Ein Virus hält die Welt in Atem

LIVE-TICKER Coronavirus - alle Infos und Entwicklungen

09. April 2020 - 21:03 Uhr

Kampf gegen das Coronavirus

Mehr als hunderttausend Menschen sind in Deutschland inzwischen mit dem Virus infiziert. Krankenhäuser bereiten sich auf das Schlimmste vor. Wie lange aber wird der Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 dauern? Hier finden Sie die radikalen Maßnahmen der Bundesländer und hier alles von A bis Z, was Sie über das Coronavirus wissen müssen.​ 

TVNOW-Doku: Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus

Wie besiegen wir Corona? Sehen Sie dazu die spannende TVNOW-Doku: "Stunde Null - Wettlauf mit dem Corona-Virus" (Teil 2)

+++LIVE-TICKER+++

21:00 Uhr - Alle wollen Schutzmasken – trotzdem bleiben Händler auf Ware sitzen

Eigentlich fehlen in Deutschland Schutzmasken. Da passt die Geschichte von Unternehmer Tom Laufer nicht wirklich ins Bild: Er sitzt auf rund einer Million Gesichtsschutzmasken, die niemand haben will. Wie das sein kann, lesen sie hier.

20:16 Uhr - Britischer Premier Johnson nicht mehr auf der Intensivstation

Der britische Premierminister Boris Johnson ist von der Intensivstation entlassen worden. Er werde nun zunächst engmaschig überwacht, heißt es in einer Erklärung. Der Premier sei sehr guter Dinge. Johnson ist an Covid-19 erkrankt.

20:00 Uhr - Was ich in meinem Bundesland an Ostern darf

Es gibt - so Bundeskanzlerin Merkel - vorsichtigen Anlass zur Hoffnung. Doch gerade jetzt könne Leichtsinn vieles kaputt machen, was wir geschafft haben. Deshalb ruft sie die Deutschen dazu auf, sich weiter an die Corona-Regeln zu halten. Was nun in den jeweiligen Bundesländern erlaubt ist und welche Strafen drohen, haben hier wir für Sie zusammengefasst.

19:45 Uhr - Nach Gutschein-Lösung der Bundesregierung für Urlauber: Das raten RTL-Reiseexperten

Viele Urlauber bleiben Ostern auf ihren gepackten Koffern sitzen - die Reise fällt wegen Corona dieses Jahr ins Wasser! Doch statt Geld zurück bieten Reiseveranstalter derzeit nur Gutscheine an, die der Urlauber dann später wieder einlösen kann. Das "Corona-Kabinett" der Bundesregierung hat die Gutschein-Lösung jetzt in einer Abstimmung befürwortet. Nun muss nur noch Brüssel seinen Segen geben. Bis Ende 2021 sind diese Gutscheine gültig und gelten für alle Reisen und Tickets, die vor dem 8. März gekauft wurden. Hat der Kunde seinen Gutschein bis Ende 2021 nicht eingelöst, muss der Veranstalter ihm den Wert erstatten. Rechtsanwalt Paul Degott und Reiseexperte Ralf Benkö geben hier Antworten auf die wichtigsten Fragen.

19:34 Uhr - So fühlt es sich an, Covid-19 überlebt zu haben

Es fing an mit erhöhter Temperatur, Schlappheit und grippeähnlichen Symptomen – Matthias Stührwoldt aus Schleswig-Holstein und Matthias Onken aus Hamburg gehörten beiden zu den mehr als hunderttausend Deutschen, die sich in den letzten Wochen mit dem Virus infiziert haben. Nun sind sie wieder genesen. Im Interview erzählen die beiden, wie sie das Virus erlebt haben.

