Ein Virus hält die Welt in Atem

LIVE-TICKER Coronavirus - alle Infos und Entwicklungen

08. April 2020 - 14:19 Uhr

Kampf gegen das Coronavirus

Mehr als hunderttausend Menschen sind in Deutschland inzwischen mit dem Virus infiziert. Krankenhäuser bereiten sich auf das Schlimmste vor. Wie lange aber wird der Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 dauern? Hier finden Sie die radikalen Maßnahmen der Bundesländer und hier alles von A bis Z, was Sie über das Coronavirus wissen müssen.​ 

TVNOW-Doku: Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus

Wie besiegen wir Corona? Sehen Sie dazu die spannende TVNOW-Doku: "Stunde Null - Wettlauf mit dem Corona-Virus" (Teil 2)

+++LIVE-TICKER+++

14:15 Uhr - Tourismusbeauftragter befürchtet "kaum vorstellbare Katastrophe"

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), warnt vor massiven Folgen, sollte es im Sommer noch große Einschränkungen für die Urlaubsbranche geben. Bareiß sagte, eine seriöse Einschätzung der Lage im Juli oder August könne heute niemand vornehmen. "Wir werden aber sicher erst Schritt für Schritt das Wirtschaftsleben wieder hochfahren. Sollte die Sommerreisezeit in Gefahr sein, so bedeutet das für die Tourismuswirtschaft, die Hotels und Restaurants, eine kaum vorstellbare Katastrophe."

Nach Überzeugung von Ärztepräsident Klaus Reinhardt wird der Sommerurlaub in Deutschland noch mit massiven Einschränkungen verbunden sein - mehr dazu lesen Sie hier. 

13:55 Uhr - Niedersachsens Verfassungsschutz warnt vor Verschwörungstheorien

Der niedersächsische Verfassungsschutz hat vor Verschwörungstheorien angesichts der Corona-Epidemie gewarnt. Verstärkt registriere die Behörde Menschen, die Verschwörungstheorien mit Bezug auf das Coronavirus entwickelten und über das Internet verbreiteten, sagte Verfassungsschutzpräsident Bernhard Witthaut. "Wir sind wachsam, seien Sie es auch. Glauben Sie nicht alles, was im Internet verbreitet wird."

Vereinzelt gäbe es Aktionen von Extremisten, um "Handlungsfähigkeit" zu dokumentieren. Im Internet initiierten Rechtsextremisten eine Anti-EU-Propaganda. Die Europäische Union werde darin als ein Vehikel zur Ausbeutung des wirtschaftsstarken Deutschlands dargestellt.

13:15 Uhr - Osteuropa als möglicher Gewinner der Corona-Krise?

Osteuropa könnte nach Einschätzung des Ostausschusses der deutschen Wirtschaft von der Corona-Krise profitieren. Als Grund nannte der Hauptgeschäftsführer des Ostausschusses, Michael Harms, die geplante Rückverlagerung von Produktionen aus Asien nach Europa. "Davon könnten die osteuropäischen Länder profitieren, weil sie sehr wettbewerbsfähig aufgestellt sind", sagte er. Polen könnte das von der Corona-Krise hart getroffene Italien möglicherweise in diesem Jahr als fünftwichtigster Handelspartner ablösen Die unterbrochenen Lieferketten ließen sich leichter wieder herstellen als zu anderen EU-Ländern.

12:17 Uhr - NRW-Gesundheitsminister: Besuche in Pflegeheim "in Kürze" wieder erlauben

Bewohner der nordrhein-westfälischen Pflegeheime sollen trotz der Corona-Krise bald wieder Besuch empfangen dürfen - mehr dazu hier. Er habe bei mehreren Wissenschaftlern Praxisvorschläge in Auftrag gegeben, wie das Leben in den Heimen trotz Virus aufrechterhalten werden könne, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der "Rheinischen Post". "Die Vorschläge werden schon in Kürze vorliegen und dann auch schnell umgesetzt. Wie auch immer geartete Besuche müssen wieder möglich sein."

Die Freiheitsrechte der älteren Generation könnten nicht über einen längeren Zeitraum ausgehebelt werden, betonte der 62-Jährige. "Sie können es den 170.000 Menschen in unseren Pflegeheimen nicht zumuten, dass für sie über ein halbes oder ganzes Jahr hinweg ein Besuchsverbot gilt, dass sie weder Ehepartner, Kinder noch Enkel sehen können."

