Ein Virus hält die Welt in Atem

LIVE-TICKER Coronavirus - Alle aktuellen Informationen

04. April 2020 - 18:12 Uhr

Kampf gegen das Coronavirus

Zehntausende sind in Deutschland schon mit dem Virus infiziert. Krankenhäuser bereiten sich auf das Schlimmste vor. Wie lange aber wird der Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 dauern?Hier finden Sie die radikalen Maßnahmen der Bundesländer und hier alles von A bis Z, was Sie über das Coronavirus wissen müssen.​ 

Weltweit arbeiten Forscher mit Hochdruck dran, ein Medikament oder einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu entwickeln. Wie weit die Wissenschaft inzwischen ist und welche Erfolge es bisher gibt - im Video.

TVNOW-Doku: Stunde Null - Wettlauf mit dem Virus

Wie besiegen wir Corona? Sehen Sie dazu die spannende TVNOW-Doku: "Stunde Null - Wettlauf mit dem Corona-Virus" (Teil 2)

+++LIVE-TICKER+++

18:02 Uhr - Bad Homburg will Masken an alle Bürger verteilen

Bad Homburg hat beschlossen, alle Bürger mit Mund- und Nasenmasken auszustatten, wie die Stadt auf ihrer Internetseite erklärte. "Wir haben uns bei unserer Entscheidung an der Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) orientiert, das mittlerweile offiziell zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes rät", erklärt Oberbürgermeister Alexander Hetjes. Die Firma, die die Stadt mit der Lieferung der Masken beauftragt hat, kann jedoch nicht alle Bürger gleichzeitig versorgen. Darum sollen die Masken nach und nach an alle verteilt werden. Zuerst sollen Risikopatienten ausgestattet werden, danach auch alle anderen.

17:47 Uhr - Deutscher Bäcker in London trotzt der Corona-Krise

Ausgangssperre in Großbritannien: Das bedeutete für viele Selbstständige, besonders im Dienstleistungssektor, erstmal große Unsicherheit. Finanzielle Unterstützung von der Regierung zu bekommen ist schwer - bewerben kann man sich im Moment nicht, sondern die Behörden suchen diejenigen Selbstständigen aus, die für eine Finanzspritze infrage kommen. Das betrifft auch den deutschen Bäcker Christian Lau. Er hat aus der Not eine Tugend gemacht. Durch die Corona-Krise hat er plötzlich viel mehr Kunden und viel mehr Arbeit - mehr dazu im Video.

17:08 Uhr - Wegen Streit um fehlenden Corona-Maske: Mann auf den Philippinen erschossen

Ein Mann ist auf den Philippinen an einem Corona-Kontrollposten wegen fehlender Gesichtsmaske in Streit mit den dortigen Beamten geraten und erschossen worden. Der 63-Jährige habe in dem Ort Nasipit im Süden des Inselstaates aggressiv auf den Hinweis reagiert, er müsse eine Gesichtsmaske tragen und das Personal mit einer Sense angegriffen, hieß es am Samstag in einem Polizeibericht. Ein Polizist, der den offenbar alkoholisierten Mann beruhigen wollte, habe ihn getötet.

Präsident Rodrigo Duterte hatte am Mittwoch gesagt, er befehle der Polizei und dem Militär, auf jeden zu schießen, der Ärger mache. Am Freitag verteidigte er diese Haltung in einer Fernsehansprache. Die Öffentlichkeit müsse den Ernst der Lage erkennen, denn jeder könne am Coronavirus erkranken, sagte er.

16:52 Uhr - Österreich: Zahl der Genesenen steigt stärker als die der Neuinfektionen

In Österreich ist die Zahl der von Covid-19 genesenen Menschen innerhalb von 24 Stunden erstmals schneller gestiegen als die Zahl der neuen bestätigten Coronavirus-Infektionen. Wie das Gesundheitsministerium in Wien der Deutschen Presse-Agentur bestätigte, gab es 11.525 bestätigte Fälle einer Sars-CoV-2-Infektion in der Alpenrepublik (Stand 4. April, 8 Uhr) - 354 Fälle mehr als am Vortag. Von der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 genesen waren insgesamt 2507 Menschen (Stand Samstag, 9.30 Uhr) - das sind 485 mehr als am Vortag.

