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Libyen: Auswärtiges Amt ruft Deutsche zur Ausreise auf

Libyen: Auswärtiges Amt ruft Deutsche zur Ausreise auf

Wegen anhaltender Kämpfe zwischen rivalisierenden Milizen in Libyen hat das Auswärtiges Amt alle Deutschen in dem nordafrikanischen Land zur sofortigen Ausreise aufgerufen. Zudem wird dringend vor Reisen dorthin gewarnt. Die Lage in Libyen sei extrem unübersichtlich und unsicher, heißt es in der Reisewarnung des Ministeriums im Internet.

Landesweit, vor allem jedoch in den Großräumen Bengasi und Derna, bestehe ein erhöhtes Entführungsrisiko für Ausländer. Angesichts der Sicherheitslage haben inzwischen die USA ihr Botschaftspersonal aus der Hauptstadt Tripolis abgezogen.

In der libyschen Hafenstadt Bengasi sind nach Medienbericht innerhalb von 24 Stunden mindestens 38 Menschen getötet worden. Das meldete der Nachrichtensender 'Al-Arabija' unter Berufung auf Mediziner. Radikale Islamisten der Gruppe 'Ansar al-Scharia' hätten zuvor einen Armeestützpunkt angegriffen, hieß es. Daraufhin habe das Militär mit Luftangriffen zurückgeschlagen. Der libysche Rote Halbmond rief die Konfliktparteien zu einer Feuerpause auf, um Zivilisten aus der Schusslinie bringen zu können.