19:10 Uhr - New York mit drittem traurigen Rekord in Folge

Auch die Situation in New York ist weiter angespannt. Der Gouverneur von New York warnt vor weiteren Wellen der Coronavirus-Epidemie. Die Influenza-Pandemie von 1918 habe drei davon aufgewiesen, sagte Andrew Cuomo. In dem Bundesstaat wurden nach seinen Angaben zuletzt 799 Tote verzeichnet nach 779 am Vortag - der dritte Tag in Folge mit einem Rekord. Allerdings habe sich die Zahl der Einlieferungen ins Krankenhaus mit 200 mehr als halbiert - das sei die niedrigste Zahl "seit dem Beginn dieses Alptraums". Der Bundesstaat New York hat allein mehr Corona-Infizierte als jedes andere Land auf der Welt - mit Ausnahme der USA.

19:07 Uhr - Zahl der Toten in Italien bleibt hoch

Auch bei einer zuletzt verlangsamten Ansteckungsrate mit dem Corona-Virus bleibt die Zahl der Toten in Italien weiter hoch. Der Zivilschutz in Rom meldete am Donnerstag 610 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden - und damit mehr als am Vortag. Insgesamt starben bisher 18 279 Infizierte in Italien seit dem Beginn der Viruswelle im Februar. Der Anstieg der Fallzahlen bei den Infizierten lag ebenfalls am Donnerstag leicht höher als am Vortag.

Insgesamt hoffen die Experten jedoch, dass sich der sinkende Trend der Vortage nicht wieder grundlegend umkehrt. Fachleute und Politiker mahnten die Italiener, sie sollten sich über das Osterfest an die Ausgangsverbote halten.

18:38 Uhr - Polizei singt Geburtstagslied für 90-Jährige

Was für eine tlle Aktion! Die Polizei hat einer 90-jährigen Frau in Thüringen Geburtstagsgrüße ihrer Familie überbracht. Fünf Polizeibeamte und -mitarbeiter fuhren mit Blaulicht bei der Seniorin in Oldisleben vor, sangen ein Geburtstagsständchen und überreichten kleine Präsente. Wie die Polizei weiter mitteilte, erfüllte sie mit der Aktion den Wunsch von Familienangehörigen der alten Dame. Diese konnten wegen der Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise nicht selbst aus Bayern zur eigentlich geplanten Geburtstagsfeier anreisen. "Zurück ließen die Beamten eine überglückliche Jubilarin und das Versprechen, dass die Familienfeier nachgeholt wird", hieß es im Pressebericht der Polizei.

Seniorin und Polizei
Die 90-Jährige staunte nicht schlecht, als vor ihrem Haus plötzlich die Polizei mit Blaulicht auftauchte. Sie hatte jedoch nichts verbrochen - die Beamten überbrachten ihr lediglich die Geburtstagsglückwünsche ihrer Familie.
© Landespolizeiinspektion Nordhausen

18:26 Uhr - Ingenieure: Staubsaugerbeutel am besten für Eigenbau-Behelfsmaske

Für eine Maske der Marke Eigenbau plündert man am besten das Putzarsenal. Zu dem Schluss kommen Ingenieure der Luft- und Raumfahrttechnik der Bundeswehruniversität München, nachdem sie die Wirksamkeit von Behelfsmasken und diversen Materialien untersucht haben. "Die experimentellen Ergebnisse zeigen, dass Staubsaugerbeutel mit Feinstaubfilter sehr gute Filtereigenschaften haben", teilte die Universität in Neubiberg bei München mit. Masken könnten daraus leicht selbst hergestellt werden, die Fertigung dauere mit etwas Übung fünf Minuten. Materialkosten pro Maske: rund 50 Cent.

Mehrlagige Stoffe, dicker Vlies, Kaffeefilter, Toilettenpapier mit mehreren Lagen, Papiertaschentücher und Mikrofasertücher schützten unter normähnlichen Prüfbedingungen nicht vor einer Eigeninfektion. Auch der Mund-Nasen-Schutz, der etwa in Arztpraxen oder Kliniken verwendet werde, biete keinen wirksamen Schutz vor den typischen Tröpfchengrößen, wie sie beim Atmen, Sprechen und Husten entstehen. 

Warum es trotzdem sinnvoll ist, eine Mund-Nase-Maske zu tragen und welche Masken wirklich schützen, erklären wir Ihnen hier.

