Gefährliches Virus breitet sich aus

LIVE-TICKER Coronavirus - Alle aktuellen Entwicklungen

28. März 2020 - 23:20 Uhr

Kampf gegen das Coronavirus

Zehntausende sind in Deutschland schon mit dem Virus infiziert. Krankenhäuser bereiten sich auf das Schlimmste vor. Wie lange aber wird der Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 dauern?Hier finden sie die  radikalen Maßnahmen der Bundesländer und  hier alles, was wir bisher über das Coronavirus wissen.

Im Video zeigen wir die Lage in New York, dem US-Epizentrum des Coronavirus. Und mit unserem Live-Ticker bleiben sie immer auf dem aktuellen Stand.

TVNOW-Doku: Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus

Erfahren sie in unserer spannenden Doku, warum Wissenschaftler schon lange vor dem Ausbruch vor dem Virus gewarnt haben. Hier geht es zur TVNOW-Doku "Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus".

+++LIVE-TICKER+++

22:13 Uhr - Offenbar nur noch 3.600 Corona-Patienten in China

Corona-Krise überstanden? In China leiden aktuell offenbar "nur" noch  3.600 Menschen am Coronavirus. Zwar hatten sich insgesamt 81.999 Menschen mit dem Virus infiziert, aber 75.100 gelten mittlerweile als geheilt. 3.299 sind am Coronavirus, bzw. der Lungenkrankheit Covid-19 verstorben.

22:00 Uhr - Aktuelle Zahlen: 430 Corona-Tote in Deutschland

LAND INFIZIERTE TODESFÄLLE
USA   119.748     1.991
Italien    92.472   10.023
Spanien    72.335     5.820
Deutschland    57.695        430
Frankreich    38.105     2.317
Großbritannien    17.312     1.021
Weltweit  657.691   30.438

(Quelle: Johns Hopkins Universität)

21:43 Uhr – Ehemann von Klaus Wowereit stirbt nach Corona-Infektion

​Der Ehemann von Berlins früherem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit ist tot.
​Der Ehemann von Berlins früherem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit ist tot.
© Geisler-Fotopress

​Der Ehemann von Berlins früherem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit ist tot. Der Neurologe Jörn Kubicki verstarb nach Angaben der "Bild"-Zeitung nach einer langjährigen Lungenkrankheit und einer Infektion mit dem Coronavirus an Herzversagen. Die Zeitung beruft sich auf den Freundeskreis des Paares. Wowereit und Kubicki waren seit 1993 liiert.

21:34 Uhr - US-Wirtschaft schrumpft im zweiten Quartal um 25 Prozent

Die US-Investmentbank JPMorgan revidiert wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus ihre Wirtschaftsprognosen deutlich nach unten. Für das erste Quartal erwartet das Geldhaus, dass das amerikanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) um zehn Prozent schrumpfen wird. Für das zweite Quartal rechnet das Finanzinstitut sogar mit einem BIP-Einbruch um 25 Prozent. Zuvor war die Bank von einem Rückgang um vier Prozent im ersten Quartal und einem Rückgang um 14 Prozent im zweiten Quartal ausgegangen.

21:15 Uhr - Schweden geht Sonderweg in der Corona-Krise

imageBROKER
Bislang gibt es in Schweden mehr als 3000 bestätigte Infektionsfälle.
© imageBROKER

Im Gegensatz zu Deutschland und den meisten anderen EU-Ländern geht Schweden mit deutlich mehr Freizügigkeit für seine Bürger gegen die Coronavirus-Krise vor. Kindergärten und Grundschulen bis zur neunten Klasse sind anders als Gymnasien und Unis weiter offen. Das Gleiche gilt für Restaurants, Kneipen und Cafés. Die Skigebiete sind ebenfalls weiter geöffnet, die Staatsgrenzen für Nicht-EU-Bürger dicht, nicht aber für Europäer. Der Kontrast zu dem strikten Vorgehen der skandinavischen Nachbarn Dänemark und Norwegen und auch demjenigen in Deutschland könnte größer kaum sein. Man fragt sich: Geht das gut?

