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Linken-Außenpolitikerin warnt: "2015 darf sich nicht wiederholen in Deutschland"

Sevim Dagdelen warnt: "2015 darf sich nicht wiederholen in Deutschland"
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03. März 2020 - 10:40 Uhr

EU soll sofort humanitäre Hilfe gewährleisten

Die Linken-Außenpolitikern Sevim Dagdelen hat vor Zuständen wie bei der Flüchtlingskrise 2015 gewarnt. "2015 darf sich nicht wiederholen in Deutschland", sagte die Bundestagsabgeordnete der RTL/ntv-Redaktion. Es müsse geregelt werden, dass am Ende nicht Deutschland das Land sein, das die Flüchtlinge aufnehmen müsse. Deshalb müsse die Europäische Union sofort humanitäre Hilfe gewährleisten.

Dagdelen kritisiert Umgang mit Syrien-Konflikt

Zugleich forderte Dagdelen eine andere Politik gegenüber der Türkei und Syrien und eine Bekämpfung der Fluchtursachen. "Wir müssen angehen, dass so jemand wie der türkische Präsident Erdogan, der selbst eine personifizierte Fluchtursache ist durch seine Angriffskriege in Syrien, dass wir ihn nicht weiter unterstützen sollten."

Insbesondere kritisierte die Linken-Außenexpertin, dass die türkischen Invasionen in Syrien weder in der Nato noch in der EU Konsequenzen gehabt hätten. Auch sei es "wahnwitzig und aberwitzig", dass Erdogan einen Angriffskrieg in Syrien gestartet habe und nun von der Nato Beistand fordere. Dagdelen warnte davor, dass sich Europa in der Flüchtlingspolitik von Erdogan erpressen lasse.

Sanktionen gegen Syrien sollen aufgehoben werden

Dagdelen forderte außerdem, dass die Bundesregierung und die EU die Wirtschaftssanktionen gegen Syrien aufheben und "diesen völkerrechtswidrigen Regime-Change-Krieg gegen Assad" nicht mehr unterstützten. "Militärisch gesehen hat man diesen Regime-Change-Krieg verloren", sagte Dagdelen. "Und je schneller man sich damit abfindet und versucht, daraus natürlich auch Politik  zu gestalten, umso besser auch für uns", so die Außenpolitikerin.

"Es kann doch nicht sein, dass wir wie in Afghanistan 18 Jahre lang Krieg führen wollen, um am Ende wie in Afghanistan mit den Taliban und in Syrien mit Assad zu sprechen. Und darauf läuft das alles ja hinaus. Ich halte das einfach für falsch."