17:55 Uhr - Heimflug für in der Türkei wegen Corona festsitzende Deutsche geplant

Für Deutsche, die wegen der Corona-Krise in der Türkei festsitzen, soll es kurzfristig einen weiteren kommerziellen Direktflug in die Heimat geben. Die Fluggesellschaft Eurowings plane für Samstag einen Flug von Istanbul nach Köln-Bonn, hieß es in einer am Donnerstag verschickten Mitteilung des deutschen Generalkonsulats in Istanbul. Der Flug könne über die Webseite der Fluglinie gebucht werden.

Das Konsulat empfahl, "diese kommerzielle Reisemöglichkeit zu nutzen". Ein "Rückholprogramm der Bundesregierung, wie auch aus den Medien bekannt", sei für die Türkei nicht vorgesehen. Außerdem sei nicht gewiss, ob und wann es weitere Reisemöglichkeiten geben werde. In den vergangenen Tagen hatte es nach Gesprächen mit Fluglinien einige speziell ausgehandelte Flüge ab Istanbul sowie anderen türkischen Städten nach Deutschland gegeben.

17:34 Uhr - Gericht kippt Osterreiseverbot für Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns

Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns dürfen nun doch über Ostern Tagesausflüge zu den Ostseeinseln, zur Küste und in die Seenplatte machen. Das Oberverwaltungsgericht Greifswald kippte am Donnerstag überraschend in zwei Eilverfahren das von der Landesregierung verfügte Reiseverbot. Paragraf 4a der entsprechenden Verordnung sei bis zu einer Entscheidung in der Hauptsache außer Vollzug gesetzt worden, teilte das Gericht mit.

17:32 Uhr - Drei Raumfahrer sind trotz Corona-Pandemie zur ISS geflogen

The Soyuz MS-16 spacecraft carrying the crew formed of Chris Cassidy of NASA, Anatoly Ivanishin and Ivan Vagner of the Russian space agency Roscosmos blasts off to the International Space Station (ISS) from the launchpad at the Baikonur Cosmodrome, K
Soyuz-Rakete beim Start in Baikonur
© via REUTERS, RUSSIAN SPACE AGENCY ROSCOSMOS, ANI

Unter beispiellosen Sicherheitsvorkehrungen wegen der Corona-Pandemie sind drei Raumfahrer zur Internationalen Raumstation ISS geflogen. Die Angst war groß, dass sich die Raumfahrer vor ihrem Flug zur ISS mit dem hochansteckenden Coronavirus infizieren könnten. Sie kamen deshalb in Quarantäne. Die Sojus-Kapsel mit den Russen Anatoli Iwanischin, Iwan Wagner und dem US-Astronauten Christopher Cassidy an Bord dockte dann am Nachmittag nach sechs Stunden Flugzeit planmäßig am Außenposten der Menschheit in rund 400 Kilometer Höhe an. Die drei Raumfahrer bleiben dort bis zum Herbst.

17:00 Uhr - Fußball-Nationalmannschaft spendet 1000 Laptops

ARCHIV - 06.09.2019, Hamburg: Fußball: EM-Qualifikation, Deutschland - Niederlande, Gruppenphase, Gruppe C, 5. Spieltag. Bundestrainer Joachim Löw aus Deutschland sitzt vor dem Anpfiff auf der Bank.  (zu dpa: «Bilanz der Corona-Saison: Dauerbrenner K
Bundestrainer Joachim Löw
© dpa, Christian Charisius, chc nic jai nic

Das Team von Bundestrainer Joachim Löw möchte mit der Spende an Altenheime, Pflege- und Palliativeinrichtungen sowie Hospize "dazu beitragen, dass sich diese Menschen nicht isoliert fühlen, sondern die sozialen Kontakte zumindest auf digitalem Weg bestehen bleiben und wir zusammen als Gemeinschaft diese Krise überwinden", teilte der Deutsche Fußball-Bund mit. Die Nationalspieler spenden die Laptops, "damit Großeltern durch Videotelefonate weiter ihre Enkel sehen können. Damit Kinder in Hospizen Kontakt mit ihren Freunden halten können."

