Armer Dino ...

T-Rex "Tristan Otto" hatte wohl Zahnprobleme

01. Dezember 2021 - 16:23 Uhr

Beißerchen-Probleme beim T-Rex

Der Tyrannosaurus Rex war ein eindrucksvoller Zeitgenosse – so auch "Tristan Otto": über zwölf Meter lang, sieben Tonnen schwer, dazu mit scharfen Beißerchen ausgestattet. Beeindruckend. Der Dino litt aber unter einer Krankheit, die auch viele Menschen kennen. Ihm zwickte es wohl am Kiefer und an den Zähnen. Das haben nun Forscher aus Deutschland herausgefunden.

Das ist Tristans Story

Tristan Otto lautet der Name des T-Rex, dessen Skelett als eines von zwei Exemplaren in Europa im Naturkunde Museum Berlin ausgestellt ist. Ein Investmentbanker hatte sich die Knochen des 2012 in Montana (USA) entdeckten Dinos gesichert und taufte ihn gemeinsam mit seinem Kollegen auf die Namen ihrer beiden Söhne und verlieh sie ans Berliner Museum.

Dort haben nun Forscher aus der Radiologie der Charite Berlin kräftig gewerkelt und mit einem neuen Ansatz herausgefunden, dass Tristan Probleme mit dem linken unteren Kiefer hatte. Das drückte dann wohl auch auf die Zahnwurzel, erklären die Forscher in ihrem Bericht.

Eine Verdickung an der Oberfläche des Kiefers dehnte sich offenbar aus. Zudem entdeckten die Experten eine große Menge Fluor, was auf eine geringe Knochendichte hindeuten kann. Das Forschungsteam kam so zu dem Schluss, dass Tristan an einer Knocheninfektion litt.

Neue Computertomographie-Methode liefert Diagnose für T-Rex

Die Ergebnisse liefert eine neue Computertomographie-Methode mit dem Namen DECT (Dual-Energy-Computertomografie). Mithilfe dieser müssen die Wissenschaftler nicht in den Knochen eindringen, sie ist also "nicht-invasiv", so der Fachbegriff. "Wir können in den Knochen schauen, ohne ihn zu zerstören", erklärt Oliver Hampe, Laborleiter des Museums für den Bereich "Paläontologische Präparation".

Die Forscher erhoffen sich bald noch weitere Ergebnisse. Vielleicht litten Tristan Otto und seine Kollegen noch an weiteren bisher unbekannten Problemen. (msc)