Damit bestätigte sich der positive Trend beim Kampf gegen das Coronavirus in Österreich. In den vergangenen Tagen war die tägliche Steigerungsrate bei den bestätigten Infektionen deutlich gesunken und lag zuletzt unter fünf Prozent. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) warnte aber vor verfrühter Freude. "Wir haben unsere Ziele absolut noch nicht erreicht. Aber wir sehen, dass wir sie - wenn alle weiter zusammenhalten und mitmachen und konsequent bleiben - erreichen können", sagte er laut einer Mitteilung.

16:44 Uhr - Rumänien erlaubt Ausreise von Saisonarbeitern

Rumänien erlaubt Saisonarbeitern trotz der Corona-Krise ausnahmsweise die Ausreise mit dem Flugzeug ins Ausland. Das teilte Rumäniens Innenminister Marcel Vela mit. Dies dürfte insbesondere die Situation deutscher Landwirte, vor allem von Spargelbauern, erleichtern, die dringend Erntehelfer benötigen. Diese kamen bisher zum großen Teil aus Rumänien.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) hatten sich am Donnerstag geeinigt, 80 000 ausländische Saisonkräfte unter strengen Auflagen nach Deutschland zu fliegen. Um beim Ernten und anderen dringenden Feldarbeiten zu helfen, können im April und Mai je 40 000 Menschen kommen. Zuvor hatte das Innenministerium weitgehende Einreisebeschränkungen für Saisonarbeiter verhängt.

15:10 Uhr - Grenzzaun zwischen Deutschland und der Schweiz trennt Paare

An den vergangenen Tagen hatten sich viele Paare an der Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz getroffen. Händchenhalten, Umarmungen und Küssen – damit ist jetzt Schluss. Eine zweite Absperrung hält Paare an der Grenze in Konstanz am Bodensee jetzt auf Abstand. Auf Schweizer Seite sei ein weiterer Zaun aufgestellt worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Dort stehen nun zwei Drahtgitterzäune, wie man sie von Baustellenabsperrungen kennt - zwischen ihnen ist ein etwa zwei Meter breiter Abstand.

Wenn ein Partner in Deutschland wohnt und der andere in der Schweiz, ist eine Fahrt zum Freund oder der Freundin derzeit ausgeschlossen. Besuchsreisen über die Grenze sind wegen der Coronavirus-Pandemie aktuell nicht erlaubt. Zuvor war die grüne Grenze am Bodenseeufer normalerweise offen für Fußgänger und Fahrradfahrer.

15:02 Uhr - Spanien verlängert Ausgangssperre bis zum 26. April

Zur Eindämmung der Corona-Krise will die spanische Regierung den Notstand und die strikte Ausgangssperre im ganzen Land um weitere zwei Wochen bis zum 26. April verlängern. Das wurde am Samstag nach einer Videokonferenz von Ministerpräsident Pedro Sánchez mit dem wissenschaftlichen Komitee, das die Regierung berät, bekannt. Die seit Mitte März geltenden Maßnahmen waren bereits vor zehn Tagen zum ersten Mal verlängert worden.

14:49 Uhr - Online-Fragebogen liefert Hinweise auf mögliche Corona-Erkrankung

Marburger Forscher haben einen Online-Check entwickelt, mit dem sich die Wahrscheinlichkeit einer Coronavirus-Erkrankung ermitteln lässt. Menschen mit entsprechenden Symptomen sollen so ihr individuelles Risiko sofort einschätzen können. Dazu müssen sie auf der Internet-Plattform "covid-online.de/# eine Reihe von Fragen zu bestimmten Krankheitszeichen beantworten, wie die Philipps-Universität Marburg am Samstag mitteilte.