Bereits Mitte März hatten die Nationalspieler um Manuel Neuer und Co. auf eigene Initiative eine Spende von 2,5 Millionen Euro für jene Menschen angekündigt, die von den Auswirkungen der Corona-Krise besonders betroffen sind.

Über die Seite laptops.dfb.de können sich gemeinnützige Einrichtungen melden und - wenn sie Mindestkriterien für die Antragsstellung erfüllen - zeitnah berücksichtigt werden. Die Antragsstellung sei "ausschließlich öffentlich-rechtlichen Körperschaften oder Organisationen möglich", teilte der DFB mit, "die zur Förderung gemeinnütziger, mildtätiger oder kirchlicher Zwecke steuerlich anerkannt wurden".

16: 15 Uhr - Gericht: Klinik darf werdendem Vater Zutritt zu Kreißsaal verwehren

Um die Ausbreitung des neuen Coronavirus zu verhindern, dürfte ein  Krankenhaus einem werdenden Vater in der Corona-Krise den Zutritt zum Kreißsaal verwehren. Das hat das Verwaltungsgericht Leipzig auf den Eilantrag eines Mannes hin entschieden. Der werdende Vater wollte seiner Lebensgefährtin bei der Geburt von Zwillingen in der Uniklinik Leipzig zur Seite stehen. Die Krankenhäuser in der Messestadt verbieten den Partnern aber derzeit den Zutritt. An dieser Entscheidung war viel Kritik laut geworden.

Das Verwaltungsgericht lehnte jedoch den Antrag des Mannes ab. Das Zutrittsverbot sei durch das Hausrecht der Uniklinik gedeckt, begründete das Gericht. Es diene der Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus. Die Maßnahme sei verhältnismäßig, also "geeignet, erforderlich und angemessen", teilte das Gericht mit.

Das Argument des Vaters, er könne ausreichend Abstand zum medizinischen Personal halten, Schutzkleidung anziehen und sei außerdem auch bereit, sich einem Corona-Test zu unterziehen, überzeugte die Richter nicht. Ein negativer Test im Vorfeld der Geburt biete keine ausreichende Sicherheit. Schutzkleidung sei derzeit nicht in dem Maße verfügbar, dass sie Begleitpersonen zur Verfügung gestellt werden könne, hieß es.

16:10 Uhr - Spahn bereitet Deutschland auf längere Einschränkungen vor

Auf Partys, Club- und Barbesuche müsse noch über Monate verzichtet werden, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Berlin. Auch Abstandsregeln wie der Verzicht auf Umarmungen, Händeschütteln und Kontakte unter 1,5 Metern müssten länger eingehalten werden. Es sei aber gelungen, die Infektionskurve abzuflachen. Wenn es gelinge durch Disziplin über Ostern diesen Trend fortzusetzen, sei das ein wichtiges Kriterium für Lockerungen. Dann könne es eine schrittweise Rückkehr zum Alltagsleben geben. Er wolle vermeiden, dass erste Lockerungen wieder zurückgenommen werden müssten.

15:45 Uhr - Merkel mahnt, nicht leichtsinnig zu werden.

"Wir dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Statement im Kanzleramt. Zwar würde die neue Entwicklung der Zahlen Anlass zu vorsichtiger Hoffnung geben, aber man dürfe jetzt nicht leichtsinnig werden. Die Lage bleibe fragil, wir könnten uns sehr schnell das zerstören, was wir uns mit der Einhaltung der Kontaktbeschränkungen aufgebaut haben, so Merkel weiter.

Ostern werde anders sein, als wir es alle kennen. Merkel appellierte an alle, sich weiter an die Vorsichtsmaßnahmen zu halten. Noch gebe es keinen Grund für Entspannung. Daher werde auch das Osterfest in diesem Jahr anders sein, als jemals zuvor.