Glaubt man dem Staatsepidemiologen Anders Tegnell, dann wird die schwedische Strategie aufgehen. "Wir sind überzeugt davon, dass das hier der richtige Weg ist", sagte er kurz vor dem Wochenende dem Sender SVT. Im schwedischen Gesundheitswesen baue man sehr auf Vertrauen, Freiwilligkeit und darauf, eigene Lösungen zu finden, sagte er. Die Regierung setzen weitgehend auf die Vernunft der Bevölkerung, auf Empfehlungen an Menschen über 70 zur Vermeidung enger Kontakte sowie auf das für die Schweden typische Vertrauen in die politischen Entscheider.

Diese freizügige Linie erntet aber nicht nur Zuspruch. In einem offenen Brief forderten nun mehrere hochrangige schwedische Wissenschaftler die Behörden Mitte der Woche zum Kurswechsel auf. Die Regierung müsse den Kontakt zwischen den Menschen im Land kräftig einschränken und viel mehr testen, hieß es.

Bislang gibt es in Schweden mehr als 3000 bestätigte Infektionsfälle. Über 90 Menschen sind an Covid-19 gestorben, davon etwa zwei Drittel in Stockholm.

20:59 Uhr - Italien will Einkaufsgutscheine für Bedürftige ausgeben

Die italienische Regierung will Familien helfen, die in finanziellen Nöten sind. Ministerpräsident Giuseppe Conte kündigt an, dass seine Regierung dafür 4,3 Milliarden Euro ausgeben wolle. Die Bürgermeister der Gemeinden sollten das Geld in Einkaufsgutscheine und Lebensmittelpakete investieren. Italien hat im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie bereits ein 25 Milliarden Euro schweres Konjunkturpaket auf den Weg gebracht.

20:29 Uhr - Weltweit mehr als 30.000 Coronavirus-Tote

Weltweit sind mehr als 30.000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die renommierte Johns-Hopkins-Universität in den USA registrierte am Samstag 30.248 Todesfälle. Den Angaben zufolge haben sich 649.904 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gebe in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen. Allein in den USA sind mehr als 115.500 Infektionen nachgewiesen worden, in China mehr als 81.990. In Italien starben seit Beginn der Pandemie 10.023. Das ist die höchste Zahl weltweit.

In Frankreich sind binnen eines Tages 319 weitere Menschen infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Damit liege die Gesamtzahl bei 2.314, teilen die Gesundheitsbehörden mit. 

20:11 Uhr - Trump denkt über zweiwöchige Quarantäne für New York nach

Die US-Regierung denkt nach Worten von Präsident Donald Trump darüber nach, New York für zwei Wochen unter Quarantäne zu stellen. Auch Teile der Bundesstaaten New Jersey und Conncticut könnten abgeschottet werden, sagt Trump. New York ist besonders von der Pandemie betroffen. Eine mögliche Quarantäne solle aber nicht den Handel betreffen.

19:52 Uhr - Regierung kürzt Managergehälter

Nach dem Willen der Bundesregierung sollen Vorstände von Unternehmen, die Staatshilfen wegen der Corona-Krise erhalten, auf Teile ihres Gehalts verzichten. "Mir ist wichtig, dass in Notsituationen auch Vorstände und leitende Angestellte einen Beitrag leisten, insbesondere bei den Bonuszahlungen", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung"  laut Vorabbericht. Die konkrete Ausgestaltung werde im Einzelfall besprochen.

19:38 Uhr - Spanien verschärft Ausgangsbeschränkungen

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat im Kampf gegen das Coronavirus eine weitere Verschärfung der bereits seit zwei Wochen geltenden Ausgangsbeschränkungen angekündigt. Ab Montag sollen alle Arbeitnehmer, die keine unbedingt notwendigen Arbeiten verrichten, zwei Wochen lang zu Hause bleiben, erklärte der Regierungschef in einer Fernsehansprache. Welche Sektoren genau gemeint sind, sagte er nicht. Das Gehalt werde den Betroffenen in dieser Zeit weiter gezahlt, die nicht geleisteten Arbeitsstunden könnten sie später schrittweise nachholen.

19:25 Uhr - Sri Lanka: Touristenführer stirbt an Corona - Er hatte Kontakt mit Deutschen

In Sri Lanka hat es den ersten Covid-19-Toten gegeben. Der 60-jährige Touristenführer habe an Diabetes gelitten und eine Nierentransplantation gehabt, teilte der Direktor der nationalen Gesundheitsbehörde, Anil Jasinghe, am Samstag mit. Nach Angaben der Polizei war der Mann in ein Krankenhaus gebracht worden, nachdem er vor zwei Wochen mit deutschen Touristen gearbeitet habe. Ob er sich dabei ansteckte, blieb unklar. Auch zu den Deutschen gab es zunächst keine näheren Angaben.

