Lifelines: Susan Hoecke im Interview

© MG RTL D / Benno Kraehahn

11. April 2018 - 17:33 Uhr

Susan: "Ich könnte mir mehr Souveränität abschauen"

Laut Rollenprofil ist Dr. Laura Seifert eine coole Else. Susan Hoecke auch?

Susan Hoecke: "Wir haben zwangsläufig eine Menge voneinander (lacht). Ich habe versucht, ihr viel von meiner Lebensfreude, Wissbegierde, Direktheit und meiner Empathie mitzugeben. Dafür könnte ich mir mal mehr ihre Souveränität und ihren kühlen Kopf in brenzligen Situationen abschauen."

Die Schauspielerin leidet unter einer Spritzenphobie

Sie spielen eine Oberärztin der Notaufnahme. Mussten Sie sich für ihre Rolle besonders vorbereiten?

Susan Hoecke: "Ja, ich habe mich für diese Rolle sehr intensiv vorbereitet. Ich absolvierte ein Praktikum im Krankenhaus, durfte bei kleineren OP's mitlaufen, führte viele Gespräche mit Ärzten und Patienten und bekam dadurch sehr eindrückliche Einblicke in den Krankenhausalltag. Natürlich hat man in einem fiktionalen Format nur stark verkürzt Zeit zum Beispiel eine mehrstündige lebensrettende OP zu erzählen, dennoch hoffe ich, dass wir es trotzdem so glaubhaft darstellen konnten, dass auch jeder zuschauende Arzt damit einverstanden ist (lacht). Wenn uns das gelungen ist, bin ich sehr glücklich."

Eine Blutabnahme dürfte ja jetzt kein Problem mehr sein, oder?

Susan Hoecke: "Doch. Was niemand weiß, ich habe eine Spritzenphobie. Diese Szenen waren für mich große Überwindung, selbst wenn die Spritzen nicht scharf waren. Ich bin froh, demnächst erstmal keine Spritzen in die Finger zu bekommen."

Wenn man eine TV-Ärztin spielt, geht man dann mit einem anderen Gefühl zum Arzt?

Susan Hoecke: "Ja, weil ich jetzt mehr und mehr nachvollziehen kann, weshalb Ärzte unter dem enormen Zeitdruck der Menge an Patienten und der riesigen Verantwortung zu Pragmatismus und trockenem Humor neigen."

Wie war die Zusammenarbeit mit Jan Hartmann und Marc Oliver Schulze?

Susan Hoecke: "Spannend. Beide spielen komplett unterschiedliche Rollen, haben total verschiedene Herangehens- und Spielweisen, die ich für meine Figur natürlich hervorragend nutzen konnte. Ein Spielplatz an Möglichkeiten."

Eine Frau zwischen zwei Männern. Tragisch oder prickelnd?

Susan Hoecke: "Es birgt eine gewisse Spannung. Letztendlich kann es tragisch prickelnd sein."