Zuvor äußerte sich Merkel zu der Versorgungslage mit Masken und Schutzausrüstung. Die Produktion in Deutschalnd solle schnell angekurbelt werden, dafür gebe es jetzt eine Stelle beim Bundeswirtschaftsministerium, die das koordiniere. Aber auch auf europäischer Eben wolle man daran arbeiten, die Versorgungslage zu verbessern.

15:19 Uhr - Selbsttests gegen Coronaviren oft wenig aussagekräftig

Sich selbst auf eine Infektion mit Coronaviren zu testen, ist bislang nicht zuverlässig möglich. Selbsttests auf Antikörper gegen das SARS-CoV-2-Virus könnten leicht zu Fehlinterpretationen führen. "Apotheker klären ihre Patienten über die Grenzen der Testsysteme auf. Wer den Verdacht hat, an Covid-19 erkrankt zu sein, sollte sich an das zuständige Gesundheitsamt wenden. Ein Antikörper-Schnelltest kann einen laboranalytischen Test nicht ersetzen", sagt Prof. Dr. Martin Schulz, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker.

Antikörpertests sind nur bedingt geeignet, eine Infektion zu erkennen. Der Körper bildet spezifische Antikörper gegen das Virus in der Regel erst nach 14 Tagen. Deshalb kann bei einem Antikörpertest, der negativ ausfällt, nicht davon ausgegangen werden, dass der Patient nicht infektiös ist. Schulz: "Eine Gefahr ist, dass sich Patienten bei einem negativen Testergebnis in falscher Sicherheit wiegen und die Hygienemaßnahmen wie zum Beispiel häufiges Händewaschen oder das Abstandhalten vernachlässigen. Das wäre fatal."

14:51 Uhr: "Fusion"-Festival fällt wegen Corona-Krise aus

Das "Fusion"-Festival auf dem ehemaligen Flugplatzgelände Lärz (Mecklenburg-Vorpommern) fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. "Angesichts der Lage und der Aussichten, die wir jetzt sehen, können wir das Festival in diesem Jahr nicht durchführen", teilten die Veranstalter auf der Internetseite mit. Das nächste Fusion-Festival soll den Angaben zufolge vom 30. Juni bis zum 4. Juli 2021 stattfinden. Das Festival mit Musik, Theater und Kunstperformances war nach Veranstalterangaben mit rund 70.000 Tickets bereits ausverkauft. Mehrere Medien hatten zuvor darüber berichtet.

14:40 Uhr - RKI: Entspannung noch nicht in Sicht

Lothar Wieler, der Chef des Robert-Koch-Instituts, verkündete am Donnerstagnachmittag, dass von einer Entspannnung bei den Ansteckungszahlen noch immer nicht ausgegangen werden kann. Mit durchschnittlich 130 Infizierten pro 100.000 Einwohner sei die Zahl der neu übermittelten Fälle weiterhin auf einem hohen Niveau.

14:15 Uhr - Giffey: Will Senioren nicht einsperren

Familienministerin Franziska Giffey hat sich in einer Pressekonferenz bei allen bedankt, die keine Möglichkeit haben, im Homeoffice zu arbeiten: bei der Müllabfuhr, bei Mitarbeitern im Einzelhandel und in sozialen Berufen. Ihr Dank ging auch an Verwaltungen und Familienkassen, die sich darum kümmern, dass Familien ihren Anspruch auf finanzielle Hilfen währen der Corona-Krise wahrnehmen können.

Als Ministerin für Senioren betonte sie anschließend, dass sie dagegen ist, bei Fragen zur Lockerung der Quarantäne-Beschränkungen, eine Zweiklassengesellschaft zu erschaffen. Nämlich eine mit Menschen, die raus gehen dürfen und eine mit Denjenigen, nicht rausgehen dürfen - den Senioren. Denn auch diese sind "müdige Bürger".