Der Inselstaat im Indischen Ozean an der Südspitze Indiens hat bereits die Bewegungsfreiheit seiner 23 Millionen Einwohner eingeschränkt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Nach Angaben der US-Universität Johns Hopkins wurden bisher 113 mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierte in dem Land registriert.

19:19 Uhr - Mehr als 1.000 Infizierte in Griechenland

In Griechenland haben sich nach offiziellen Angaben bislang insgesamt 1.061 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Am Samstag seien 95 neue bestätigte Fälle hinzugekommen, teilt Gesundheitsminister Sotiris Tsiodras mit. 32 Personen seien an der Lungenkrankheit gestorben.

19:01 Uhr - Roboter sorgt für Abstand im Supermarkt

28.03.2020, Nordrhein-Westfalen, Lindlar: Pflegeroboter «Pepper» steht im Kassenbereich des Edeka-Marktes und weist Kunden darauf hin, Abstand zu halten und sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Außerdem wirbt er für Rücksichtnah
Die Idee dazu entwickelte Marktinhaber Marc-Philipp Stöcker (31) gemeinsam mit seinem Freund Florian Schaf.
© dpa, Markus Klümper, sab

Ein kleiner Roboter hilft Kunden eines Edeka-Marktes in Lindlar, untereinander auf Abstand zu bleiben und sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. "Pepper", der eigentlich ein Pflegeroboter ist, steht seit Mittwoch im Kassenbereich der Filiale und schwört Einkaufende mit elektronischer Stimme auf die Schutzmaßnahmen ein. Außerdem wirbt er für Rücksichtnahme und Solidarität untereinander und rät mit kindlich-freundlichem "Gesichtsausdruck" von Hamsterkäufen ab.

18:22 Uhr - Jetzt mehr als 10.000 Corona-Tote in Italien

In Italien sind seit Beginn der Pandemie mehr als 10.000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Der Zivilschutz meldete am Samstag 889 neue Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 10.023.

17:26 Uhr - Münchner bittet: Haltet Mindestabstand ein

Die Münchner Polizei hat Spaziergänger am Samstag erneut darauf hingewiesen, den in der Corona-Krise vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Die Parks und Wiesen etwa an der Isar seien am Nachmittag gut besucht gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Er appellierte eindringlich, sich nicht mit Freunden oder Bekannten zu treffen - dies sei derzeit nicht erlaubt. Die Polizei war vielerorts mit Einsatzkräften unterwegs, um Verstöße gegen die Auflagen zu ahnden.

16:51 Uhr - Altmaier plant weiterreichendes Programm für Wirtschaft

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier arbeitet an umfassenden Plänen für die Wiederbelebung der Wirtschaft nach der Coronakrise. Die Rettungspakete alleine würden nicht reichen, sagt Altmaier im Interview mit der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". "Wir brauchen ein umfassendes Fitnessprogramm für die deutsche Wirtschaft." Das Konzept solle nicht nur klassische Konjunkturpakete umfassen, sondern auch strukturell die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft verbessern. So müsse der Rückstand bei der Digitalisierung aufgeholt werden und industrielle Produktion wie Arzneimittel und Biotech auch in Deutschland angesiedelt sein.

16:10 Uhr - Mann wollte sich von seiner Frau verabschieden - Polizeieinsatz

Weil er sich von seiner schwer an Covid-19 erkrankten Frau verabschieden wollte, hat ein Mann in Unterfranken für einen Polizeieinsatz gesorgt. Der 62-Jährige sei ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert und habe seine Frau in einem Krankenhaus in Lohr am Main (Landkreis Main-Spessart) besuchen wollen, teilte die Polizei am Samstag mit.

Als ihn das Personal in der Nacht auf Samstag aufforderte, das Krankenhaus zu verlassen, weigerte er sich laut Polizei und drohte, das Personal mit dem Virus anzustecken. Den erwachsenen Kindern des Paares gelang es schließlich, den 62-Jährigen zum Gehen zu bewegen. Dabei entschuldigte er sich beim gesamten Krankenhauspersonal für sein Verhalten.

