11. Februar 2019 - 9:35 Uhr

Mit Edelmetall in den Ruhestand

Lindsey Vonn hat sich mit einem WM-Erfolg in den Ski-Ruhestand verabschiedet. Die Amerikanerin fuhr in der Abfahrt in Are zu Bronze und fügte ihrer beeindruckenden Vita weitere Bestmarken hinzu. 

Bronze mit zwei lädierten Knien

Skirennfahrerin Lindsey Vonn ist bei der alpinen Ski-WM in Are zu Bronze gerast und hat damit in ihrem letzten Rennen noch einmal Edelmetall geholt. Zum Karriereabschluss wurde die 34-Jährige nur von Ilka Stuhec aus Slowenien, die als erste Athletin seit 30 Jahren ihr Abfahrts-Gold verteidigte, und der Schweizerin Corinne Suter geschlagen.

Vonn beendet wegen anhaltender Verletzungsprobleme ihre aktive Laufbahn und schaffte tatsächlich noch einmal ein Ausrufezeichen - dabei war das Glamour Girl der Ski-Szene mit zwei extrem lädierten Knien angetreten und erst im Super-G am Dienstag heftig gestürzt.

"Das ist Wahnsinn"

10.02.2019, Schweden, Are: Ski alpin, Weltmeisterschaft, Abfahrt, Damen: Lindsey Vonn aus den USA mit allen Medaillen, die sie in ihre Karriere gewonnen hat. Foto: Michael Kappeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Lindsey Vonn mit allen Medaillen, die sie während ihrer Karriere gewonnen hat
© dpa, Michael Kappeler, fgj

Jetzt aber setzte die erfolgreichste Weltcup-Starterin der Historie noch einmal Bestmarken: Mit ihrer fünften WM-Medaille in der Abfahrt und den sechsten Weltmeisterschaften, bei denen sie in die Top Drei fuhr, egalisierte sie Alpin-Rekorde. Zudem ist sie mit 34 Jahren und 115 Tagen die älteste Medaillengewinnerin der WM-Geschichte.

"Das ist Wahnsinn, wirklich ein perfekter Schluss für meine ganze Karriere", sagte Vonn. "Ich bin cool geblieben und Vollgas gefahren wie immer. Jetzt ist Zeit zum Feiern." Was nun komme, konnte sie kurz nach dem Rennen in der ARD nicht vorhersagen. "Das ist komisch. Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll. Trotzdem werde ich feiern und genießen. Schauen wir mal, wie mein Gefühl in ein paar Tagen ist."

Deutsche Läuferinnen enttäuschen

Die Hoffnungen der deutschen Starterinnen erfüllten sich nicht. Viktoria Rebensburg, WM-Debütantin Michaela Wenig und Medaillenanwärterin Kira Weidle belegten auf der wegen starken Windes um ein Viertel auf 1.670 m verkürzten Strecke einträchtig hintereinander die Plätze 11, 12 und 13.