13:45 Uhr - Rumänische Erntehelfer am Düsseldorfer Flughafen gelandet

Die erste Maschine mit Erntehelfern aus Rumänien ist am Donnerstag auf dem Düsseldorfer Flughafen gelandet. Das bestätigte eine Flughafen-Sprecherin. Die Saisonarbeiter werden von vielen Landwirten sehnlich erwartet, um etwa die Spargelernte zu bewältigen. Für die Einreise in Corona-Zeiten waren besondere Genehmigungen erforderlich.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) hatten sich vor einer Woche geeinigt, 80.000 ausländische Saisonkräfte unter strengen Auflagen nach Deutschland zu fliegen. Um beim Ernten und anderen dringenden Feldarbeiten zu helfen, können im April und Mai je 40.000 Menschen kommen.

12:35 Uhr - Spahn mahnt an Ostern "konsequent durchzuhalten"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mahnt dazu, die Kontaktbeschränkungen auch über Ostern "konsequent durchzuhalten", auch wenn dies bei schönem Wetter schwerfalle. Nur dann könne aus der Abschwächung der Infektionsrate ein verlässlicher Trend werden, der es erlaube, über eine schrittweise Lockerung der verfügten Einschränkungen zu sprechen, sagt der CDU-Politiker in Berlin. Dann könnte eine Trendwende gelingen, wie eine Simulation der Max Planck Gesellschaft ermutigend zeigt.

11:20 Uhr - Virologe Streeck: Heinsberg-Studie weist auf Lockerung der Schutzmaßnahmen hin

Eine Studie zur Verbreitung des Corona-Virus im besonders schwer betroffenen Kreis Heinsberg zeigt dem Bonner Virologen Hendrik Streeck zufolge, dass sie Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie gelockert werden können. Die Pilotstudie zeige in einem Zwischenergebnis, dass mit einer Rücknahme von Auflagen bei Sicherung der Hygiene-Maßnahmen begonnen werden könne, sagt Streeck.

Bei diesen ersten, aber wissenschaftlich schon repräsentativen Zwischenergebnissen handele es sich um eine eher konservative Berechnung, sagte der Virologe. Demnach hätten nun 15 Prozent der Bürger in der Gemeinde eine Immunität gegen das Virus durch vorherige Infektion ausgebildet, sagt Streeck.

10:48 Uhr - Heinsberger Landrat: "Knapp an Katastrophe vorbeigeschlittert"

Der Landrat des besonders vom Coronavirus betroffenen Landkreises Heinsberg, Stephan Pusch, erklärte in einer Pressekonferenz, die Region sei "knapp an einer riesengroßen Katastrophe vorbeigeschlittert. Wir haben Glück im Unglück gehabt" Bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Virologe Prof. Hendrik Streeck wurden ab 10:30 Uhr Zwischenergebnisse einer Studie zur Ausbreitung des Coronavirus in Heinsberg vorgestellt. Das ganze Statement Puschs sehen Sie im Video.

10:32 Uhr - Frankfurt startet mobile Teststation für Pflegeheime

Ein mobiles Testzentrum des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist seit Dienstag in Frankfurter Alten- und Pflegeeinrichtungen unterwegs. In den nächsten Tagen und Wochen sollen die Bewohner und Mitarbeiter in 50 stationären Einrichtungen auf das Coronavirus getestet werden - insgesamt etwa 8.000 Menschen.

"Wir wollen Gewissheit schaffen", sagte der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) am Donnerstag über die Initiative der Stadt. Zugleich betonte er: "Der Bus ist kein Freifahrtschein für eine Änderung der Strategie." Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen müssten auch weiterhin aufrechterhalten werden.

09:31 Uhr - NRW stoppt vorerst Soforthilfe-Zahlungen - Ermittlungen wegen Fake-Anträgen

"Die Zahlung der NRW-Soforthilfe 2020 für Solo-Selbstständige und Kleinstbetriebe wird vorerst gestoppt." Das hat das NRW-Wirtschaftsministerium mitgeteilt. Hintergrund seien Hinweise auf Fake-Anträge - mehr dazu hier. Das Landeskriminalamt (LKA) ermittelt demnach wegen Betrugsverdachts. "Demnach haben Betreiber mit gefälschten Antragsformularen Daten abgefischt und diese mutmaßlich für kriminelle Machenschaften genutzt", teilt das Ministerium mit.