11:39 Uhr - Spanien plant ab Ende April langsame Rückkehr zur Normalität

Das besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffene Spanien könnte nach Auffassung der Regierung Ende April Schritt für Schritt zu einer gewissen Normalität zurückkehren. Kurz vor der offiziellen Verlängerung der strikten Ausgangsbeschränkungen bis zum 26. April versicherte Finanzministerin und Regierungssprecherin María Jesús Montero am Mittwoch in einem Interview mit dem Sender "Antena 3", dass die Bürger nach diesem Datum langsam "ihr normales Leben zurückgewinnen können". Für Menschen, die Straßen und Plätze bevölkerten, werde es aber "klare Anweisungen" der Regierung geben, so Montero.

11:15 Uhr - Paketboom und Kurzarbeit bei der Post

Die Deutsche Post berichtet mitten in der Coronavirus-Krise von einem Paketboom wie im Weihnachtsgeschäft. Seit Ende März habe die Zahl der ausgelieferten Sendungen kräftig zugenommen, sagte Post-Chef Frank Appel am Mittwoch in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Weil die Post weiter wachsende Paketzahlen erwartet, will sie Mitarbeiter aus anderen Bereichen verstärkt im Paketgeschäft einsetzen. Auch Neueinstellungen seien geplant.

Für einen Teil der rund 185.000 Beschäftigten in Deutschland plant der Dax-Konzern allerdings Kurzarbeit, wie Appel bestätigte. Darüber werde derzeit mit den Betriebsräten gesprochen. Es gehe um Mitarbeiter von Tochterunternehmen, die in Lagern für die Automobilindustrie arbeiteten. Konkrete Zahlen nannte Appel nicht.

10:51 Uhr - Grüne fordern Kurzarbeitergeld auf bis zu 90 Prozent anzuheben

Mehr Kurzarbeitergeld, das besonders Arbeitnehmer mit mittlerem und kleinem Einkommen in der Krise entlastet. Das fordern die Grünen. "Niemand sollte aufgrund von Kurzarbeit in Armut geraten", sagte Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt im Gespräch mit ntv.de - mehr dazu lesen Sie hier.

10:25 Uhr - Außenminister Maas: Nur Deutschland und Luxemburg nehmen Flüchtlingskinder auf

Außenminister Heiko Maas bedauert, dass viele EU-Staaten trotz fester Zusagen vorerst keine unbegleiteten Minderjährigen aus den Migrantenlagern in Griechenland aufnehmen wollen. "Wir sind neben den Luxemburgern die Einzigen, die überhaupt noch bereit sind, Kinder aufzunehmen", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch im Frühstart bei RTL und ntv - mehr zur Aufnahme von 350 bis 500 Menschen hier.

10:00 Uhr - Bundespräsident: "Für viele Familien belastende Zeiten"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Ehefrau Elke Büdenbender haben sich am Mittwochvormittag in einer Videobotschaft an die Bevölkerung gewandt: "Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, es sind ungewöhnliche Zeiten, die wir erleben – ungewöhnliche und für viele Familien belastende Zeiten", sagte Steinmeier. Die Corona-Pandemie verändere das Leben vollkommen. "Sie verändert unser Zusammenleben. Wir müssen Abstand halten zueinander aus Verantwortung füreinander. Ja, das ist ein Gebot der Mitmenschlichkeit. Aber es fällt uns oft schwer."

09:51 Uhr - Mehr Jüngere informieren sich wieder im Fernsehen

In der Corona-Krise schalten in Deutschland wieder mehr Jüngere das Fernsehen ein. "Vor allem jüngere Zielgruppen kehren auf der Suche nach qualitativ hochwertiger Information zum linearen Fernsehen zurück. Der langfristige Abwärtstrend, das Abwandern junger Zielgruppen in andere Medienkanäle, ist vorerst gestoppt", teilte die AGF Videoforschung am Mittwoch in Frankfurt am Main mit. Die Arbeitsgemeinschaft erfasst die Nutzung von TV und Streaming der hiesigen Fernsehsender.

Insgesamt erreichte Fernsehen über alle Altersgruppen ab 3 Jahre hinweg mehr Menschen. Der Anteil derer, die im März mindestens einmal Kontakt mit TV hatten, stieg von 72 Prozent im Februar auf 75 Prozent. Die Vorsitzende der Geschäftsführung, Kerstin Niederauer-Kopf, fasst es so zusammen: "Dieser Tage lodert das TV-Lagerfeuer wieder heftig."