15:35 Uhr - Russland schließt ab Montag die Grenzen

Russland will seine Grenzen ab dem 30. März schließen. Das gelte für alle Grenzposten, Fahrzeuge sowie Fußgänger und auch an den Seegrenzen, heißt es in einer am Samstag veröffentlichten Anordnung der Regierung. Ausgenommen seien unter anderem russische Diplomaten sowie Lastwagen. Internationale Flüge wurden bereits eingestellt. In Russland sind 1.264 Coronavirus-Fälle gemeldet.

15:16 Uhr - Mehr als 1.000 Corona-Tote in Großbritannien

In Großbritannien steigt die Zahl der Toten durch das Coronavirus auf 1.019. Die Zahl sei in den 24 Stunden bis 18.00 Uhr MEZ am Freitag um 260 gestiegen. Bis Samstagmorgen hätten sich 17.089 Menschen mit dem Virus infiziert, teilt die Regierung mit.

15:01 Uhr - Corona-Verdacht auf Kreuzfahrtschiff: Rückholaktion soll starten

ARCHIV - 27.03.2020, Australien, Perth: Das deutsche Kreuzfahrtschiff «MS Artania» liegt im Hafen von Fremantle. (zu dpa «Australien: Corona-Verdacht bei 46 Kreuzfahrt-Passagieren») Foto: Richard Wainwright/AAP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Die Gesundheitsbehörden seien jetzt noch einmal an Bord der "MS Artania" gewesen und hätten weitere Proben genommen.
© dpa, Richard Wainwright, rw ss jai

Nach dem Coronaverdacht von 46 Menschen auf einem deutschen Kreuzfahrtschiff vor Australien, soll eine Rückholaktion der nicht-infizierten Passagiere starten. Der Aktion stehe nach Angaben der Behörden nichts im Wege, sagte der Geschäftsführer des Bonner Reiseveranstalters Phoenix, Benjamin Krumpen, am Samstag: "Personen, die positiv getestet sind, bekommen einen 14-tägigen Aufenthalt in einem Krankenhaus in Australien." Alle anderen der 832 Passagiere könnten mit eigens dafür gecharterten Maschinen am Nachmittag des nächsten Tages lokaler Zeit nach Hause.

Die Gesundheitsbehörden seien jetzt noch einmal an Bord der "MS Artania" gewesen und hätten weitere Proben genommen. Das Ergebnis sei nicht vor morgen zu erwarten, sagte Krumpen. Alle Gäste seien in ihren Kabinen und würden dann am nächsten Tag mit einem Transfer zum Flughafen gebracht. "Es ist sicher, dass die dann hier 14 Tage in häusliche Quarantäne kommen", sagte Krumpen.

14:27 Uhr – Hunger ist kein Grund für Regel-Verstoß

​Mit mehr als 12.000 Corona-Infizierten (Stand Samstagmittag) ist Nordrhein-Westfalen das am schlimmsten betroffenen Bundesland – und die Fallzahlen steigen weiter. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, greifen die Behörden hart durch. Am Freitagabend kontrollierte die Polizei Dortmund mit einer Straßensperre die Einhaltung des Kontaktverbots in Autos. Mit ernüchterndem Ergebnis: Viele Personen haben gegen die Regeln verstoßen.

So saß in einem Wagen eine vierköpfige Gruppe, twitterte die Polizei. Ihre Ausrede: "Wir kommen aus Recklinghausen und hatten Hunger!" Das macht ein Bußgeld von 200 Euro pro Person. "Teures Essen", kommentieren die Beamten.

14:25 Uhr - Amtsarzt: Berlins Infektionszahlen sind unterschätzt

Der Reinickendorfer Amtsarzt Patrick Larscheid hält die aktuellen Infektionszahlen in der Coronavirus-Pandemie für die Hauptstadt für unterschätzt. "Der Fallzahlanstieg kann ja nur so groß sein wie die Testkapazität ist", sagte er am Samstag. "Das ist der Knackpunkt. Die Tests in Berlin sind weiter auf 2.000 am Tag limitiert. Der Bedarf geht aber darüber hinaus." Für eine Abschätzung, ob Schutzmaßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen wirkten, ist es nach Larscheids Meinung allein wegen dieser unsicheren Datenlage noch viel zu früh.

In Berlin waren mit Stand von Freitagabend offiziell 2.152 bestätigte Coronavirus-Infektionen registriert, darunter acht Todesfälle. 261 Covid-19-Patienten wurden im Krankenhaus behandelt, davon 53 Menschen auf einer Intensivstation. 645 Erkrankte seien wieder genesen.