Kleinunternehmer und Selbstständige können weiterhin die NRW-Soforthilfe beantragen, wie es in der Mitteilung heißt: "Cyberexperten von Wirtschaftsministerium und LKA raten erneut dringend, dafür ausschließlich die offizielle Internetseite zu nutzen: https://soforthilfe-corona.nrw.de. Offizielle Webseiten des Landes enden stets auf der Endung '.nrw' oder '.nrw.de'."

09:11 Uhr - Britischer Premier Johnson gesundheitlich auf dem Weg der Besserung

Der Gesundheitszustand des britischen Premierministers Boris Johnson bessert sich nach Angaben seiner Regierung. Johnson habe sich aufsetzen und mit dem medizinischen Personal sprechen können, sagt Kulturminister Oliver Dowden dem BBC-Fernsehen. "Ich glaube, es läuft besser für ihn." Der mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Johnson sei weiter auf der Intensivstation.

08:53 Uhr - Klinikmitarbeiter fordern mehr Schutz und Prämien

In einem offenen Brief haben Betriebs- und Personalräte aus mehr als 60 Krankenhäusern in Niedersachsen und Bremen die Situation der Pflege kritisiert. "Wir werden auch in den nächsten Monaten das uns Mögliche für die Versorgung der Bevölkerung tun. Dafür benötigen wir jedoch die entsprechende Ausstattung und Unterstützung", heißt es in dem Schreiben an die beiden Landesregierungen. Die Länder sollten demnach alles Mögliche tun, um ausreichend Schutzkleidung und Desinfektionsmittel bereitzustellen.

Um die Beschäftigten gesund zu halten, müsse schnell und unbürokratisch mehr Personal eingestellt und finanziert werden. Zudem fordern die Klinikmitarbeiter in der Krise eine monatliche Prämie von 500 Euro für alle Beschäftigten im Gesundheitswesen und in weiteren versorgungsrelevanten Bereichen.

08:08 Uhr - Wirtschaftsminister Altmaier: "Zu früh für Selbstzufriedenheit"

Die Osterfeiertage sind nach Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier entscheidend für das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Pandemie. Es gebe im Augenblick zwar erste positive Nachrichten, sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. "Aber es ist viel zu früh, um in Selbstgewissheit und Selbstzufriedenheit zu verfallen." Über Ostern müssten die Maßnahmen weiter diszipliniert und mit viel Verantwortungsgefühl umgesetzt werden. Welche Regeln und welche Strafen es in den einzelnen Bundesländern gibt, lesen Sie hier.

07:40 Uhr - RKI meldet fast 5.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages

In Deutschland sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bislang 2.107 Menschen infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben. Das sind 246 mehr als am Vortag. Mittlerweile wurden 108.202 Infektionsfälle bestätigt, 4.974 mehr als am Tag zuvor.

Wie viele Coronavirus-Infektionen es in Ihrem Landkreis gibt, zeigen wir in dieser interaktiven Karte. Die Zahlen in der Grafik unterscheiden sich von denen des RKI - woran dieser Unterschied liegt, erklärt dieser Artikel.

06:59 Uhr - Spahn: Schrittweise Rückkehr zur Normalität nach Osterferien denkbar

Angesichts erster Erfolge bei der Eindämmung des Coronavirus in Deutschland hält Gesundheitsminister Jens Spahn vorsichtige Schritte aus dem staatlich angeordneten Stillstand nach den Osterferien für möglich. Sollte die Entwicklung bei den Infektionszahlen anhalten, "werden wir mit den Ministerpräsidenten über eine schrittweise Rückkehr zur Normalität nach den Osterferien reden können", sagte der CDU-Politiker dem "Handelsblatt".

Zu den Ansteckungszahlen hierzulande sagte Spahn: "Wir sehen einen positiven Trend. Aber der muss sich verstetigen." Voraussetzung dafür sei, dass sich die Bevölkerung auch über die Feiertage an die Alltagsbeschränkungen halte.

