Das Liebesleben der Deutschen zu Corona-Zeiten

Virale Effekte: Mehr und besserer Sex bei den Paaren - Datingpause bei den Singles

Liebes- und Sexleben in der Corona-Krise
© dpa, Christophe Gateau, cgt sab kde

02. Juni 2020 - 8:27 Uhr

Babyboom in 9 Monaten?

Wohl jeder hat sich in der Corona-Krise schon einmal die scherzhafte Frage gestellt, ob's in neuen Monaten nicht vielleicht einen neuen Babyboom gibt? Denn in der Zeit des Lockdowns mussten wir uns viel zuhause aufhalten und dort beschäftigen - und hatten teilweise viel Zeit für die schönste Nebensache der Welt. Auf der anderen Seite sind Lockdown, Kontaktverbote und Ausgangsbeschränkungen auch ganz schön deprimierend und unsexy. Wie sieht es aus mit dem Liebesleben der Deutschen in Corona-Zeiten? Ein Dating-Portal hat versucht, seinen Nutzern dieses Geheimnis zu entlocken.

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Keine Corona-Einschränkungen im Sexleben

Eins ist sicher: Auf Abstand und mit Mundschutz lässt sich ganz schlecht flirten. Trotzdem leidet das Liebes- und Sexleben der Deutschen in der Corona-Krise einer Umfrage zufolge nur wenig. 87 Prozent der Befragten sahen jedenfalls keine Einschränkung in diesem Lebensbereich, wie das Online-Datingportal "Secret.de" unter Berufung auf eine repräsentative GfK-Umfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Mehr Sex, besserer Sex bei den Paaren

Manche Befragten gaben darüber hinaus noch detaillierter Auskunft. Von ihnen gaben knapp 60 Prozent der Liierten an, dass die Umstände sie als Paar näher zusammengebracht hätten. Jeder Fünfte hatte mehr Sex als vorher, zwölf Prozent besseren. Ein Viertel dieser auskunftsfreudigen Teilgruppe berichtete jedoch auch von Konflikten, die sich negativ auf ihr Liebesleben auswirkten.

Singles hielten sich größtenteils zurück

Bei den Singles legten gut 40 Prozent eine Datingpause ein. Elf Prozent trafen sich auf Abstand, zehn Prozent knutschten weiter und weitere zehn Prozent hatten Sex, wie "Secret.de" mitteilte. Knapp ein Viertel flirtete demnach nur online oder telefonisch. Das zeigt sich auch in den Statistiken: Auf dem Datingportal wurde im Mai deutlich mehr geschrieben als sonst.

Ob der Lockdown nun also wirklich zu mehr Kindern führt, bleibt abzuwarten. Schließlich waren die Geschäfte, in denen es Verhütungsmittel zu erwerben gibt, ja die ganze Zeit über geöffnet.

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Quellen: dpa/RTL.de