09:35 Uhr - Hamburger Kita verbietet Gesichtsmasken

Die Diskussion darüber, wie sinnvoll das Tragen von Masken im Kampf gegen die Corona-Ausbreitung ist, weitet sich aus. eine Hamburger Kindertagesstätte hat Erziehern das Tragen von Gesichtsmaksen verboten. Begründung: Maskierte Gescihter machten den Kindern Angst. Wir haben einen Kinderpsychologen vefragt, was er von dieser Regelung hält.

09:02 Uhr - Ermittler in Aachen buchten zwei Corona-Betrüger ein

Die Polizei Aachen hat zwei vorbestrafe Betrüger festgenommen, die Anfang März über einen Online-Handel Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel in großer Stückzahl angeboten haben sollen, ohne tatsächlich über die Ware zu verfügen. "In nur wenigen Tagen hatten sie hierdurch Erlöse in Höhe von rund 37.000 Euro erzielt, die größtenteils durch Beschlagnahme des Firmenkontos der Beschuldigten gesichert werden konnten", teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Zuvor hatten die Ermittler mehrere Durchsuchungsbeschlüsse gegen die 57-jährigen und 60-jährigen deutschen Staatsangehörigen aus Alsdorf vollstreckt. Gegen beide Tatverdächtigen wurde am Dienstag Haftbefehl erlassen, sie sitzen in Untersuchungshaft.

08:46 Uhr: Staatliche Milliardenkredite für Reiseanbieter Tui

Der Weg für ein staatliches Hilfspaket an den Tui-Konzern in der Corona-Krise ist frei. Mehrere Banken erklärten ihre Zustimmung zu einem vom Bund in Aussicht gestellten Kredit über 1,8 Milliarden Euro, teilte der weltgrößte Reiseanbieter am Mittwochmorgen in Hannover mit. Das Geld kommt von der staatlichen Förderbank KfW - wegen gleichzeitiger Änderungen an einem anderen Darlehensprogramm mussten aber noch weitere Institute ihr Einverständnis geben.

"Wir bereiten uns jetzt intensiv auf die Zeit nach der Corona-Krise vor und sind überzeugt, dass die Menschen auch in Zukunft reisen und andere Länder und Kulturen kennen lernen möchten", sagte TUI-Chef Fritz Joussen.

08:18 Uhr - EU-Finanzminister vertagen: Rettungspaket-Verhandlungen ergebnislos

Im Streit über das milliardenschwere Corona-Krisenpaket der Europäischen Union haben die Finanzminister auch in der Nacht zum Mittwoch keinen Durchbruch geschafft. Noch sei nichts vereinbart und es sei immer noch unklar, ob eine Lösung erzielt werde, hieß es am frühen Morgen aus Verhandlungskreisen.

Eine eigentlich für den Dienstagabend vorgesehene Pressekonferenz war bereits in der Nacht auf 10:00 Uhr am Mittwoch verschoben worden. Am Morgen dann die Entscheidung: Vertagung auf Donnerstag statt Einigung.

08:14 Uhr - Bundesinnenministerium schlägt strenge Quarantäne-Regeln vor

Harte Strafen, damit will das Innenministerium die geplante Quarantäne für Deutschland-Rückkehrer durchsetzen. Wer nach der Einreise gegen die häusliche Isolation verstößt, soll nach den Empfehlungen des Ministerium zwischen 200 Euro und 25.000 Euro zahlen. Welche Ausnahmen es gibt und wovon die Höhe der Strafen abhängen soll, lesen Sie hier.

07:35 - Massiver Anstieg der Todesfälle in den USA

Land Infizierte Tote
Weltweit 1.430.453 82.145
USA 399.886 12.907
Spanien 141.942 14.045
Italien 135.586 17.127
Frankreich 110.070 10.328
Deutschland 107.663 2.016
China 82.783 3.337
Großbritannien 55.949 6.159

Quelle: Johns Hopkins University

In den USA sind an einem Tag fast 2.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das ging am Mittwoch kurz vor Mitternacht (Ortszeit) aus den Daten der amerikanischen Universität Johns Hopkins für den Dienstag hervor. Mit genau 1.921 Toten binnen 24 Stunden war dies der bisher höchste Anstieg innerhalb eines Tages seit Beginn der Krise.

