Lifelines: Jan Hartmann im Interview

© MG RTL D / Benno Kraehahn

11. April 2018 - 17:16 Uhr

"Lifelines" schaut "hinter die Kulissen"

Worin unterscheidet sich "Lifelines" von anderen Arztserien?

Jan Hartmann: "Aktuell gibt es im deutschen Fernsehen keine Medical-Serie dieser Art. Wir erzählen Geschichten aus dem Leben. Manche Fälle sind dramatisch und überaus spannend, manche sind lustig und zum Teil auch sehr skurril. Alex ist ein Arzt, der seine Patienten auch schon mal auf unorthodoxe Weise behandelt, dabei aber deren Wohl nie aus den Augen verliert. Gleichzeitig blicken wir bei 'Lifelines' hinter die Kulissen des Krankenhaus-Alltags mit allem was zwischenmenschlich dazu gehört. Es wird also auch in Sachen Herz-Schmerz einiges dabei sein."

Großes Vater-Glück bei Jan Hartmann

Ist Alex Rode ein Arzt, dem man vertrauen kann?

Jan Hartmann: "Das kann und sollte man. Alex ist auf den ersten Blick vielleicht nicht everybodys cup of tea. Auf den zweiten Blick aber ein sehr fähiger und integrer Arzt, der gerade auch durch seine oft eher ungewöhnlichen Methoden einen besseren Weg zur Lösung findet. Er liebt seinen Job und nimmt Mensch und Geschichte hinter seinen Patienten sehr ernst."

Mussten Sie sich für ihre Rolle besonders vorbereiten?

Jan Hartmann: "Das Spannende an unserer Arbeit ist ja, dass man immer wieder die Gelegenheit bekommt, in andere Charaktere und Berufe reinzuschauen. Ich liebe das. Natürlich gab es diverse medizinische Trainings, um mit den Handgriffen vertraut zu werden. Es soll so echt wie möglich sein. Bei einigen OPs durfte ich auch zusehen, was sehr spannend war. Überhaupt macht es viel aus, sich in der Nähe von Ärzten und in Krankenhäusern aufzuhalten. So bekommt man einen viel besseren Zugang zu Motivationen, Sprache und zur gesamten Atmosphäre im Krankenhaus."

Heißt, ein Luftröhrenschnitt ist jetzt kein Problem mehr, oder?

Jan Hartmann: "Theoretisch habe ich eine Idee davon, ja. Praktisch würde ich das nur im äußersten Notfall machen, wenn es sonst keine Rettung mehr gäbe. Das Leben geht vor. Ich bleibe vorerst lieber beim Kleben von Blümchen-Pflastern."

Wie einschneidend war das Ereignis Vater zu werden in ihrem Leben?

Jan Hartmann: "Einschneidend hat meist fast eine negative Note. Die Geburt von Nikolas und jeder Tag seitdem hat alles für mich verändert. Und zwar aufs Positivste. Ich war die lange Zeit Einzelkämpfer. Hatte nie die passende Partnerin oder war in meiner eigenen Entwicklung schlicht noch nicht am richtigen Punkt, um eine Familie zu gründen. Kurze Zeit nachdem ich meine Frau kennen gelernt hatte, träumte ich von ihr - mit lachendem Baby auf dem Arm. Das war für mich der Wendepunkt in die wundervolle Einbahnstraße Familie. Klingt esoterisch (lacht). Aber ich genieße es in vollen Zügen und würde mich als sehr engagierten und leidenschaftlichen Papa bezeichnen. Wir sind irre stolz auf unseren kleinen Mann und möchten ihm alles an die Hand geben, damit er seine Persönlichkeit entwickeln und später ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben führen kann. Frei von Restriktionen und Gleichmacherei."