14:21 Uhr - Corona-Kranke aus Italien in Köln gelandet

Ein Medevac-Airbus der Bundeswehr ist mit sechs italienischen Covid-19-Patienten an Bord in Köln gelandet. Die Kranken würden in zivile Kliniken in Köln, Bonn und Bochum gebracht, sagt ein Sprecher der Luftwaffe. Während des Fluges wurden die Patienten von drei Ärzten und drei Pflegern des Sanitätsdienstes versorgt.

14:12 Uhr - 400.000 Schutzmasken in Niedersachsen angekommen

HANDOUT - 27.03.2020, Hessen, Frankfurt/Main: Der Logistikdienstleister DB Schenker und Lufthansa Cargo haben 2.780.000 Atemschutzmasken an die Landesregierung von Hessen geliefert. Die 12,7 Tonnen medizinisches Material erreichten aus Schanghai komm
Eine Ladung mit 400.000 Atemschutzmasken aus China ist am Samstag in Braunschweig angekommen.
© dpa, Deutsche Bahn AG, kno

Eine Ladung mit 400.000 Atemschutzmasken aus China ist am Samstag in Braunschweig angekommen. Ministerpräsident Stephan Weil und der VW-Personalvorstand Gunnar Kilian nahmen die im Einsatz gegen das Coronavirus dringend benötigte Fracht in Empfang. Volkswagen hatte diese erste Ladung bestellt und will nach eigenen Angaben insgesamt Medizingüter für 40 Millionen Euro beschaffen und spenden.

240.000 Atemschutzmasken sollen an medizinische Einrichtungen im Bund gehen, 160.000 Masken an Kliniken und Ärzte in Niedersachsen. Die Verteilung werde durch öffentliche Stellen organisiert, teilte VW mit. Außer Masken sind auch Handschuhe, Desinfektionsmittel, Fieberthermometer, Schutzbrillen und Schutzanzüge bestellt.

13:53 Uhr - Mehr als 600.000 Coronavirus-Infektionen weltweit

Kurz nach Samstagmittag bezifferte die renommierte Johns-Hopkins-Universität die Zahl der nachweislich Infizierten mit 614.884. Demnach starben mehr als 28.600 in Folge oder an der Lungenkrankheit Covid-19, die das Virus auslösen kann. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gebe in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen. Allein in den USA sind mehr als 104.830 Infektionen nachgewiesen worden, in Italien mehr als 86.490 und in China mehr als 81.990.

12:29 Uhr - Über 800 Tote in Spanien innerhalb von 24 Stunden

In Spanien sind innerhalb von 24 Stunden 832 neue Todesopfer verzeichnet worden. Das ist der höchste Anstieg, der in dem Land bislang registriert wurde, so die Gesundheitsbehörden in ihrer täglichen Bilanz. Insgesamt kletterte die Zahl der Opfer auf knapp 5.700. Auch die Zahl der Infizierten stieg weiter an und lag 72.000.

Mehr als 12 000 Menschen sind bereits wieder gesund. Die am heftigsten betroffene Region bleibt Madrid, wo fast die Hälfte aller Todesfälle verzeichnet wurde. Nach Italien ist Spanien weiterhin das Land in Europa, das vom neuen Virus Sars-CoV-2 am stärksten in Mitleidenschaft gezogen wird.

12:09 Uhr - Erster Todesfall in Mecklenburg-Vorpommern

Erstmals ist in Mecklenburg-Vorpommern ein Mensch im Zusammenhang mit einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Es handle sich um einen 57-jährigen Mann aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, der sich Anfang März im Skiurlaub in Österreich aufgehalten habe, teilte das Gesundheitsministerium mit. 

11:39 Uhr - Zwei Deutsche auf Zypern und auf Kreta gestorben

Ein 67-Jähriger Deutscher Tourist ist auf Zypern an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Vor zwei Tagen war auf der griechischen Insel Kreta ein 42 Jahre alter Deutscher Mathematikprofessor an einer Lungenembolie als Folge einer Infektion mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben.

11:09 Uhr - Merkel bedankt sich bei Bürgern für Geduld

Merkel-Podcast (Screenshot)
Merkel-Podcast (Screenshot)
© © 2020 Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Mit einer persönlichen Nachricht hat Bundeskanzlerin Angela Merkel sich aus der häuslichen Quarantäne gemeldet und die Menschen in Deutschland um Geduld in der Corona-Krise gebeten. Der Mensch sei "nun mal auf Kontakt und Nähe eingestellt, und darauf freue ich mich dann auch wieder", sagte die CDU-Politikerin, die nach Kontakt zu einem infizierten Arzt derzeit zu Hause bleibt.