07:17 Uhr - Tourismusverband will Verschiebung der Sommerferien

05.04.2020, Mecklenburg-Vorpommern, Zinnowitz: Menschenleer ist die Strandpromenade mit der Seebrücke im Ostseebad Zinnowitz auf der Insel Usedom (Luftaufnahme mit einer Drohne). Wegen der scharfen Einschränkungen im öffentlichen Leben wird der tradi
Menschenleerer Strand bei bestem Frühlingswetter auf Usedom
© dpa, Stefan Sauer, sts

Angesichts der massiven Probleme der Reisebranche in Deutschland durch die Corona-Krise hat der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern eine einmalige Verschiebung aller Sommerferientermine auf August und September vorgeschlagen. Dann seien vermutlich mehr Räume für Ferien- und Freizeitgestaltung wieder freigegeben als im Juni und Juli, sagte der Geschäftsführer des Landestourismusverbands, Tobias Woitendorf. Auch die Bundesländer, deren Ferienbeginn beispielsweise schon im Juni liegt, könnten sich dadurch von der Flaute der ersten Monate des Jahres 2020 erholen.

Die Tourismusbranche sei überproportional von der Krise betroffen, sagte Woitendorf. "Das Ostergeschäft geht gegen Null." Eine Verschiebung hätte auch den Vorteil für die Schüler in den Bundesländern mit einem frühen Sommerferientermin, dass mehr Zeit zum Erlernen des verbleibenden Schulstoffs bleibe.

06:21 Uhr - Europäische Corona-Warn-App soll Ende der Osterferien kommen

Vorraussichtlich bis zum Ende der Ostferien soll die in Europa entwickelte Technologie zur Eindämmung der Covid-19-Epidemie mit Hilfe von Smartphones als App bereit stehen. Das kündigte Chris Boos, einer der führenden Forscher des Projektes an. "Ich gehe davon aus, dass wir zwischen 15. und 19. April die erste App tatsächlich live haben", sagte der IT-Unternehmer, der im Digitalrat der Bundesregierung sitzt.

Das Konzept war in den vergangenen Wochen von 130 Experten aus acht europäischen Ländern entwickelt und von Soldaten der Bundeswehr in Berlin getestet worden. Boos betonte, bislang gebe es noch keine fertige Tracking-App, sondern ein offenes technisches Konzept, das drei Ziele verfolge. Zum einen müsse das System eine saubere Messung ermöglichen. "Wir wollen nicht Äpfel mit Birnen vergleichen." Das zweite Ziel sei die Sicherung der Privatsphäre. "Wir verwenden keinerlei Ortungsdaten und auch keine Daten, die einen Menschen identifizieren können." Dabei setze man auf eine komplette Anonymisierung und reine Freiwilligkeit. Der dritte Punkt sei die Interoperabilität zwischen den Ländern. "Wir haben dann eine Art Roaming, damit man auch wieder wirklich die Grenzen öffnen kann und trotzdem informiert Infektionsketten nachverfolgen kann."

05:00 Uhr - Luxemburgs Außenminister will Grenzkontrollen stoppen

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn appeliert laut einem Bericht des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) an die Bundesregierung, die Kontrollen an den Grenzen zu Luxemburg und zu Frankreich so schnell wie möglich wieder aufzuheben. "Die Grenzkontrollen machen mir große Sorgen. Wir müssen höllisch aufpassen", wird er zitiert. "Wenn der Schengen-Raum fällt, dann fällt auch das Europa der Bürger. Schengen ist die größte Errungenschaft der EU." Die Granzkontrollen brächten "nur Ärger". Menschen aus dem Saarland und aus Rheinland-Pfalz würden sich täglich bei ihm beschweren.

04:15 Uhr - Hongkong verlängert Vorkehrungen

Die Regierung Hongkongs verlängert ihre Vorkehrungen zur Eindämmung des Virus bis zum 23. April. Dabei geht es insbesondere um Kontakteinschränkungen. Unter anderem müssen deshalb Nachtclubs, Schönheitssalons, Karaokebars und Kinos weiter geschlossen bleiben. Auch öffentliche Versammlungen mit mehr als vier Teilnehmern sind weiterhin verboten.

00:22 Uhr - Trump denkt, dass die USA "ganz oben auf der Kurve" angekommen sind

Die USA erreichen nach den Worten von US-Präsident Donald Trump womöglich bald den Höhepunkt der Corona-Krise. Trotz einer sehr "schmerzhaften Woche" seien Hoffnungsschimmer zu erkennen. Er denke, dass die USA vielleicht dabei seien, am Punkt "ganz oben auf der Kurve" anzukommen. Trump bekräftigt, dass er die Beschränkungen für das Wirtschaftsleben bald wieder aufheben wolle.

+++Ab hier lesen Sie die Meldungen vom 7. April+++

Hier finden Sie alle Meldungen vom 7. April, in der Chronologie des Dienstages.