"Das ist respektlos"

Mega-Messi-Zoff zwischen Barcelona und Paris

ARCHIV - 16.07.2020, Spanien, Barcelona: Fußball: Primera Division, Spanien, 37. Spieltag, FC Barcelona - CA Osasuna, Camp-Nou-Stadion. Lionel Messi von Barcelona reagiert nach dem Spiel. (zu dpa «Messi fehlt Barcelona im Ligaspiel gegen Eibar») Foto
PK pat kay nic pil hjb, dpa, Joan Monfort

Wegen Messi: Giftpfeile zwischen Barca und PSG

Wechselt Superstar Lionel Messi im Sommer vom FC Barcelona zu Paris St- Germain? Diese Frage birgt offenbar sehr viel Sprengstoff. Andeutungen aus der Stadt der Liebe lassen den Barca-Cheftrainer vor Wut kochen.

Barcelona-Trainer schimpft

Vor dem Champions-League-Duell zwischen dem FC Barcelona und Paris Saint-Germain geht der Messi-Krach in die nächste Runde. Messis Landsmann Angel Di Maria goss nun reichlich Öl ins ohnehin schwelende Feuer.

Nach dem 3:0-Sieg von PSG gegen Olympique Nimes versicherte er am späten Mittwochabend, es gebe „sehr gute Chancen“, dass der sechsfache Weltfußballer im Sommer von Barcelona zum französischen Meister wechselt. Barca-Trainer Ronald Koeman platzte daraufhin der Kragen.

Sein Team hatte zwar mit einer tollen Aufholjagd im Pokal-Viertelfinale (5:3 gegen Granada) triumphiert, aber dem Coach ließ seiner Wut freien Lauf. „Das ist respektlos!“, sagte der 57-Jährige. Koeman klagte, das Klima werde von PSG vor den Achtelfinal-Spielen der Königsklasse am 16. Februar in Barcelona und am 10. März in Paris „aufgeheizt“.

Andeutungs-Meister PSG

Vor Di María hatten bei PSG ein weiterer Argentinier, Leandro Paredes, Messis enger Freund und Ex-Barcelona-Profi Neymar sowie der brasilianische Sportdirektor Leonardo ähnliche Andeutungen gemacht. Im französischen Fernsehen hieß es sogar, Messi, seine Frau Antonella und seine drei kleinen Jungs lernten bereits Französisch. Barcelonas Ex-Clubboss Joan Laporta, der bei der Präsidentenwahl am 7. März mit guten Chancen antritt, warf Paris schon vor einigen Tagen vor, das Team um Messi und den deutschen Nationaltorwart Marc-André ter Stegen „destabilisieren“ zu wollen. „Hört damit auf!“, forderte er.

Messis Vertrag läuft am 30 Juni aus. Er darf dann ablösefrei wechseln. Bereits im vorigen Sommer hatte der 33-Jährige versucht, den Verein zu verlassen, wurde aber vom später zurückgetretenen Präsidenten Josep Bartomeu daran gehindert.

RTL.de mit dpa