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Engpässe bei Corona-Impfstoffen

Wie viele Dosen bekommt welches Bundesland?

Corona-Impfstoffe mit Spritze, Symbolfoto
Corona-Impfstoffe mit Spritze, Symbolfoto
© imago images/Christian Ohde, Christian Ohde via www.imago-images.de, www.imago-images.de

25. Januar 2021 - 18:34 Uhr

Startbereite Impfzentren, zu wenig Impfstoff

Seit Montag sind auch in Nordrhein-Westfalen, Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland, die Impfzentren geöffnet. Viel spräche dafür, dass jetzt zügig alle Deutschen mit den zugelassenen Impfstoffen gegen das Coronavirus geimpft werden könnten. Doch es mangelt vor allem an einem: an ausreichend Impfdosen. Bisher wurden deshalb nur rund 1,8 Millionen Deutsche geimpft. Auch deshalb warten viele gespannt auf Freitag. Denn dann will die Europäische Arzneimittel Behörde EMA bekannt geben, ob auch der Impfstoff von AstraZeneca in der EU zugelassen wird. Doch noch bevor die Zulassung da ist, gibt es schon Ärger.

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Von der Leyen: Wir erwarten von der Firma, Lösungen zu finden

Denn bereits am Freitag hatte der britisch-schwedische Konzern AstraZeneca mitgeteilt, statt der versprochenen 80 Millionen Impfdosen nur 31 Millionen zu liefern. Grund seien wiederum Engpässe bei den Zulieferern. Ein Argument, das die EU-Kommission in Person von Präsidentin Ursula von der Leyen nicht gelten lässt. "Wir erwarten von der Firma, Lösungen zu finden und alle möglichen Spielräume auszunutzen, um schnell zu liefern", zitierte ein Sprecher die Kommissionspräsidentin.

Von der Leyens Wut rührt vor allem auch daher, weil die EU AstraZeneca einen dreistelligen Millionenbetrag gezahlt hatte, damit noch vor der Zulassung genug Impfdosen auf Halde produziert werden und genau diese Engpässe vermieden werden.

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Gesundheitsministerium aktualisiert Lieferlisten

Ob AstraZeneca die vereinbarten Impfdosen nun liefert oder nicht, diese würden ohnehin erst ab Anfang März zur Verfügung stehen. So lange müssen die Impfzentren mit den Arzneimitteln von BioNTech/Pfizer und Moderna auskommen. Und hier gibt es eine positive Veränderung. Wie aus einer Lieferliste des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht, werden die Länder bis Mitte Februar insgesamt rund 164.000 Impfdosen mehr bekommen, als bisher geplant. Diese Veränderung ergibt sich hauptsächlich, weil einem BioNTech/Pfizer-Mittel inzwischen offiziell sechs statt fünf Dosen gewonnen werden können.

Auch bei Moderna wurden die Lieferlisten aktualisiert. Hier ist der Unterschied aber nur gering. Zwar sollen Bayern und Nordrhein-Westfalen im Februar rund 1200 Dosen weniger bekommen. "Prinzipiell bleibt es bei den angekündigten Liefermengen. Mögliche kleinere Schwankungen werden mit nachfolgenden Lieferungen ausgeglichen", sagte eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums dem Online-Portal "Business-Insider".

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