Award für Kampf gegen Rassismus und für mehr Vielfalt

Lewis Hamilton von der britischen GQ zum „Game Changer“ 2020 ausgezeichnet

Lewis Hamilton als "Game Changer" 2020 ausgezeichnet.
© dpa, Britta Pedersen, bsc

27. November 2020 - 10:59 Uhr

F1-Rekordweltmeister nutzt Reichweite für guten Zweck

Er unterstützt medienwirksam die "Black Lives Matter"-Bewegung, kniet vor jedem Rennen als Zeichen für seinen Kampf gegen Rassismus sowie für mehr Vielfalt und feierte seinen siebten F1-Titel in einem symbolisch schwarzlackierten Silberpfeil. Lewis Hamilton erreicht allein über Instagram mehr als 21 Millionen Menschen – und nutzt diese Aufmerksamkeit für den guten Zweck. Ein Grund für die britische "GQ", den F1-Champion auszuzeichnen.

Hamilton: "Ich kann nicht schweigen"

Hamilton wurde mit dem Award des "Game Changer" 2020 geehrt – für all sein Engagement in diesem schwierigen Jahr fernab der Rennstrecke. "Mein Vater hat immer gesagt 'Zeig es denen auf der Strecke', also habe ich lange den Mund gehalten", erzählt der 35-Jährige im Interview mit dem Magazin. "Aber wir unterdrücken viele Dinge und all meine unterdrückten Emotionen kamen nun hoch und ich habe mir gedacht: 'Wisst ihr was? Ich muss etwas tun, ich kann nicht schweigen'."

Dass er seinen Titel 2020 in einem schwarzen Mercedes einfahren durfte, bedeutet Hamilton viel: "Mein Team war das erste, das reagiert hat. Jeder hat dabei mitgezogen und es war überwältigend auch die Reaktion unserer Partner zu sehen." Auch bedeutet es dem Briten viel, dass zwölf Fahrer – darunter auch Sebastian Vettel – vor jedem Rennen gemeinsam mit ihm niederknien. Leider ist die Botschaft aber noch nicht überall angekommen: "Ich denke es gibt viele Menschen in unserem Sport, die noch nicht verstanden haben, was wir da machen."

Hamilton will nach der F1-Karriere weiter mit Mercedes zusammenarbeiten

Bei all seiner Freude über die "Game Changer"-Ehrung, räumte Hamilton aber erneut auch mit den sportlichen Gerüchten über eine mögliche Zukunft in rot auf. "Das wird nicht passieren. Das Ferrari-Ding wird nicht passieren, denke ich." Er habe zwar natürlich "Michael dort siegen gesehen" und war auch "immer ein Fan von Ferrari", der 35-Jährige hat aber klare Vorstellungen über seine Zukunft – mit Mercedes.

"Ich will ihn gegenüber nicht respektlos sein, aber wenn ich irgendwann aufhöre, dann will ich weiter mit Mercedes zusammenarbeiten und ihnen helfen, in der Welt außerhalb der Formel 1 noch besser zu sein", so Hamiltons Plan. Um auch in Zukunft ein "Game Changer" zu sein.