14:17 Uhr - Bürgermeister sitzt in Kapstadt fest und leitet Amtsgeschäfte per Tablet

Vier Jahre ist Röbels Bürgermeister Andreas Sprick bereits im Amt. Aber das hat der 60 Jahre alte Mecklenburger noch nicht erlebt: Aus knapp 10.000 Kilometern Entfernung versucht der CDU-Politiker, die Amtsgeschäfte in der Heimat zu führen. Sprick sitzt nach einer Südafrika-Rundreise mit seiner Frau in Kapstadt fest. Im Land herrscht wegen der Corona-Pandemie Ausgangssperre, die Flughäfen sind geschlossen.

Eigentlich wollte der Bürgermeister der 18 Gemeinden rund um Röbel an der Müritz am 26. März in seinem Büro sitzen und die Geschäfte führen. Stattdessen sind die Eheleute in einer Apartmentanlage in Kapstadt isoliert. Über die Rückkehr gibt es keine Informationen. Sprick bleiben nur Handy, Tablet und ein schwaches WLAN-Netz, um mit seinen Stellvertretern in Röbel die Aufgaben daheim zu besprechen.

Verbraucherschützer raten: Finger weg von Corona-Selbsttests

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät von Selbsttests auf das Coronavirus ab. Die Tests erforderten zwei Proben, davon eine aus den unteren Atemwegen, die schwer zu nehmen sei, erklärten die Verbraucherschützer am Samstag. Fehler entstünden auch häufig beim Verschicken der Proben an die Labore, das möglichst schnell und mit einer bestimmten Verpackung passieren müsse. Außerdem seien die Laborkapazitäten begrenzt.

«Alle Menschen auf Coronavirus-Infektionen zu testen, ist nicht möglich», sagte die Gesundheitsexpertin der Verbraucherzentrale Tanja Wolf. Die knappen Kapazitäten sollten besonders betroffenen Gruppen wie Pflegebedürftigen, Pflegern und Ärzten vorbehalten bleiben. Wer Erkältungssymptome bemerke, solle sich an seinen Hausarzt oder kommunale Corona-Hotlines wenden und die Entscheidung über einen Test Fachleuten überlassen. Im Netz werden Corona-Selbsttests zum Verkauf angeboten.

13:52 Uhr - Indisches Paar nennt Zwillinge Corona und Covid

In Indien hat ein Paar seine Zwillingsbabys Corona und Covid genannt. Das kleine Mädchen und der Junge kamen während der Ausgangssperren in Raipur im indischen Bundesstaat Chhattisgarh zur Welt, wie die "India Today" berichtete. Die Namen würden sie an all das erinnern, was sie während des Lockdowns durchgemacht hätten, erzählten die Eltern. Der Krankenwagen, der die Mutter zur Entbindung ins Krankenhaus brachte, wurde mehrfach von der Polizei angehalten, die kontrollierte, ob die Ausgangssperre eingehalten wurde. Die Eltern erklärten laut "India Today" aber, dass sie noch überlegen würden, die Babys nochmal umzubenennen.

12:44 Uhr - Zahl der Verkehrstoten sinkt durch Corona-Beschränkungen

Die Zahl der Unfalltoten im Straßenverkehr ist in Nordrhein-Westfalen im März - vermutlich bedingt durch die Corona-Krise - deutlich gesunken. Lediglich 23 Menschen kam im vergangenen Monat im Land bei Verkehrsunfällen ums Leben, teilte ein Polizeisprecher in Duisburg auf dpa-Anfrage mit. Im März 2019 seien es 37 Tote gewesen. Der Rückgang beträgt somit 38 Prozent. Die Corona-Krise führe zu einem deutlich geringeren Verkehrsaufkommen. Die Polizei warnte davor, die freieren Straßen zu nutzen, um zu rasen. Die Tempokontrollen seien keineswegs ausgesetzt. Die Polizei schreite konsequent ein.

12:29 Uhr - Städte bereiten sich auf Ansturm an Ausflüglern vor

Das schöne Wetter lockt am Wochenende vermutlich viele Menschen nach draußen. Die Behörden rechnen darum mit einem regelrechten Ansturm auf Wälder und Parks. Überall, wo sich bei schönem Wetter gerne viele Menschen aufhalten, wird darum verstärkt kontrolliert. Welche Maßnahmen sonst noch helfen sollen, den Strom an Ausflüglern klein zu halten, lesen sie hier. 

