Lewis Hamilton und Sebastian Vettel geben sich vor dem Österreich-GP versöhnlich

SPIELBERG, AUSTRIA - JULY 06: Lewis Hamilton of Great Britain and Mercedes GP, Kevin Magnussen of Denmark and Haas F1 and Sebastian Vettel of Germany and Ferrari in the Drivers Press Conference during previews ahead of the Formula One Grand Prix of A
Kevin Magnussen (m.) musste bei der PK vor dem Österreich-GP gar nicht den Mittelsmann zwischen Lewis Hamilton und Sebastian Vettel spielen: Die beiden begruben ihr Baku-Kriegsbeil.
wt, Getty Images, Bongarts

Anderthalb Wochen nach dem umstrittenen Rammstoß von Baku haben die beiden mehrfachen Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel und Lewis Hamilton ihr Kriegsbeil öffentlich begraben.

Hamilton: "Überhaupt keine Spannung zwischen uns"

"Ich habe seine Entschuldigung angenommen. Ich spüre überhaupt keine Spannung zwischen uns, auch wenn andere das vielleicht tun", sagte Mercedes-Pilot Hamilton vor dem Großen Preis von Österreich am Sonntag (14 Uhr, live bei RTL) in Spielberg. Ferrari-Star Vettel und Hamilton hatten den Vorfall bereits am Tag nach dem Rennen persönlich am Telefon besprochen, bevor sie am Donnerstag in der offiziellen Pressekonferenz in der Steiermark auch erstmals wieder öffentlich aufeinandertrafen.

"Ich bin froh zu hören, dass es keinen großen Einfluss auf unser Verhältnis hat. Ich habe einen Fehler gemacht, also könnte ich verstehen, wenn er sauer ist", sagte Vettel: "Unser Respekt füreinander hilft uns in dieser Situation." Der Deutsche war Hamilton am 25. Juni während einer Safety-Car-Phase in Aserbaidschan mit Absicht ins Auto gefahren.

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Vettel: "Manöver war falsch"

Vettel hatte zuvor fälschlicherweise angenommen, der Brite habe ihn absichtlich ausgebremst - und Vettel war ihm ins Heck gerauscht. Danach "revanchierte" er sich für das Manöver. "Ich wurde überrascht und habe überreagiert", sagte Vettel: "Es war falsch, in ihn reinzufahren, das Manöver war falsch. Ich hatte aber nie die Absicht, ihn zu verletzen. Viel mehr gibt es nicht zu sagen."

Lewis Hamilton schweigt zum Vettel-Urteil - und das vielsagend

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Spielberg bisher kein Vettel-Pflaster

Nach der rüden Attacke war Vettel am Montag zum Rapport beim Automobil-Weltverband FIA in Paris. Die Regelhüter sahen nach der Anhörung jedoch von einer weiteren Bestrafung ab, Vettel darf ohne Sanktionen in Spielberg an den Start gehen. Auch, weil er bei der FIA und Hamilton öffentlich um Entschuldigung gebeten hatte.

Der viermalige Weltmeister Vettel (153 Punkte) geht mit 14 Zählern Vorsprung auf den dreimaligen Champion Hamilton (139) in das neunte Saisonrennen, allerdings stand er in Österreich bislang noch nie auf dem Podest. Hamilton triumphierte im Vorjahr in der Steiermark.