+++ Hier geht es zum aktuellen Podcast der Bundeskanzlerin. +++

"Niemand kann heute mit gutem Gewissen sagen, er wisse, wie lange diese schwere Zeit anhält", sagte Merkel. "Ich muss Sie bitten, seien Sie geduldig."

Sie bedankte sich ausdrücklich bei den Menschen, die sich an die Anordnungen hielten. "Danke, von ganzem Herzen dank!"

10:29 Uhr - EU plant keine Corona-Bonds

In der Corona-Krise plant die Europäische Kommission keine eigenen Anleihen zur milliardenschweren Schuldenaufnahme. Dies stellte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen klar. "Da gibt es ganz klare rechtliche Grenzen, das ist nicht der Plan. Daran arbeiten wir nicht."

Der Streit über sogenannte Corona-Bonds schlägt in der EU derzeit hohe Wellen. Italien und andere Länder dringen auf eine gemeinsame Schuldenaufnahme, die unter anderen Deutschland aber ablehnt. Von der Leyen legte sich in der Debatte nicht fest und verwies auf die Eurogruppe, die binnen zwei Wochen Vorschläge machen soll.

10:09 Uhr - Zwangspause für deutsche Krabbenfischer

Krabbenfischer an der deutschen Nordseeküste müssen eine Zwangspause wegen der Corona-Krise einlegen. Es gebe einen Fangstopp, sagte ein Sprecher der Erzeugergemeinschaft der Deutschen Krabbenfischer. "In Marokko haben sie auch das Virus. In Marokko werden ja die Krabben gepult, da bricht die Produktion gerade zusammen."

Unter Umständen blieben die Boote monatelang liegen.

08:49 Uhr - Bundeswehr brint schwerkranke Italiener nach Deutschland

Wegen der dramatischen Notlage norditalienischer Krankenhäuser in der Coronavirus-Krise fliegt die Luftwaffe Patienten nach Deutschland aus. Der Airbus A310 MedEvac, die fliegende Intensivstation der Bundeswehr, soll jetzt sechs schwer erkrankte Italiener in Intensivbehandlung von Bergamo nach Köln bringen.

"In Zeiten größter Not ist es selbstverständlich, dass wir unseren Freunden zur Seite stehen", sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) zu dem Einsatz. "Deshalb holen wir mit unserer fliegenden Intensivstation der Luftwaffe jetzt Schwerstkranke aus Italien zur Behandlung nach Deutschland. Das ist ein wichtiges Zeichen der Solidarität. Europa muss zusammenhalten." Das Flugzeug sollte am späten Mittag zurück in Köln sein. Die Patienten sollten zur Behandlung in zivile Krankenhäuser gebracht werden. 

08:09 Uhr - Handel in Berlin-Brandenburg wünscht Kunden mit Mundschutz

Der Einzelhandel in Berlin und Brandenburg ruft die Kunden von Supermärkten dazu auf, beim Einkaufen einen Mundschutz zu tragen. "Je mehr Leute ihn freiwillig tragen, desto mehr schützen sie andere", sagte ein Sprecher. "Wir freuen uns auch über ein Lächeln hinterm Mundschutz."

Für immer mehr Verkäufer gebe es Plexiglas-Scheiben über den Kassen zum Schutz vor möglichen Infektionen, erklärte er. Zudem regelten Händler den Zugang zu ihren Geschäften, etwa über die Zahl der Einkaufswagen. Dann würden nur Kunden mit Wagen eingelassen.

04:40 Uhr - Corona-Maßnahmen sollen in Deutschland bis 20. April bestehen bleiben

Kanzleramtschef Helge Braun sieht bis zum 20. April keine Lockerungen der bisher ergriffenen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. "Wir reden jetzt bis zum 20. April nicht über irgendwelche Erleichterungen", sagte Braun dem "Tagesspiegel" (Samstag) laut Online-Veröffentlichung. Bis zu diesem Termin gelten demnach die meisten Maßnahmen und diese bleiben auch bestehen.