09:35 Uhr - Bayern nimmt zehn Corona-Patienten aus Frankreich auf

Bayern will in der Corona-Krise zehn schwerkranke Covid-19-Patienten aus der französischen Hauptstadt Paris zur Behandlung aufnehmen. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Samstag bei Twitter mit. Er habe der französischen Botschafterin Unterstützung zugesagt. «In der Not helfen Freunde», schrieb Söder. «Europa muss zusammenstehen.» Seit vergangenen Sonntag hat Bayern bereits zehn Corona-Patienten aus Italien zur medizinischen Versorgung aufgenommen.

08:57 Uhr - Familienministerin: Mehr häusliche Gewalt vor allem in Städten

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) sieht vor allem in den Städten die Gefahr einer Zunahme häuslicher Gewalt im Zuge der Corona-Krise. "Aus den Ländern bekommen wir unterschiedliche Rückmeldungen. Es gibt offensichtlich ein Stadt-Land-Gefälle", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Aus ländlichen Regionen, wo es mehr Möglichkeiten gebe, raus zu gehen und wo Menschen nicht so sehr auf engem Raum lebten, sei das Konfliktpotenzial nicht so hoch. "Dort hören wir noch nicht von zusätzlichen Fallzahlen", sagte Giffey. Bereits in der vergangenen Woche habe sie aber aus Berlin die Rückmeldung bekommen, dass die Anzeigen wegen häuslicher Gewalt um zehn Prozent gestiegen seien.

08:30 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Tote
Deutschland 91.159 1.275
USA 277.965 7.167
Italien 119.827 14.681
Spanien 119.199 11.198
China 82526 3.330
Frankreich 65.202 6.520
Iran 53.183 3.294
Großbritannien 38.690 3.611
Türkei 20.921 425
Schweiz 19.606 591
Gesamt 1.118.921 58.929

Wir verwenden für unsere Übersicht die Zahlen der Johns Hopkins University.

02:14 Uhr - Mehr als 1.000 Coronavirus-Tote in den USA binnen 24 Stunden

03.04.2020, USA, New York: Sanitäter transportieren einen Patienten, der sich mit dem Coronavirus infiziert hat. Der US-Bundesstaat New York gilt als eines der Epizentren der Corona-Pandemie in den USA. Mehr als 100 000 Menschen in New York haben sic
Coronavirus - USA
© dpa, Marcus Santos, nwi

In den USA ist die Zahl der Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 innerhalb von 24 Stunden um mehr als 1000 angestiegen. Die Opferzahl lag am Freitagabend (Ortszeit) nach Daten der Johns-Hopkins-Universität bei 7087 - nach 5949 am Abend zuvor. Diesen Angaben zufolge sind in den USA inzwischen mehr als 275 000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Nach den Daten der Universität sind die USA das am stärksten betroffene Land weltweit.

Nach den laufend aktualisierten Berechnungen des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle, auf die auch das Weiße Haus Bezug genommen hat, wird der Höhepunkt der Pandemie in den USA am 16. April erwartet - mit dann mehr als 2600 Toten an diesem Tag. IHME prognostiziert, dass zum Höhepunkt der Krise Mitte des Monats mehr als 87 000 Krankenhausbetten in den USA fehlen werden, darunter fast 20 000 auf Intensivstationen.

01:23 Uhr - Teilnehmer des Freiwilligendienstes sollen in Corona-Krise helfen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will Teilnehmern der Freiwilligendienste unbürokratisch ermöglichen, sich im Corona-Kriseneinsatz zu engagieren. Einsatzstellen könnten zum Beispiel Krankenhäuser, Pflegeheime oder die Lebensmittelversorgung von Bedürftigen sein. In der kommenden Woche soll dazu eine Online-Plattform frei geschaltet werden. Beim Bundesfreiwilligendienst engagieren sich derzeit etwa 39.000 Helfer, sogenannte Bufdis, und außerdem rund 52.000 Jugendliche und junge Erwachsene, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) machen. Von diesen Freiwilligen arbeiteten etwa 25.000 bereits in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Rettungsstellen.

