Enthüllt: Hat Messis Vertrag Barca ruiniert?

Lionel Messi verdient 555 Millionen Euro beim FC Barcelona

01. Februar 2021 - 6:50 Uhr

Messis Wahnsinns-Gehalt geleakt

Lionel Messi ist nicht nur einer der besten Fußballer der Welt, er hat auch den wahrscheinlich größten Vertrag der Sportgeschichte. Nachdem Messis Wahnnsins-Gehalt öffentlich wurden, fragen sich viele: Ruiniert Messis Mega-Vertrag den FC Barcelona? Die Katalanen haben mit 1,1 Milliarden Euro den größten Schuldenberg aller Fußballclubs, sie stehen kurz vor der Pleite – hat der argentinische Superstar mit seinem Mega-Gehalt etwa einen Anteil daran?

Messis "Pharaonen-Vertrag" hat Barca ruiniert

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Lionel Messis Wahnsinns-Vertrag enthüllt
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Lionel Messi ist zweifelsfrei einer der besten Spieler der Geschichte. Um den sechsfachen Weltfußballer über all die Jahre im Verein zu halten, hat der FC Barcelona aber anscheinend tief in die Tasche greifen müssen. Und sich dabei in finanzielle Schieflage gebracht.

Das volle Ausmaß der waghalsigen Finanzpolitik haben nun Recherchen der spanischen Zeitung "El Mundo" ergeben. Dem Blatt liegt nämlich der insgesamt 30-seitige Kontrakt des Angreifers vor, der unvorstellbare Zahlen offenbart.

Demnach hat der Argentinier seit seiner letzten Vertragsverlängerung im Dezember 2017 sagenhafte 555 Millionen Euro von seinem Arbeitgeber erhalten. Allein für die Unterzeichnung des Vertrages habe man sich damals auf ein Abschlussbonus von 97,9 Millionen Euro geeinigt.

Damit ist er laut der spanischen Zeitung "El Mundo" der bestbezahlteste Sportler der Welt.

Die Gesamtsumme von fast einer halben Milliarde Euro umfasst neben dem Grundgehalt auch Zahlungen für die Bildrechte sowie verschiedene erfolgsabhängige Boni. Nach Steuern blieben Messi insgesamt schätzungsweise 297 Millionen Euro, was auf ein Netto-Gehalt von über 210.000 Euro pro Tag hinausläuft.

Der Deal mit einer Laufzeit von vier Jahren läuft im Sommer aus. Bisher hat Messi laut "El Mundo" bereits 511.540.545 Euro der maximal möglichen Summe verdient.

Unglaubliche Zahlen, vor allem wenn man bedenkt, dass der FC Barcelona tief in einer finanziellen Krise steckt und einen Schuldenberg von über einer Milliarde Euro angehäuft hat.

Club kann Gehälter der Spieler nicht mehr zahlen

Das Blatt nennt Messis Arbeitspapier einen "Pharaonen-Vertag", der den FC Barcelona "ruiniert hat". Tatsächlich ist der FC Barcelona nach der Ära des Ex-Präsidenten Josep Maria Bartomeu, der den Deal mit dem Argentinier auf den Weg gebracht hatte, mit Verbindlichkeiten von 1,17 Milliarden Euro am Rande der Überschuldung.

Barcelona gibt 74 Prozent der Einnahmen für Spieler, Trainer und Mitarbeiter aus. Durch Corona , ist der Club eigentlich auf Spielerverkäufe angewiesen, dennoch weigerten sich die Katalanen im vergangenen Sommer, den sündhaft teuren Messi zu verkaufen. Dass Barca den auslaufenden Vertrag mit Messi bis zum Saisonende noch einmal zu derartigen Konditionen verlängert, ist also eher unwahrscheinlich.

Allein bis zum Saisonende muss Barcelona wohl 260 Millionen Euro an seine Gläubiger zurückzahlen. Angesichts von gesunkenen Einnahmen im Zuge der Pandemie ist dies nur mit deutlichen Einsparungen oder neuen Krediten zu bewerkstelligen. Aufgrund der extrem angespannten wirtschaftlichen Situation habe der Club außerdem veranlasst, die Zahlung der Gehälter an die Spieler von Januar auf Februar zu verschieben, berichteten spanische Medien.

Der FC Barcelona hat inzwischen Stellung zu den Informationen von "El Mundo" bezogen. Man bedaure die Veröffentlichung und behalte sich rechtliche Schritte vor, verkündeten die Katalanen. Damit wolle man das Blatt für eventuell entstehende Schäden wegen der Veröffentlichung der Zahlen haftbar machen.

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