06:25 Uhr - Ditib rät Muslimen aus Risikogruppe zu Fastenverzicht im Ramadan

Während sich Christen auf Ostern ohne gemeinsam Gottesdienste vorbereiten - und mancher noch dagegen klagt, rät der Islam-Dachverband Ditib Risikogruppen im islamischen Fastenmonat Ramadan zur Zurückhaltung. Kranke zum Beispiel seien ohnehin vom Fasten befreit und sollten diese Möglichkeit auch nutzen, sagte Generalsekretär Abdurrahman Atasoy. "Dieses Jahr empfehlen wir zusätzlich auch jenen, die sich zwar gesund fühlen, aber als sogenannte Risikogruppe gelten und sich körperlich nicht fit genug empfinden, ebenfalls auf das Fasten zu verzichten. Die Gesundheit hat Vorrang."

Der Ramadan beginnt am 24. April und endet einen Monat später mit dem Zuckerfest. Während dieser Zeit verzichten gläubige Muslime nach religiösem Brauch von Tagesanbruch bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken.

05:00 Uhr - Forderung nach Steuersenkungen

Angesichts des drohenden Konjunktureinbruchs hält der Vorsitzende des Sachverständigenrats, Lars Feld, es nach eigenen Worten für "sinnvoll, die Steuern spürbar zu senken, um nach dem Shutdown einen wichtigen Impuls zu setzen. Der Solidaritätszuschlag sollte daher schon zum 1. Juli abgeschafft werden – und zwar für alle", sagt er dem Nachrichtenmagazin "Focus". Das entspreche einer Entlastung bei der Einkommensteuer um zwei bis drei Punkte und würde Firmen und Verbrauchern zusätzliche Kaufkraft von fast 20 Milliarden Euro bringen.

Feld spricht sich dem Vorabbericht zufolge auch für temporäre Entlastungen für Kapitalgesellschaften aus. Sinnvoll wären demnach seiner Meinung nach beispielsweise Verlustrückträge und uneingeschränkte Verlustvorträge.

03:25 Uhr - China verzeichnet erneut Anstieg der Fälle

China verzeichnet den zweiten Tag in Folge einen leichten Anstieg bei den Neuinfektionen. Am Mittwoch seien 63 neue Fälle registriert worden, einer mehr als am Vortag, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Bei 61 der neuen Fälle handle es sich um Reisende, die aus Übersee nach China gekommen seien. Das sei der höchste Wert seit dem 25. März. Insgesamt seien nunmehr 81.865 Corona-Fälle in Festland-China bestätigt worden.

03:00 Uhr - Oxfam: Weltweite Armut wird steigen

Rund eine halbe Milliarde Menschen könnten im Zuge der Corona-Krise nach Einschätzung von Oxfam in Armut stürzen. "Die Wirtschaftskrise, die sich rasch entfaltet, ist schwerer als die globale Finanzkrise von 2008", heißt es in einem Bericht der Hilfsorganisation. Schätzungen zeigten, dass die weltweite Armut erstmals seit 1900 zunehmen könnte.

Im schlimmsten Fall würde die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben und mit 1,90 Dollar am Tag oder weniger auskommen müssten, um 434 Millionen auf 922 Millionen zunehmen. Die Zahl derjenigen, die weniger als 5,50 Dollar am Tag zur Verfügung hätten, würde um 548 Millionen auf fast vier Milliarden steigen.

+++Ab hier lesen Sie die Meldungen vom 8. April+++

23:45 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Todesfälle
USA 423.135 14.390
Spanien 146.690 14.673
Italien 139.422 17.669
Frankreich 113.959 10.887
Deutschland 111.779 2.196
Großbritannien 61.474 7.110
Weltweit 1.500.830 87.706

Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus hat die Marke von 1,5 Millionen überschritten. Wir verwenden für die Tabelle die Zahlen der Johns Hopkins University. Es existieren jedoch unterschiedliche Zählweisen. Warum sich die Fallzahlen in den Medien teilweise unterscheiden, haben wir hier erklärt .

+++ Alle Meldungen vom Mittwoch, 9. April, lesen Sie hier. +++