00:24 Uhr USA wollen Export knapper medizinischer Schutzausrüstung verbieten

Die US-Regierung will den Export knapper medizinischer Schutzausrüstung wegen der Ausbreitung des Coronavirus verbieten. Das kündigte US-Präsident Donald Trump am Freitagabend (Ortszeit) im Weißen Haus in Washington an. Verhindert werden solle etwa der Export von Atemschutzmasken des Typs N95, von Operationshandschuhen und anderen Produkten. «Wir brauchen diese Produkte sofort bei uns im Land», mahnte er.

Trump betonte zugleich, wenn bestimmte Länder wie etwa Spanien große Probleme hätten und längerfristige Bestellungen aufgegeben hätten, werde er solche Lieferungen nicht stoppen. Das wäre unfair, sagte der Präsident. Spanien ist, wie die USA auch, schwer von der Corona-Krise getroffen.

00:11 Uhr - US-Behörde empfiehlt freiwillige Nutzung von Mundschutz

US-Präsident Donald Trump kündigt an, die für Seuchenbekämpfung zuständige Behörde CDC empfehle die freiwillige Nutzung von Mundschutzmasken. Damit würden jedoch nicht die empfohlenen Beschränkungen von sozialen Kontakten aufgehoben.

+++Hier lesen sie Meldungen vom 03. April+++

22:50 Uhr - Klinik in Dachau nimmt nur noch Covid-19-Patienten auf

Wegen einer Häufung von Covid-19-Erkrankungen nimmt ein Klinikum in Dachau nur noch positiv auf das Coronavirus getestete Patienten auf. Alle anderen werden abgewiesen, wie die Sprecherin des Helios Amper-Klinikums Dachau am Freitagabend mitteilte. Die Zahl der infizierten Menschen steige im Landkreis Dachau - und auch in der Klinik. Wie viele Covid-19-Patienten aktuell dort behandelt werden, teilte die Sprecherin nicht mit. Man versorge derzeit Covid-19-Patienten «aller Schweregrade».

Die Sicherheitsvorkehrungen würden verstärkt. Mitarbeiter der Klinik seien angehalten, im öffentlichen Raum einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und sich außerhalb ihrer Arbeit in häusliche Quarantäne zu begeben. Zudem würden alle Patienten und alle Mitarbeiter auf das Coronavirus getestet. Ergebnisse lagen noch nicht vor.

Auch in der  MediClin Rose Klinik in Bad Meinberg, Landkreis Lippe herrscht inzwischen Corona-Alarm. Am Donnerstagnachmittag musste ein Großaufgebot von Feuerwehren, Rettungsdiensten und Polizei anrücken, um die Reha-Klinik zu räumen. 

22:31 Uhr - Aktuelle Zahlen der Corona-Infektionen weltweit

Land  Infizierte Tote
USA     266.671       6.921
Italien     119.827     14.681
Spanien     117.710     10.935
Deutschland      90.964       1.234
China      82.511       3.326
Frankreich      65.197       6.507
Großbritannien      38.688       3.605
Weltweit 1.083.084     58.243

In Deutschland wurdn laut Zahlen der John Hopkins Universität inzwischen 90.964 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. 1.234 Menschen starben an Covid-19.

21:52 Uhr - Frankreich: 588 Tote innerhalb von 24 Stunden

In Frankreich ist die Zahl der Covid-19-Opfer weiter drastisch angestiegen. Innerhalb von 24 Stunden seien 588 neue Todesfälle gemeldet worden, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Freitagabend in Paris. Seit dem 1. März seien mindestens 6.507 infizierte Menschen gestorben, davon 5.091 im Krankenhaus, 1.416 in Altenheimen und anderen sozialen Einrichtungen. Auch die Zahl der Patienten, die auf Intensivstationen behandelt werden müssen, ist von knapp 6.400 auf 6.662 angestiegen, 35 Prozent seien unter 60 Jahren, wie er erklärte. 

21:20 Uhr - Jeder, der in Trumps Nähe will, muss sich testen lassen

Alle Menschen, die voraussichtlich in die unmittelbare Nähe von US-Präsident Donald oder seines Stellvertreters Mike Pence kommen, müssen sich nun auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen, erklärte die US-Regierung.