04:26 Uhr - Coronavirus-Schnelltest in den USA zugelassen

In den USA ist ein Schnelltest zugelassen worden, der innerhalb weniger Minuten eine Infizierung mit dem neuartigen Coronavirus nachweisen soll. Die Test-Kits würden von einem mobilen Labor ausgewertet, das nur etwa so groß sei wie ein Toaster, und könne damit auch außerhalb von Krankenhäusern eingesetzt werden, teilte der Hersteller Abbott am Freitagabend (Ortszeit) mit. Der Test stelle innerhalb von fünf Minuten fest, ob eine Probe mit Sars-CoV-2 infiziert sei, ein gesichertes negatives Ergebnis dauere 13 Minuten, hieß es.

Die US-Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde FDA erklärte, der Test sei im Rahmen eines Dringlichkeitsverfahrens bis auf Widerruf zugelassen worden. Der Hersteller erklärte, innerhalb eines Monats rund fünf Millionen Tests produzieren zu wollen.

04:17 Uhr - Tom Hanks nach Corona-Quarantäne in Australien zurück in den USA

Nach seiner zweiwöchigen Covid-19-Quarantäne in Australien ist das Schauspieler-Ehepaar Tom Hanks und Rita Wilson zurück in den USA. Das Promiportal TMZ und die «New York Post» berichteten am Freitag (Ortszeit), die Beiden seien per Privatjet in Los Angeles angekommen - und könnten nicht glücklicher aussehen. Laut «New York Post» kniete der 63-jährige Oscar-Preisträger («Philadelphia») auf der Landebahn des Flughafens nieder und tanzte anschließend.

01:33 Uhr - Trump bricht eigene Corona-Regeln vor laufenden Kameras

United States President Donald J. Trump participates in a signing ceremony for a two trillion dollar coronavirus relief bill in the Oval Office at the White House in Washington, DC on March 27, 2020. Standing behind the President from left to right:
Donald Trump hält keinen Abstand und bricht Corona-Regeln.
© Erin Schaff / Pool via CNP/AdMedia / SplashNews.com

Die Richtlinien von US-Präsident Donald zur Bekämpfung des Coronavirus sehen vor, dass Ansammlungen von mehr als zehn Menschen vermieden werden sollen. Am Freitag (Ortszeit) hielt sich Trump nicht an seine eigenen Vorgaben. Insgesamt 15 Kabinettsmitglieder, Berater, Kongressmitglieder und Senatoren umringten den Präsidenten dicht gedrängt im Oval Office, als Trump im Weißen Haus ein Gesetz unterzeichnet, mit dem rund zwei Billionen US-Dollar in die kriselnde US-Wirtschaft gepumpt werden sollen.

Den von der US-Gesundheitsbehörde CDC vorgeschlagenen Sicherheitsabstand von zwei Metern zu anderen Personen hielt bei der Zeremonie keiner der Anwesenden ein. Der CNN-Journalist Jim Acosta - der als Trump-Kritiker bekannt ist - spottete anschließend auf Twitter: «Soziale Distanzierung? Nicht bei der Unterzeichnung des Konjunkturgesetzes im Oval Office.»

01:30 Uhr - Aktuelle Zahlen: Fast 600.000 Infizierte weltweit

LAND INFIZIERTE TODESFÄLLE
USA    101.657      1.581
Italien      86.498      9.134
Spanien      65.719      5.138
Deutschland      50.871         342
Frankreich      33.402      1.997
Großbritannien      14.745         761
Weltweit    593.291     27.198

01:02 Uhr - Bundeswehr-Krankenhäuser stocken auf

Die Bundeswehr verdoppelt in ihren fünf Krankenhäusern derzeit die Kapazitäten für Intensivbehandlungen. Das sagte der Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn, dem "Mannheimer Morgen" (Samstag-Ausgabe) laut Vorabbericht. Zudem würden im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus auch Reservisten mit medizinischer Ausbildung aufgerufen, sich freiwillig zu melden. "Wir haben bereits 5000 Antworten." Der Generalinspekteur kann sich demnach vorstellen, dass Soldaten im Wege der Amtshilfe auch Aufgaben übernehmen, wo zivile Leistungen bereits ausgeschöpft sind. So könne eine Kaserne als Umschlagplatz für medizinisches Material dienen oder es könnten Transporte übernommen werden, sagte Zorn.

+++ Ab hier lesen sie alle Meldungen vom 27.03. +++

+++Die komplette Chronologie der Coronavirus-Entwicklungen vom 27. März lesen Sie hier.+++