Liebhaber tötete Ehemann: 15 Jahre Haft für Deutsche nach Mordkomplott

© dpa, Johann Groder, hkt wie

13. Juli 2017 - 11:12 Uhr

Tatmotiv: Liebe

Konstantinos P. soll den Ehemann seiner Freundin Alexandra M. erschossen haben. Sie soll ihn damit beauftragt haben.

Mord an Landsmann

Die Deutsche ist in Innsbruck als Mittäterin bei einem Mord im österreichisch-bayerischen Grenzgebiet zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Ihr Ehemann war das Opfer. Dessen Freund, mit dem sie laut Gericht eine Affäre hatte, wurde wegen Ausführung der Tat zu lebenslanger Haft verurteilt. "Die beiden Angeklagten haben den Mordkomplott gemeinsam geschmiedet", sagte der Staatsanwalt bei der Verhandlung in Innsbruck. Die Männer stammten aus Griechenland. Die drei lebten in Ottobrunn bei München. 

Zehn Schüsse in Rücken und Schädel

Von der Liebe schien am Ende nicht mehr viel übrig zu sein. Die beiden beschuldigten sich letztendlich gegenseitig. Der 29 Jahre alte Angeklagte hatte zum Prozessauftakt gestanden, das 31-jährige Opfer auf einem Parkplatz in Söll im Tiroler Grenzgebiet mit zehn Schüssen in Rücken und Schädel getötet zu haben. Nach Angaben der Deutschen war ihr Ehemann gewalttätig, auch gegen die sechsjährige Tochter.

"Jede Patrone, die ich abgefeuert habe, stand für einen Übergriff auf seine Tochter und seine Frau", sagte der 29-Jährige. Den Entschluss zur Tat hätten die beiden gemeinsam gefasst.

"Von einer Tötung war nie die Rede"

Dem widersprach die Deutsche, die sich nicht schuldig bekannte. "Von einer Tötung war nie die Rede, für mich war klar, dass ich ins Frauenhaus muss", so die 32-Jährige. Erst am Tag der Tat habe der 29-Jährige ihr erzählt, dass er ihren Mann "aus dem Weg räumen" wolle. "Ich konnte es gar nicht glauben."

Der 29-Jährige Haupttäter hat mit einer lebenslangen Haftstrafe die Höchststrafe bekommen. Eine lebenslange Freiheitsstrafe bedeutet in Österreich im Durchschnitt gut 20 Jahre Haft. Die Urteile sind nicht rechtskräftig. Die beiden Verurteilten können also Berufung einlegen.