20:20 Uhr - Mann aus Norwegen bespuckt Polizisten - 75 Tage Haft

Ein Mann aus Norwegen wurde zu 75 Tagen Haft verurteilt, nachdem er zwei Polizisten angespuckt und ihnen "Corona" zugerufen hatte. Zusätzlich dazu soll der Mann die Beamten auch noch bedroht haben, so berichtet "NRK". Dem Bezirksgericht Oslo zufolge handelt es sich bei Polizisten um eine sozialkritische Gruppe, die vor einer Infektion bestmöglich geschützt sein sollte. Auch die Gerichtskosten in Höhe von 175 Euro soll der Mann bezahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Auch in Deutschland kam es bereits zu ähnlichen Vorfällen.

19:48 Uhr - Türkei erlässt Ausgangssperre für unter 20-Jährige

Die Türkei hat weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ergriffen. Ab Mitternacht dürfen in 31 Städten keine Autos mehr fahren, teilt Präsident Recep Tayyip Erdogan mit. An öffentlichen Orten und in Supermärkten wird das Tragen einer Schutzmaske Pflicht. Für Menschen jünger als 20 Jahre gilt eine teilweise Ausgangssperre.

In der Türkei sind der Johns Hopkins-Universität zufolge mittlerweile 20.921 Menschen am Coronavirus erkrankt. 425 sind bereits daran gestorben.

19:23 Uhr - Einwohner in Wuhan sollen lieber zu Hause bleiben

01.04.2020, China, Wuhan: Lieferanten warten auf einer Straße auf Bestellungen. In der Millionenmetropole, in der Ende 2019 erste Fälle des bis dahin unbekannten Coronavirus auftraten, fließt allmählich wieder der Verkehr. Foto: Fei Maohua/XinHua/dpa
Eine generell gültige Ausgangssperre wurde am 25. März aufgehoben.
© dpa, Fei Maohua, kde

Die Einwohner Wuhans wurden erneut dazu angehalten, lieber zu Hause zu bleiben. Dem "Guardian" zufolge warnen Experten vor einer zweiten Infektionswelle. Das Coronavirus brach im Dezember in der chinesischen Millionenmetropole aus. Die Zahl der neuen Infektionsfälle ging schon im Februar deutlich zurück. Das Risiko einer erneuten Ausbreitung der Lungenkrankheit sei jedoch hoch. 

18:23 Uhr - Merkel meldet sich mit Videobotschaft nach ihrer Quarantäne zurück

"Wir alle werden eine ganz andere Osterzeit erleben als je zuvor", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ostern sei für Millionen von Christen der Kirchgang, der "Ostersonntag mit der ganzen Familie, vielleicht ein Spaziergang, Osterfeuer, das ist für viele ein kurzer Urlaub an der See oder im Süden, wo es schon wärmer ist. Normalerweise. Aber nicht in diesem Jahr", sagte die Kanzlerin.

Sie ermahnte eindringlich alle Bürger, sich auch an Ostern an die Anordnungen zu halten. In ihrem am Freitag veröffentlichten Video-Podcast sagte sie, sie könne noch keinen konkreten Stichtag für ein Ende der Maßnahmen nennen. Dies wäre in der jetzigen Situation auch unverantwortlich.

Die Bürger könnten sich darauf verlassen, "dass die Bundesregierung und auch ich persönlich tatsächlich Tag und Nacht darüber nachdenken, wie wir beides schaffen können: also sowohl den Gesundheitsschutz für alle als auch einen Prozess, mit dem das öffentliche Leben auch wieder Schritt für Schritt möglich wird", sagte die Kanzlerin.  Sie bedankte sich nocheinem bei allen Bürgern für die Hilfe bei der Umsetzung der Regeln. Was alle leisten würden, sei "schlichtweg großartig", sagte sie. "Unser Land zeigt sich von seiner besten Seite", so Merkel. 

+++Chronologie vom Montag, 3. April+++

+++Die komplette Chronologie der Coronavirus-Entwicklungen vom 03. April lesen Sie hier.+++