizierten in Bayern wieder zu Hause. Bei den Trostberger Patienten war das Virus zunächst bei dem Vater festgestellt worden, der beim bayerischen Autozulieferer Webasto arbeitet. Alle 14 Coronavirus-Fälle im Freistaat standen in Zusammenhang mit dem Unternehmen.

12:35 Uhr: Kasinos in Macao dürfen wieder öffnen

Nach einer zweiwöchigen Zwangspause wegen des Coronavirus dürfen die Kasinos im Glücksspiel-Eldorado Macao bald wieder öffnen. Wie die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungsregion am Montag mitteilte, sollen die Kasinos ab Donnerstag wieder schrittweise den Betrieb aufnehmen dürfen. Mit der Schließung der Kasinos hatte die Stadt vorübergehend seine wichtigste Einnahmequelle verloren. Die Umsätze der Glücksspielindustrie in der ehemaligen portugiesischen Enklave sind größer als in Las Vegas. Vor allem viele Chinesen reisen über die Grenze nach Macao, um dort zu spielen. Portugal gab Macao 1999 an China zurück. Seitdem wird das Territorium wie Hongkong nach dem Grundsatz "ein Land, zwei Systeme" unter chinesischer Souveränität autonom in seinen eigenen Grenzen regiert.

12:16 Uhr - Aus für 38.000 Läufer beim Tokio Marathon

Marathon in Tokio
Tokio Marathon
© dpa, Pool

Wenn am 1. März in Tokio der tradtitionelle Marathon gestartet wird, werden statt der fast 40.000 Läufer nur etwa 200 sein. Allen Hobby-Läufern wurde jetzt abgesagt. Hintergrund ist die Ausbreitung des Coronavirus.

11:11 Uhr - Studentin berichtet: So war die Corona-Quarantäne

Ann-Sophie Muxfeldt war eine von 122 Menschen, die zwei Wochen in einer Bundeswehrkaserne in Quarantäne waren. Jetzt durften sie wieder nach Hause. Wie sie die zwei Wochen erlebt hat, berichtet sie hier. 

10:57 Uhr - Mehr als 70.000 Infizierte weltweit

Mindestens 71.810 Menschen haben sich weltweit mit dem Coronavirus infiziert. Die meisten davon in China. Aktuell wurden 1.775 Todesfälle gemeldet. Allein gestern sind 105 Menschen an dem Virus gestorben.

09:55 Uhr: Amerikanischer Evakuierungs-Flieger landet in den USA

Ein erster Flug mit US-Bürgern des in Japan wegen des Coronavirus unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" ist in den USA gelandet. Die in Japans Hauptstadt Tokio gestartete Maschine ist auf einem Militärstützpunkt nordöstlich von San Francisco im US-Bundesstaat Kalifornien angekommen, wie der Lokalsender CBS SF berichtete.
An Bord seien auch 14 Passagiere gewesen, die in den vergangenen zwei bis drei Tagen positiv auf das Coronavirus getestet worden seien, hatte zuvor das US-Außenministerium und das Gesundheitsministerium mitgeteilt. Sie saßen demnach isoliert von den anderen Passagieren in dem Flugzeug. 
Eine zweite Maschine soll noch heute in Texas landen. Alle Passagiere werden zwei Wochen unter Quarantäne gestellt. Das US-Außenministerium bot insgesamt mehr als 300 US-Bürgern, die sich auf dem Kreuzfahrtschiff befanden, eine freiwillige Rückreise in die USA an.

08:55 Uhr: USA holen Bürger von Kreuzfahrtschiff in Yokohama ab

Nach der Ausbreitung des Coronavirus auf dem seit zwei Wochen im Hafen von Yokohama unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiff, haben die USA Hunderte - nicht infizierte - Landsleute von Bord der "Diamond Princess" aus Japan abgeholt. Zwei gecharterte Flugzeuge hoben vom Tokioter Flughafen Haneda ab. Bislang sind 355 Fälle des Erregers unter den Menschen von Bord bestätigt. Unter ihnen sind auch zwei Deutsche. Von den rund 400 US-Passagieren waren 44 positiv getestet worden. Die Infizierten wurden in örtliche Krankenhäuser gebracht. 

Die USA ließen ihre Landsleute in der Nacht mit Fahrzeugen des japanischen Militärs aus dem Hafengelände in Yokohama holen. Nach ihrer Rückkehr in die USA werden die Betroffenen 14 Tage auf US-Militärstützpunkten in Kalifornien und in Texas in Quarantäne kommen. Wer auf dem Flug Symptome entwickeln sollte, wird noch im Flugzeug von anderen getrennt und in den USA in spezielle Einrichtungen gebracht, sagte der Direktor des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten in den USA.

07:00 Uhr: Kreuzfahrt-Reisende werden nach Infektionsfall informiert

Bei den Passagieren und der Besatzung des Kreuzfahrtschiffs "Westerdam", das nach langem Hin und Her in Kambodscha festmachen durfte, sind nach Angaben der Reederei bislang keine weiteren Fälle von Corona-Symptomen aufgetreten. Unter den Reisenden waren laut Reederei 57 Deutsche. Die Gäste, die bereits nach Hause gereist seien, würden von ihren örtlichen Gesundheitsbehörden kontaktiert, teilte die "Holland America Line" mit. 
Bei Passagieren der "Westerdam", die in Kambodscha an Land gegangen waren, war am Wochenende überraschend eine Infektion festgestellt worden. Eine 83-jährige Amerikanerin wurde bei der Weiterreise in Malaysia positiv getestet und ins Krankenhaus gebracht, wie die malaysische Gesundheitsbehörde mitteilte.  Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sind noch einige an Bord der «Westerdam» in Sihanoukville, während andere bereits die Heimreise angetreten haben. Die Gäste an Bord des Schiffs sollen auf das Virus getestet werden.

Hier finden Sie eine Chronologie der Ereignisse in Zusammenhang mit dem gefährlichen Coronavirus.